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EU-News

18.06.2014

Landnutzung

Erster österreichischer Bodenschutzpreis verliehen

Die Österreichische Hagelversicherung verlieh am 12. Juni 2014 im Rahmen des 61. Gemeindetages im burgenländischen Oberwart den 1. Bodenschutzpreis. Er wurde an jene drei österreichischen Ortschaften vergeben, die den nachhaltigsten Umgang mit der Ressource Boden pflegen. Das Umweltbundesamt war in der Jury vertreten und erarbeitete die Kriterien für den Preis.

"Die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen sowie die Einsparung beziehungsweise Neunutzung von bereits verbauter Fläche in der Gemeinde waren für die Jury wichtige Kriterien. Die Verbauung und Versiegelung von wertvollem Acker- und Grünland haben
neben negativen Umwelteffekten auch negative Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgungssicherheit", sagt Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer des Umweltbundesamtes.

Der erste Platz ging an die Stadtgemeinde Tulln (NÖ), die in ihrem nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept ein ganzes Maßnahmenbündel zum Bodenschutz und zum Erhalt wertvollen Ackerlandes umsetzt. Die Marktgemeinde Neuhofen an der Krems (OÖ) erhielt den 2. Platz, den dritten Platz erreichte die Stadtgemeinde Fehring aus der Steiermark.

Weitere Details zu den Bodenschutzmaßnahmen finden Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

 Umweltbundesamt Pressemitteilung


14.05.2014

Landnutzung

Rupprechter: Ressource Boden muss geschützt werden

„Der Boden ist unsere Lebensgrundlage, denn ohne funktionierende Böden gibt es keine Nahrungsmittel und kein sauberes Trinkwasser“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter am 7. Mai 2014 im Rahmen der Feier zu 25 Jahre Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz in Wien.

„Der Boden als nicht erneuerbare Ressource bedarf eines besonderen Schutzes“, so der Minister weiter. Aus diesem Grund wurde Ende März vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich gemeinsam mit anderen dafür zuständigen Institutionen die Bodencharta unterschrieben. Ziel der Charta ist die Eindämmung des Bodenverbrauchs, damit auch den zukünftigen Generationen ausreichend Böden zur Verfügung stehen.

Da 50 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt sind, kommt dem Waldboden eine besondere Bedeutung zu. Weiters hat der Bodenschutz auch entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität. Die Gewässerschutzmaßnahmen im neuen ÖPUL wurden deswegen weiter verbessert und auf Problemgebiete fokussiert.

 BMLFUW Pressemitteilung


12.02.2014

Klima, Landnutzung

SmartClim Forschung: Der Boden im Klimawandel

StartClim wurde im Jahr 2003 auf Initiative von WissenschafterInnen vom Lebensministerium mit dem Ziel gegründet, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In Projekten mit einer Laufzeit von etwa zehn Monaten wurden bisher von über 100 österreichischen WissenschafterInnen Klimafolgen untersucht.

Die aktuellen Ergebnisse aus dem Forschungsprogramm StartClim – über den Boden im Klimawandel (Forschungsschwerpunkt 2012) – wurden jetzt präsentiert. Böden können, je nach Nutzung, Quellen oder Senken von Treibhausgasemissionen sein. In der Anpassung an den Klimawandel spielen sie eine zentrale Rolle und sind unmittelbar von zukünftigen Klimaänderungen betroffen.

Der Endbericht steht in englischer und deutscher Sprache als Download gratis auf der „SmartClim“-Webseite zur Verfügung. Ein deutschsprachiger Folder präsentiert die Ergebnisse in Kurzfassung.

 Umweltbundesamt: Der Boden im Klimawandel
 SmartClim 2012: Anpassung an den Klimawandel in Österreich - Themenfeld Boden


08.01.2014

Energie, Landnutzung

Heinrich-Böll-Stiftung: Abschaffung der EU-Förderung von Biosprit würde globale Nahrungsmittelpreise senken und Importabhängigkeit vermeiden

Die am 11. Dezember 2013 von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung vorgelegte Studie zu den Auswirkungen von Biokraftstoffen auf globale Agrarpreise und Klimawandel zeigt, dass bei einem Wegfall der EU-Förderung von Biosprit im Jahr 2020 netto 27 Millionen Tonnen weniger Getreide und Ölsaaten in die EU importiert werden würden. Dadurch würde die globale Nachfrage nach Biomasse abnehmen und die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel würden spürbar sinken.

