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EU-News

19.11.2014

Landnutzung

Kärnten: Strategien gegen den Bodenverlust

Die UNO hat das Jahr 2015 zum Jahr des Bodens erklärt. Das Bundesland Kärnten widmet dem Bodenschutz im nächsten Jahr einen Schwerpunkt in seiner fachlichen und politischen Arbeit. Dies betonte der Kärntner Umweltreferent Rolf Holub im Rahmen der Pressekonferenz zum „Österreichischen Bodenforum 2014“ in Klagenfurt am 28. Oktober 2014.

Täglich werden in Österreich 22,4 Hektar wertvolle Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shopping-Center oder Industriehallen verbaut. Alleine in Kärnten werden 1,5 Hektar pro Tag und damit rund 550 Hektar pro Jahr wertvoller Flächen oder 0,50 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen versiegelt. Diese steigende Versiegelung von Agrarflächen hat ökologische und klimatische Auswirkungen. Deshalb sollen in einem ersten Schritt alle relevanten Daten aus den verschiedenen Fachbereichen des Landes zusammengeführt werden. Die anstehende Novellierung des Raumordnungsgesetzes werde auf diese Herausforderungen eingehen, so Holub.

Gerlind Weber von der Universität für Bodenkultur wies auf die starke Zersiedelung Österreichs hin. Es werde viel mehr Boden verbraucht als für die Abdeckung menschlicher Bedürfnisse erforderlich sei. Dies habe weitreichende Folgen. Für eine Region bedeute Zersiedelung einen wirtschaftlichen Wettbewerbsnachteil, Nachteile für den Klimaschutz und sei gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel zu vermeiden.

"Wir müssen mit unseren Böden wesentlich sorgsamer umgehen und die Flächennutzung effizienter gestalten“, betonte Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer im Umweltbundesamt. Rund 75.000 Hektar sind in Österreich als Bauland gewidmet, aber nicht bebaut. Wenn weiterhin Baulandreserven ansteigen, bedeutet das den Verlust von tausenden Hektar Boden in Österreich.

In Kärnten rechnen Expertinnen und Experten bis zum Jahr 2030 mit einem Bevölkerungswachstum rund um die Städte Villach und Klagenfurt bei einem gleichzeitigen Bevölkerungsrückgang in den ländlichen Gemeinden. Damit wären die hochwertigen Agrarböden rund um diese beiden Zentren verloren. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, Flächen für die landwirtschaftliche Produktion, für Hochwasser-Rückhaltezonen und für Naturräume als Vorrangflächen in der Raumordnung zu definieren. Die Nutzung von brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen sowie von ungenutzten Wohnflächen im Dorf oder in der Stadt soll Vorrang vor Ansiedelungen auf der grünen Wiese haben.

 Umweltbundesamt Pressemitteilung


19.11.2014

Internationales, Landnutzung, Nachhaltigkeit und Ressourcen

Global Witness: Seit 2002 mehr als 900 UmweltaktivistInnen ermordet

In den Jahren 2002 – 2013 wurden mehr als 900 UmweltaktivistInnen ermordert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Organisation Global Witness. Ein neuer Report beleuchtet die Ermordungen der AktivistInnen in Peru. „Peru’s Deadly Environment“ zeigt auf, dass in den Jahren 2002 – 2014 insgesamt 57 AktivistInnen ermordet wurden, 60 Prozent davon allein in den letzten vier Jahren.

Im September wurden der Aktivist Edwin Chota und drei weitere prominente Mitglieder des Ashéninka Stammes in Peru ermordet. Sie protestieren gegen illegale Rodungen rund um ihr Dorf im Amazon-Regenwald. Edwin Chota hatte mehrere Morddrohungen von den Loggern erhalten und die Regierung in Peru erfolglos um Hilfe und Schutz gebeten.

