Aktuelle EU-News

Was tut sich in Kommission, Rat und Europäischem Parlament in Sachen Umwelt?

Suche    und      oder
  

08.02.2012 / Verkehr

Studie: Gesundheitskosten durch Autoverkehr viel höher als bisher angenommen

WissenschafterInnen errechnen Kosten für Asthmapatienten.

Die durch Autoverkehr verursachte Luftverschmutzung dürfte noch viel höhere Kosten für die nationalen Gesundheitssysteme verursachen als bisher angenommen.

Amerikanische und Schweizer WissenschafterInnen kalkulierten jetzt zum ersten Mal die Folgekosten von Asthma, dessen Ausbruch bei Kindern direkt auf die Luftverschmutzung durch Autoverkehr zurückgeführt wurde. Die WissenschafterInnen konzentrierten sich in ihren Untersuchungen auf zwei kalifornische Gemeinden, in denen rund 7 Prozent der Bürger des Staates leben. Die errechneten jährlichen Kosten betrugen sich auf rund 18 Millionen US Dollar.

Die WissenschafterInnen inkludierten in ihre Berechnungen zum ersten Mal auch Folgekosten von Asthma – zum Beispiel den Ausbruch weiterer Krankheiten bei den Kindern - sowie Kosten für Medikamente oder fehlende Arbeitstage der Eltern, die bei akuten Asthmaanfällen ihre Kinder betreuen mussten. Die jährlichen Kosten pro Kind betragen sich laut Kalkulationen der WissenschafterInnen auf rund 4.000 Dollar pro Jahr.

Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal veröffentlicht, der Zugriff auf den Volltext ist kostenpflichtig.

 European Respiratory Journal Pressemitteilung (en)
 University of Massachusetts Amherst Pressemitteilung (en)