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20.07.2011 / Tierschutz

Verbot von Gänsestopfleber auf größter Lebensmittel-Messe der Welt in Köln


Französischer Landwirtschaftsminister droht mit Boykott der Messe.

Mit 6.500 Ausstellern und rund 150.000 Fachbesuchern ist die „Anuga“ in Köln die größte Food & Beverage-Messe der Welt. Die Messe findet heuer vom 8.-12. Oktober statt.

Ab heuer dürfen Aussteller keine Gänsestopfleber „Foie Gras“ mehr präsentieren. Damit geben die Veranstalter - die Kölnmesse GmbH und der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels e.V. - dem langjährigen Wunsch von TierschützerInnen nach, die den Boykott von Gänsestopfleber fordern.

Bei der Produktion dieser Leberpastete wird Enten und Gänsen mehrmals am Tag mit Hilfe von Metallrohren ein Brei in den Magen gepumpt. Die Leber der Tiere schwillt auf das bis zu zehnfache der normalen Größe an. Diese Zwangs-Stopfung gilt als extrem tierquälerisch und wird deshalb von vielen Tierschutzorganisationen bekämpft. In Deutschland ist das Stopfen von Enten und Gänsen verboten, nicht aber der Verkauf des Produkts.

In Frankreich werden jedes Jahr 37 Millionen Enten und 700.000 Gänse für die Produktion von Gänsestopfleber zwangsernährt, Frankreich würde rund 75% der weltweiten Gänsestopfleber-Pasteten produzieren, berichtet die britische Zeitung „Guardian“.

Der französische Landwirtschaftsminister Bruno le Maire verlangt die Aufhebung des Verbots und droht mit einem Boykott der Messe.

 Guardian: French outrage as German food fair bans foie gras
 Anuga Fachmesse