Landwirtschaft  

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EU-News

15.04.2015

Landwirtschaft

Einsatz von Neonikotinoiden unvereinbar mit EU-Recht

Die Einschränkung sogenannter Neonikotinoide in der Landwirtschaft muss in der Europäischen Union über den Bienenschutz hinausgehen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratergremiums der nationalen Wissenschaftsakademien der EU-Mitgliedstaaten (EASAC).
Vor allem die Auswirkung der Pflanzengifte auf natürliche Schädlinge, biologische Vielfalt und den Boden müsse auf den Prüfstand.

Die Forscher stellten fest, dass der großflächige Einsatz des chemischen Wirkstoffs im Widerspruch zu EU-Recht steht. So sei das Beizen der Saat mit Neonikotinoiden nicht vereinbar mit den Regeln zum nachhaltigen Pestizideinsatz, der im integrierten Schädlingsmanagement der EU festgeschrieben ist. Außerdem stimme er nicht mit der Biodiversitätspolitik der EU und den Nachhaltigkeitszielen der Gemeinsamen Agrarpolitik überein. Beispielsweise schränke das weit verbreitete Ackergift die Wiederherstellung von Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen ein, die die EU-Agrarreform vorschreibt, heißt es bei der EASAC. 


Neonikotinoide gelten als mitverantwortlich für das EU-weite Bienensterben. Vor zwei Jahren hatte die EU-Kommission drei Substanzen dieser Gruppe verboten. Die Wissenschaftler der EASAC forderten, dass die EU beim Zulassungsverfahren umfassender die Auswirkungen solcher Chemikalien berücksichtigen müsse. Es genüge nicht, die Honigbienen zu schützen, um die Bestäubungsleistung und andere Ökosystemdienstleistungen zu gewährleisten.

Die Autoren der EASAC-Studie wiesen darauf hin, dass die Anzahl anderer Bestäuber in ganz Europa zurückgegangen sei, während die Zahl der Bienenvölker schwanke. 

Dieses Jahr plant die EU-Kommission eine Überprüfung der jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über Neonikotinoide und der damit zusammenhängenden Regelungen. [Quelle, DNR]

 Quelle, DNR: Einsatz von Neonikotinoiden unvereinbar mit EU-Recht
 Zum Bericht der EASAC


11.03.2015

Landwirtschaft, Tierschutz

Youtube: Das eiskalte Geschäft mit der Milch - Filmtage zum Recht auf Nahrung im Topkino

Am 31. März 2015 läuft die Milchquotenregelung der Europäischen Union aus. Die Milchbauern können dann selbstständig über die von ihnen produzierte Menge Milch entscheiden.

Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) zeigt in einem YouTube-Video die Schattenseiten des großen Milchkonsums in Österreich auf.

„Kühe geben nur Milch, wenn sie ein Kind bekommen haben. Um den Milchfluss zu erhalten, wird der Zyklus von Befruchtung und Geburt jedes Jahr wiederholt. Doch was passiert mit diesen Kälbern, insbesondere wenn sie männlich sind und daher nicht dazu geeignet, ihre Mütter in der Milchkuhherde zu ersetzen? Sie werden in den Süden geschickt, auf Tage langen Tiertransporten. 80.000 Tiertransporte pro Jahr, allein aus Österreich. Jeden Sonntag ab 22:00 Uhr beginnt ein LKW im Weinviertel, von Milchbetrieb zu Milchbetrieb zu fahren.“

Das 5-minütige YouTube-Video zeigt die 90-stündige Reise einer dieser Tiertransporte aus Österreich nach Spanien.

Mit dem Thema Milchproduktion beschäftigen sich auch die dieswöchigen Filmtage zum Recht auf Nahrung "Hunger.Macht.Profite.7".

Im März 2015 fällt mit dem EU-weiten Ende der Milchquote, die Milchmengen begrenzt hat, der letzte Schutz für die europäischen Kleinbauern und -bäuerinnen. Ist der Milchmarkt liberalisiert, drohen Überproduktion, Preisverfall und ein Anstieg der 'Megabetriebe'.

Einige Milchbauern und -bäuerinnen wehren sich gegen die Konzentrationswelle auf dem Milchmarkt und setzen auf direkte Vermarktung zu besseren Preisen oder gründen Bauernmolkereien, um sich vom Preisdiktat zu lösen.

Die Filmtage zum Recht auf Nahrung "Hunger.Macht.Profite.7" finden vom 12. bis 15. März im Topkino in Wien statt.

 YouTube: Das eiskalte Geschäft mit der Milch
 Hunger.Macht.Profite.7


04.03.2015

Landwirtschaft

Österreichischer Waldbericht 2015

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) hat den Österreichischen Waldbericht 2015 veröffentlicht. Der Waldbericht ist eine Bestandsaufnahme über den Zustand des österreichischen Waldes und eine Analyse über die Entwicklung des Waldes in den letzten Jahren.