Würde die politische Förderung von Biosprit im Jahr 2020 wegfallen, sänken die Weltmarktpreise bei pflanzlichen Ölen gegenüber einer Situation mit Beibehaltung der gegenwärtigen Politik um 16 Prozent, informiert die Heinrich-Böll-Stiftung in einer Pressemitteilung. Bei Ölsaaten würden die Preise um zehn und bei Weizen um etwa vier Prozent fallen.

Auch in Sachen Klimaschutz stellt die Studie Biokraftstoffen und der europäischen Förderungspolitik ein schlechtes Zeugnis aus: „Das Hauptargument für Biokraftstoffe, nämlich ihr Beitrag zu einer emissionsarmen und damit klimafreundlichen Mobilität, stimmt spätestens in dem Moment nicht, in dem indirekte Landnutzungsänderungen und Intensivierungseffekte einbezogen werden“, sagt Christine Chemnitz, Referentin für internationale Agrarpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung. „Keines der in der Studie ausgewerteten Produktionsverfahren für Biodiesel würde dann die von der EU festgelegten Nachhaltigkeitsschwellenwerte für die Emissionsreduzierung erfüllen.“
Die Studie ‚Biokraftstoffe: Auswirkungen auf globale Agrarpreise und Klimawandel‘ steht auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung gratis als Download zur Verfügung.

 Heinrich-Böll Stiftung Pressemitteilung
 Studie "Biokraftstoffe: Auswirkungen auf globale Agrarpreise und Klimawandel"


11.12.2013

Landnutzung, Natur und Biodiversität

INSPIRE-Konsultation zur Raumdateninfrastruktur in der Europäischen Union

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation gestartet zur Richtlinie „Raumdateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft“.

Die unter der Bezeichnung INSPIRE bekannte europaweite Initiative soll laut Angaben der EU-Kommission Regierungen, BürgerInnen und Unternehmen beim Austausch geografischer, sozioökonomischer und ökologischer Daten helfen.

„Um Lösungen in Bereichen wie Luftverschmutzung, Rückgang der biologischen Vielfalt und Vorbeugung gegen Naturkatastrophen zu entwickeln, werden verlässliche Daten und Umweltinformationen benötigt, auf deren Bereitstellung die INSPIRE-Richtlinie abzielt. Die Richtlinie trat 2007 in Kraft und die Kommission möchte sie nun an neue Entwicklungen anpassen.“

Alle Unterlagen stehen auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Die Konsultation läuft noch bis zum 24. Februar 2014.

 EU-Kommission Pressemitteilung
 Online-Konsultation
 INSPIRE-Webseite


30.10.2013

Landnutzung

Eurostat: In Österreich sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht

Statt „Land der Berge, Land am Strome; Land der Äcker, Land der Dome“ sollte es in Österreich eigentlich heißen: Land der Wälder.

Die neuesten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat über die Landnutzung und Landbedeckung zeigen, dass in Österreich 48% der Fläche von Wald und Waldflächen bedeckt ist. Grünland macht 23% der Flächen aus, 18% sind Ackerflächen und Heideflächen machen 1% aus. Gewässer und Feuchtgebiete nehmen 2% ein und 3% sind mit vegetationslosen Böden bedeckt

Nur 6% des Landes sind mit Bauwerken bedeckt.

 Eurostat Pressemitteilung


02.10.2013

Energie, Landnutzung

DNR-Factsheet: Biotreibstoffe

Am 11. September 2013 stimmte das Europäische Parlament über eine Richtlinie ab, welche die negativen Auswirkungen von Biokraftstoffen mindern soll.

Zur Debatte steht, ob indirekte Landnutzungsänderungen durch Agrosprit künftig berücksichtigt und der Einsatz von konventionellen Biokraftstoffen begrenzt werden sollen. Der Gesetzesentwurf geht voraussichtlich im Frühjahr 2014 in die zweite Lesung.
Die EU-Koordination hat ein Factsheet erstellt, in dem Sie die wichtigsten Informationen zu den Verhandlungen und die politischen Positionen nachlesen können. [ih, Quelle: DNR]

 Quelle: DNR, DNR-Factsheet
 Factsheet Biotreibstoffe


18.09.2013

Landnutzung, Landwirtschaft

EU-Rechnungshof: Förderung von Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft nicht effizient