Seine Ermordung sei eine direkte Konsequenz der Nachfrage der westlichen Länder nach Produkten wie Palmöl, Gummi, Gas, Holz und Rindfleisch, für deren Gewinnung und Produktion die Regenwälder zerstört werden, schreibt die britische Tageszeitung „Guardian“ in einem Artikel über die Ermordung Chotas. Das Holz eines einzigen Zedernbaumes würde in den USA für 9.000 Dollar verkauft werden, ein Mahagoni-Baum sei 11.000 Dollar Wert. Grund genug für einen Mord, schreibt der „Guardian“.

 The Guardian
 Global Witness: Peru’s Deadly Environment


18.06.2014

Landnutzung

Erster österreichischer Bodenschutzpreis verliehen

Die Österreichische Hagelversicherung verlieh am 12. Juni 2014 im Rahmen des 61. Gemeindetages im burgenländischen Oberwart den 1. Bodenschutzpreis. Er wurde an jene drei österreichischen Ortschaften vergeben, die den nachhaltigsten Umgang mit der Ressource Boden pflegen. Das Umweltbundesamt war in der Jury vertreten und erarbeitete die Kriterien für den Preis.

"Die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen sowie die Einsparung beziehungsweise Neunutzung von bereits verbauter Fläche in der Gemeinde waren für die Jury wichtige Kriterien. Die Verbauung und Versiegelung von wertvollem Acker- und Grünland haben
neben negativen Umwelteffekten auch negative Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgungssicherheit", sagt Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer des Umweltbundesamtes.

Der erste Platz ging an die Stadtgemeinde Tulln (NÖ), die in ihrem nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept ein ganzes Maßnahmenbündel zum Bodenschutz und zum Erhalt wertvollen Ackerlandes umsetzt. Die Marktgemeinde Neuhofen an der Krems (OÖ) erhielt den 2. Platz, den dritten Platz erreichte die Stadtgemeinde Fehring aus der Steiermark.

Weitere Details zu den Bodenschutzmaßnahmen finden Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

 Umweltbundesamt Pressemitteilung


14.05.2014

Landnutzung

Rupprechter: Ressource Boden muss geschützt werden

„Der Boden ist unsere Lebensgrundlage, denn ohne funktionierende Böden gibt es keine Nahrungsmittel und kein sauberes Trinkwasser“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter am 7. Mai 2014 im Rahmen der Feier zu 25 Jahre Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz in Wien.

„Der Boden als nicht erneuerbare Ressource bedarf eines besonderen Schutzes“, so der Minister weiter. Aus diesem Grund wurde Ende März vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich gemeinsam mit anderen dafür zuständigen Institutionen die Bodencharta unterschrieben. Ziel der Charta ist die Eindämmung des Bodenverbrauchs, damit auch den zukünftigen Generationen ausreichend Böden zur Verfügung stehen.

Da 50 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt sind, kommt dem Waldboden eine besondere Bedeutung zu. Weiters hat der Bodenschutz auch entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität. Die Gewässerschutzmaßnahmen im neuen ÖPUL wurden deswegen weiter verbessert und auf Problemgebiete fokussiert.

 BMLFUW Pressemitteilung


12.02.2014

Klima, Landnutzung

SmartClim Forschung: Der Boden im Klimawandel

StartClim wurde im Jahr 2003 auf Initiative von WissenschafterInnen vom Lebensministerium mit dem Ziel gegründet, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In Projekten mit einer Laufzeit von etwa zehn Monaten wurden bisher von über 100 österreichischen WissenschafterInnen Klimafolgen untersucht.

Die aktuellen Ergebnisse aus dem Forschungsprogramm StartClim – über den Boden im Klimawandel (Forschungsschwerpunkt 2012) – wurden jetzt präsentiert. Böden können, je nach Nutzung, Quellen oder Senken von Treibhausgasemissionen sein. In der Anpassung an den Klimawandel spielen sie eine zentrale Rolle und sind unmittelbar von zukünftigen Klimaänderungen betroffen.

Der Endbericht steht in englischer und deutscher Sprache als Download gratis auf der „SmartClim“-Webseite zur Verfügung. Ein deutschsprachiger Folder präsentiert die Ergebnisse in Kurzfassung.