Die meisten Tendenzen sind laut Angaben des BMLFUW „positiv und unterstreichen die Nachhaltigkeit, mit der die Waldflächen multifunktional bewirtschaftet werden.
So zeigt sich, dass die Waldflächen in Österreich, wie schon in den letzten Jahrzehnten, weiter ansteigen.“

„Seit den 60er Jahren wächst jährlich mehr Holz im Wald nach als wirtschaftlich genutzt wird. Damit ist der Wald ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn der holzbasierte Sektor trug 2012 mit 5 Milliarden Euro und einem Außenhandelsüberschuss von 3,69 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung Österreichs bei. Die Verwendung des Rohstoffes Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung wirkt sich überdies positiv auf den Klimaschutz aus und ist eine tragende Säule der Green Economy.“

Weiters steigt der Anteil geschützter Wälder in Österreich stetig an, berichtet das BMLFUW, und auch der Flächenanteil von Wald mit Schutzfunktion wird ebenfalls stetig höher. Der Österreichische Walbericht 2015 steht auf der Webseite des BMLFUW als Download gratis zur Verfügung.

 BMLFUW Publikation: Österreichischer Waldbericht 2015


04.03.2015

Landwirtschaft, Umweltrecht

EU-Rechnungshofbericht: Förderungen zur Entwicklung des ländlichen Raumes - nationale Kontrollbehörden versagen

Die Komplexität der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes und die schwachen Kontrollsysteme
der Mitgliedstaaten sind die wichtigsten Ursachen für die hohe Fehlerquote bei den Ausgaben. Das ist das Resultat einer Sonderprüfung des Europäischen Rechnungshofes (EuRH).

In einem am 17. Februar 2015 vom EuRH veröffentlichten Sonderbericht wird festgestellt, „dass die meisten Fehler im Bereich der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums auf Verstöße gegen Bedingungen zurückzuführen sind, die auf Ebene der Mitgliedstaaten festgelegt wurden. Die Kontrollbehörden der Mitgliedstaaten hätten die meisten Fehler bei Investitionsmaßnahmen im Bereich der Entwicklung des ländlichen Raums aufdecken und korrigieren können und sollen. Die mitgliedstaatlichen Kontrollsysteme sind mangelhaft, da die Kontrollen nicht umfassend sind und auf unzureichenden Informationen basieren.“

Die Fehlerquote wurde vom EuRH in der Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung des Sonderberichtes als „unannehmbar hoch“ bezeichnet. „Nach Schätzungen der Prüfer belief sich die durchschnittliche Fehlerquote bei den Ausgaben zur Entwicklung des ländlichen Raums in den drei Jahren von 2011-2013 auf 8,2%, was die Wesentlichkeitsschwelle um mehr als das Vierfache übersteigt. Auf Investitionsmaßnahmen (in erster Linie Zuschüsse für den Erwerb von Maschinen für die Landwirtschaft und die Lebensmittelverarbeitung) entfielen zwei Drittel dieser Fehlerquote, und auf "flächenbezogene" Beihilfen (einschließlich Ausgleichszahlungen für zusätzliche Kosten, die bei Anwendung umweltfreundlicherer Produktionsverfahren entstehen) entfiel ein Drittel.“

„Die EU-Prüfer gelangten zu dem Ergebnis, dass den Behörden der Mitgliedstaaten in Bezug auf Investitionsmaßnahmen die für die Aufdeckung und Beseitigung der Fehler erforderlichen Informationen zur Verfügung standen, diese jedoch in vielen Fällen nicht genutzt oder nicht angefordert wurden. Die Prüfer stellten fest, dass nur 16% der Fehlerquote aus der Nichteinhaltung von direkt in den Verordnungen der EU enthaltenen Bestimmungen resultierten, während der größte Anteil der Fehlerquote - 84% - auf Verstöße gegen Bedingungen zurückzuführen war, die auf Ebene der Mitgliedstaaten festgelegt wurden.“

Der EuRH empfiehlt unter anderem, dass die Kommission „die Durchführung der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum genau überwachen und bei ihren Konformitätsprüfungen die geltenden Regeln einschließlich der auf nationaler Ebene verabschiedeten relevanten Vorschriften – berücksichtigen“ sollen, um das Risiko einer Wiederholung der Mängel und Fehler zu verringern.

 EuRH Pressemitteilung
 Special report no 23/2014: Errors in rural development spending: what are the causes, and how are they being addressed?


04.03.2015

Konsumentenschutz, Landwirtschaft

Diskussion über Umweltrisiken von Tiermedikamenten

In Brüssel erörterten am 3. März 2015 ExpertInnen neue Ansätze für eine effektive Umweltrisikobewertung von Tierarzneimitteln. Die Initiatoren der Veranstaltung sind das deutsche Umweltbundesamt (UBA) und die finnische Behörde für Sicherheit und Chemikalien TUKES.