Der Einsatz der EU-Mittel für die Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft ist nur in begrenztem Maße effizient. Das ist das Resümee der Prüfer des Europäischen Rechnungshofes. Ihr Urteil: „Für die Mitgliedstaaten stand oftmals das Bestreben um Ausschöpfung des ihnen zugewiesenen Budgets im Vordergrund und weniger die Bewertung der Angemessenheit der Diversifizierungsprojekte selbst. In einigen Mitgliedstaaten wurden alle beihilfefähigen Projekte ungeachtet der Bewertung ihrer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit finanziert, wenn ausreichende Haushaltsmittel verfügbar waren. Allerdings wurden dann in einer späteren Phase des Förderzeitraums, als die Mittel knapp wurden, bessere Projekte abgelehnt.“

In dem Sonderbericht (SB Nr. 6/2013) mit dem Titel "Haben die Mitgliedstaaten und die Kommission die Mittel für die Maßnahmen zur Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft effizient eingesetzt?" bewertete der EuRH zum einen, „ob die Maßnahmen so ausgestaltet und umgesetzt wurden, dass sie einen wirksamen Beitrag zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen leisteten, und zum anderen, ob die wirksamsten und wirtschaftlichsten Projekte zur Finanzierung ausgewählt wurden“. Darüber hinaus beurteilte der Europäische Rechnungshof, „ob die verfügbaren Begleitungs- und Bewertungsinformationen zuverlässige, vollständige und zeitnahe Angaben über die Wirkungen der Maßnahmen lieferten.“

Die für die Maßnahmen der ländlichen Diversifizierung eingeplanten EU-Ausgaben beliefen sich laut Angaben des Europäischen Rechnungshofes für den Zeitraum 2007-2013 auf 5 Milliarden Euro, zusätzlich sollten von den Mitgliedstaaten 2 Milliarden Euro an nationalen Mitteln bereitgestellt werden.

Die Prüfung des EU-Rechnungshofes bezog sich auf die Zuständigkeiten der Kommission und auf sechs Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Frankreich, Italien, Polen, Schweden und Vereinigtes Königreich).

 EU-Rechnungshof Presseinformation
 EuRH Sonderbericht Nr. 6/2013 (deutsche Fassung)


04.09.2013

Klima, Landnutzung

Greenpeace-Studie: Subventionierung von Billigfleisch

Der Fleischkonsum in Deutschland könnte merklich gesenkt werden, wenn der günstige Mehrwertsteuersatz für Fleisch erhöht werden würde. Das ist das Ergebnis einer Studie, die vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Deutschland durchgeführt wurde.

„Wenn Fleischprodukte nicht mehr, wie bisher, über den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent subventioniert wären, sondern mit den vollen 19 Prozent besteuert würden, hätte das direkte Auswirkungen auf den Fleischverbrauch in Deutschland. Laut Studie würden die Menschen deutlich weniger Fleisch essen: Jährlich im Durchschnitt fast zehn Prozent weniger Schweinefleisch - das beliebteste Fleisch hierzulande -, ein Kilo Geflügel und ein halbes Kilo Rindfleisch.“

Insgesamt würde es bedeuten, „dass im Jahr etwa 3,8 Millionen Schweine, 60 Millionen Hühner und 180.000 Rinder weniger geschlachtet würden. Das würde so viel CO2 einsparen, wie knapp zwei Millionen Autos pro Jahr ausstoßen. Agrarflächen zum Futtermittelanbau in der Größe des Ruhrgebiets würden frei werden“, informiert Greenpeace.

Die Studie steht auf der Webseite von Greenpeace gratis als Download zur Verfügung.

Die Studie „Ökonomische Instrumente für eine Senkung des Fleischkonsums in Deutschland“

 Greenpeace Pressemitteilung
 Studie: Ökonomische Instrumente für eine Senkung des Fleischkonsums in Deutschland (pdf)


31.07.2013

Landnutzung, Verkehr

Publikation: Biokraftstoffe in Österreich 2013

Eine neue Publikation des Lebensministeriums gibt Auskunft über Art und Umfang der produzierten und verwendeten Biokraftstoffe in Österreich im Jahr 2012.

„Gegenüber dem Berichtsjahr 2012 (Werte 2011) gab es nur minimale Änderungen bei den in Österreich eingesetzten Biokraftstoffen. Insgesamt blieben die eingesetzten Mengen an Biokraftstoffen in Vergleich zum Vorjahr annähernd unverändert. In Summe wurden rd. 500.000 Tonnen Biodiesel, 105.000 Tonnen Bioethanol und rund 16.000 Tonnen Pflanzenöl eingesetzt.“

Der Bericht wurde vom Umweltbundesamt im Auftrag des Lebensministeriums erstellt und steht auf der Webseite des Lebensministeriums als Download zur Verfügung.

 Lebensministerium Publikation: Biokraftstoffe in Österreich 2013



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