 Umweltbundesamt: Der Boden im Klimawandel
 SmartClim 2012: Anpassung an den Klimawandel in Österreich - Themenfeld Boden


08.01.2014

Energie, Landnutzung

Heinrich-Böll-Stiftung: Abschaffung der EU-Förderung von Biosprit würde globale Nahrungsmittelpreise senken und Importabhängigkeit vermeiden

Die am 11. Dezember 2013 von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung vorgelegte Studie zu den Auswirkungen von Biokraftstoffen auf globale Agrarpreise und Klimawandel zeigt, dass bei einem Wegfall der EU-Förderung von Biosprit im Jahr 2020 netto 27 Millionen Tonnen weniger Getreide und Ölsaaten in die EU importiert werden würden. Dadurch würde die globale Nachfrage nach Biomasse abnehmen und die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel würden spürbar sinken.

Würde die politische Förderung von Biosprit im Jahr 2020 wegfallen, sänken die Weltmarktpreise bei pflanzlichen Ölen gegenüber einer Situation mit Beibehaltung der gegenwärtigen Politik um 16 Prozent, informiert die Heinrich-Böll-Stiftung in einer Pressemitteilung. Bei Ölsaaten würden die Preise um zehn und bei Weizen um etwa vier Prozent fallen.

Auch in Sachen Klimaschutz stellt die Studie Biokraftstoffen und der europäischen Förderungspolitik ein schlechtes Zeugnis aus: „Das Hauptargument für Biokraftstoffe, nämlich ihr Beitrag zu einer emissionsarmen und damit klimafreundlichen Mobilität, stimmt spätestens in dem Moment nicht, in dem indirekte Landnutzungsänderungen und Intensivierungseffekte einbezogen werden“, sagt Christine Chemnitz, Referentin für internationale Agrarpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung. „Keines der in der Studie ausgewerteten Produktionsverfahren für Biodiesel würde dann die von der EU festgelegten Nachhaltigkeitsschwellenwerte für die Emissionsreduzierung erfüllen.“
Die Studie ‚Biokraftstoffe: Auswirkungen auf globale Agrarpreise und Klimawandel‘ steht auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung gratis als Download zur Verfügung.

 Heinrich-Böll Stiftung Pressemitteilung
 Studie "Biokraftstoffe: Auswirkungen auf globale Agrarpreise und Klimawandel"


11.12.2013

Landnutzung, Natur und Biodiversität

INSPIRE-Konsultation zur Raumdateninfrastruktur in der Europäischen Union

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation gestartet zur Richtlinie „Raumdateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft“.

Die unter der Bezeichnung INSPIRE bekannte europaweite Initiative soll laut Angaben der EU-Kommission Regierungen, BürgerInnen und Unternehmen beim Austausch geografischer, sozioökonomischer und ökologischer Daten helfen.

„Um Lösungen in Bereichen wie Luftverschmutzung, Rückgang der biologischen Vielfalt und Vorbeugung gegen Naturkatastrophen zu entwickeln, werden verlässliche Daten und Umweltinformationen benötigt, auf deren Bereitstellung die INSPIRE-Richtlinie abzielt. Die Richtlinie trat 2007 in Kraft und die Kommission möchte sie nun an neue Entwicklungen anpassen.“

Alle Unterlagen stehen auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Die Konsultation läuft noch bis zum 24. Februar 2014.

 EU-Kommission Pressemitteilung
 Online-Konsultation
 INSPIRE-Webseite


30.10.2013

Landnutzung

Eurostat: In Österreich sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht

Statt „Land der Berge, Land am Strome; Land der Äcker, Land der Dome“ sollte es in Österreich eigentlich heißen: Land der Wälder.

Die neuesten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat über die Landnutzung und Landbedeckung zeigen, dass in Österreich 48% der Fläche von Wald und Waldflächen bedeckt ist. Grünland macht 23% der Flächen aus, 18% sind Ackerflächen und Heideflächen machen 1% aus. Gewässer und Feuchtgebiete nehmen 2% ein und 3% sind mit vegetationslosen Böden bedeckt

Nur 6% des Landes sind mit Bauwerken bedeckt.