Derzeit wird das europäische Tierarzneimittelgesetz überarbeitet. Das sogenannte EU-Tierarzneimittelpaket besteht aus drei Verordnungsvorschlägen der EU-Kommission. Das Europäische Parlament wird sich im Lauf dieses Jahres mit den Vorschlägen auseinandersetzen.
Der Schattenberichterstatter im Umweltausschuss des EU-Parlaments Martin Häusling kündigte an, er werde besonderes Augenmerk darauf legen, wie der Einsatz von Antibiotika geregelt wird. Denn, so Häusling, momentan würden Antibiotika in der Human- und in der Tiermedizin viel zu oft und falsch eingesetzt - mit verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf die Umwelt. 



Auch das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN Germany sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf an den derzeitigen Verordnungsentwürfen. "Tierarzneimittel sind ein ungelöstes Umweltproblem mit Langzeitfolgen", mahnte Susan Haffmans von PAN Germany. Es gäbe bereits praktikable Vorschläge, wie sich ein besserer Schutz der Umwelt vor Tierarzneimittelbelastungen realisieren ließe. Dazu gehören etwa Vorgaben für die Tierhaltung, damit Tiere so gehalten werden, dass sie gesund aufwachsen können, oder Verschärfungen der Tierarzneimittelzulassung. Zudem sei eine Umweltprüfung von Altarzneimitteln nötig, ein verpflichtendes Umweltmonitoring für zugelassene Arzneimittel und eine klare Vorgabe zur Offenlegung der Anwendungsdaten für alle Tierarzneimittel, so Haffmans weiter. [Quelle, DNR]

 Quelle: Website DNR
 TUKES
 
UBA
 PAN Germany zu Tierarzneimitteln in der Umwelt
 Häusling zu EU-Tierarzneimittelpaket



25.02.2015

Landwirtschaft

Eurostat veröffentlicht aktuelle Zahlen zur Landwirtschaft in der Europäischen Union

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, hat aktuelle Zahlen zur Landwirtschaft in der EU veröffentlicht.

Die Ausgabe 2014 der „Statistischen Veröffentlichung
zu Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei“ ist in sieben Kapitel gegliedert und enthält Fakten und Zahlen über die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung und die Agrarpreise, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Landwirtschaft und Umwelt sowie Forstwirtschaft und Fischerei. „Da das Jahr 2014 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft erklärt worden war, liegen besondere Schwerpunkte des Buchs auf der familienbezogenen Landwirtschaft in der EU und einer Analyse der Änderungen in landwirtschaftlichen Betrieben über einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren.“

Rumänien verzeichnet den höchsten Anteil an pflanzlicher Erzeugung, Irland an tierischer Erzeugung. Auf Frankreich und Deutschland entfallen fast 40% der Getreideproduktion in der EU. Ein Viertel des Schweinefleischs wird in Deutschland erzeugt. Mit einer Produktion von 5,5 Millionen Tonnen – das entspricht 25% der EU-Gesamterzeugung – war Deutschland 2013 der größte Erzeuger von Schweinefleisch in der Europäischen Union, gefolgt von Spanien (3,4 Mio. t bzw. 16%). Frankreich war der größte Erzeuger von Rindfleisch (1,4 Mio. t bzw. 19% der EU-Gesamterzeugung). Frankreich war 2013 auch der größte Erzeuger von Geflügelfleisch und lag dabei knapp vor dem Vereinigten Königreich und Polen (jeweils rund 1,7 Mio. t). Auf diese drei Mitgliedstaaten entfielen 40% der gesamten EU-Erzeugung von Geflügelfleisch. Bei Kuhmilch waren Deutschland (31,3 Mio. t bzw. 20% der EU-Gesamterzeugung) und Frankreich (24,4 Mio. t bzw. 16%) im Jahr 2013 mit Abstand die größten Hersteller in der Europäischen Union.

Die Ausgabe 2014 der „Statistischen Veröffentlichung
zu Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei“ steht in englischer Sprache als Download zur Verfügung.

 Eurostat Pressemitteilung
 Statistischen Veröffentlichung zu Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (2014, en)


25.02.2015

Landwirtschaft

Neues Gütesiegel für nachhaltigen österreichischen Wein

„Der Weinbau ist aufgrund der eingesetzten Pflanzenschutzmittel und Dünger, wegen des Energie- und Wasseraufwandes sowie aufgrund des Transportes eine sehr intensive Form der Landwirtschaft“, schreibt die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) in einer Pressemitteilung. „Zudem reagiert der Weinbau sensibel auf veränderte Wetterverhältnisse, wie lange Dürre- oder Regenperioden, die durch den Klimawandel verstärkt werden.“

Diesem Umstand Rechnung tragend entwickelte der Österreichische Weinbauverband in einem mehrjährigen Projekt ein Online-Tool für die Messung nachhaltiger Arbeitsweise der österreichischen Weinbranche. Damit können die WinzerInnen eine Eigenbewertung durchführen und in einem weiteren Schritt ab Frühjahr 2015 eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung beantragen. Zertifizierte Betriebe können dann auf Wunsch am Etikett die Angabe "zertifziert nachhaltig" mit der Betriebsnummer angeben.