 Eurostat Pressemitteilung


02.10.2013

Energie, Landnutzung

DNR-Factsheet: Biotreibstoffe

Am 11. September 2013 stimmte das Europäische Parlament über eine Richtlinie ab, welche die negativen Auswirkungen von Biokraftstoffen mindern soll.

Zur Debatte steht, ob indirekte Landnutzungsänderungen durch Agrosprit künftig berücksichtigt und der Einsatz von konventionellen Biokraftstoffen begrenzt werden sollen. Der Gesetzesentwurf geht voraussichtlich im Frühjahr 2014 in die zweite Lesung.
Die EU-Koordination hat ein Factsheet erstellt, in dem Sie die wichtigsten Informationen zu den Verhandlungen und die politischen Positionen nachlesen können. [ih, Quelle: DNR]

 Quelle: DNR, DNR-Factsheet
 Factsheet Biotreibstoffe


18.09.2013

Landnutzung, Landwirtschaft

EU-Rechnungshof: Förderung von Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft nicht effizient

Der Einsatz der EU-Mittel für die Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft ist nur in begrenztem Maße effizient. Das ist das Resümee der Prüfer des Europäischen Rechnungshofes. Ihr Urteil: „Für die Mitgliedstaaten stand oftmals das Bestreben um Ausschöpfung des ihnen zugewiesenen Budgets im Vordergrund und weniger die Bewertung der Angemessenheit der Diversifizierungsprojekte selbst. In einigen Mitgliedstaaten wurden alle beihilfefähigen Projekte ungeachtet der Bewertung ihrer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit finanziert, wenn ausreichende Haushaltsmittel verfügbar waren. Allerdings wurden dann in einer späteren Phase des Förderzeitraums, als die Mittel knapp wurden, bessere Projekte abgelehnt.“

In dem Sonderbericht (SB Nr. 6/2013) mit dem Titel "Haben die Mitgliedstaaten und die Kommission die Mittel für die Maßnahmen zur Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft effizient eingesetzt?" bewertete der EuRH zum einen, „ob die Maßnahmen so ausgestaltet und umgesetzt wurden, dass sie einen wirksamen Beitrag zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen leisteten, und zum anderen, ob die wirksamsten und wirtschaftlichsten Projekte zur Finanzierung ausgewählt wurden“. Darüber hinaus beurteilte der Europäische Rechnungshof, „ob die verfügbaren Begleitungs- und Bewertungsinformationen zuverlässige, vollständige und zeitnahe Angaben über die Wirkungen der Maßnahmen lieferten.“

Die für die Maßnahmen der ländlichen Diversifizierung eingeplanten EU-Ausgaben beliefen sich laut Angaben des Europäischen Rechnungshofes für den Zeitraum 2007-2013 auf 5 Milliarden Euro, zusätzlich sollten von den Mitgliedstaaten 2 Milliarden Euro an nationalen Mitteln bereitgestellt werden.

Die Prüfung des EU-Rechnungshofes bezog sich auf die Zuständigkeiten der Kommission und auf sechs Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Frankreich, Italien, Polen, Schweden und Vereinigtes Königreich).

 EU-Rechnungshof Presseinformation
 EuRH Sonderbericht Nr. 6/2013 (deutsche Fassung)



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EUropa-Info

Ernährung & Umwelt
Produktion und Verarbeitung, Vermarktung und Konsum - das sind die Themenschwerpunkte dieser neuen Spezialausgabe zu Ernährung und die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit.
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Veranstaltungen

Workshop: NATURA2000.WALD: Rechtliche Aspekte und Finanzierung

Datum: 26.01.2015 - 26.01.2015
Ort: 1190 Wien/A, Oktogon am Himmel
Veranstalter: Kuratorium Wald, A-1080 Wien
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 CIPRA International
Internationale Alpenschutzkommission (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) - zur Erhaltung von Natur- und Kulturerbe im Alpenraum
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IUCN, the International Union for Conservation of Nature, helps the world find pragmatic solutions to our most pressing environment and development challenges.

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