„Gemeinsam mit Fachexperten und in mehreren Stufen wurden in unterschiedlichen Prozessen (Traubenproduktion, Weinerzeugung, Weingartenanlage, Soziales und Ökonomie) Qualitätsziele definiert und Maßnahmen zur nachhaltigen Umsetzung erarbeitet. Die Eingaben in den je nach Betrieb vorhandenen Bereichen (Traubenproduktion, Weinproduktion, Weingartenanlage) werden automatisch nach einem bestimmten Schlüssel bewertet. Das heißt, dass Maßnahmen die nur einen geringen Beitrag zur Nachhaltigkeit haben, eine geringere Wertigkeit bekommen, während etwa die Umstellung beim Flaschenglas auf Leichtglas einen großen Schritt bedeutet. 
Sind alle Punkte ausgefüllt, wird das Ergebnis in Form eines Diagramms ausgegeben Der schwarze Punkt markiert den aktuellen Wert in dieser Kategorie. Je weiter außen der Punkt liegt, desto nachhaltiger wird in diesem Bereich gewirtschaftet. Der rote Bereich zeigt deutliches Verbesserungspotenzial an, der grüne Bereich überdurchschnittliche Nachhaltigkeit. Das System wirft somit keine konkreten Zahlen aus, sondern einen Relativbezug. Damit ist für WinzerInnen ersichtlich, wie weit sie von einem optimal wirtschaftenden Betrieb entfernt sind und welche Verbesserungen mit diversen Maßnahmen erreicht werden können.“

 Österreich Wein Marketing GmbH Pressemitteilung
 Nachhaltig Austria – Zertifizierungsprogramm Wein


18.02.2015

Landwirtschaft

BMLFUW-Publikation: Biologische Landwirtschaft

Eine neue Publikation des Umweltministeriums widmet sich der biologischen Landwirtschaft. Diese „bietet Lösungen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Landwirtschaft. Der ganzheitliche, besonders naturbetonte Ansatz der biologischen Landwirtschaft trägt auch zum Schutz von Klima und Umwelt bei. Im Ausland sind einheimische Bioprodukte ein Aushängeschild für österreichische Qualität. Österreich übernimmt dabei europaweit eine Vorreiterrolle, die es auch langfristig weiter auszubauen gilt. Die vorliegende Broschüre erklärt unter anderem, wie die biologische Landwirtschaft funktioniert, was sie auszeichnet, wie man Bioprodukte erkennt und wie diese kontrolliert werden.“

Die Broschüre „Biologische Landwirtschaft“ steht auf der Webseite des Umweltministeriums gratis als Download zur Verfügung.

 BMLFUW-Publikation: Biologische Landwirtschaft


18.02.2015

Landwirtschaft

Grünes Licht für weitere 18 Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums

Am 13. Februar 2015 hat die Europäische Kommission weitere 18 Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums genehmigt, die zum Ziel haben, „bis 2020 die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Agrarsektors zu verbessern, zum Landschafts- und Klimaschutz beizutragen sowie das Wirtschafts- und Sozialgefüge ländlicher Gemeinden zu stärken“. Es wurden Programme aus folgenden Ländern gefördert: Belgien, Deutschland, Estland, Spanien, Finnland, Frankreich, Litauen, Lettland, Niederlande, Portugal, Slowenien, Slowakei, Vereinigtes Königreich.

Die 18 Programme aus diesen Ländern werden mit insgesamt 14,3 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt sowie zusätzlich auf nationaler bzw. regionaler Ebene mit öffentlichen Mitteln und aus privaten Quellen unterstützt. Mit den neun im Dezember 2014 genehmigten Programmen sind jetzt insgesamt 27 Programme angenommen worden (Gesamtzahl: 118 Programme), so dass das Fördervolumen der bereits genehmigten Programme jetzt 35 Milliarden Euro (etwa 36 % des gesamten Mittelansatzes) beträgt.

 EU-Kommission Pressemitteilung


11.02.2015

Landwirtschaft

Studie: Landwirtschaft ist zweitgrößter Treibhausgas-Emittent

„Die Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft übersteigen inzwischen die Emissionen aus der Rodung von Wäldern und anderen direkten Landnutzungsänderungen. Die Landwirtschaft ist damit nach dem Energiesektor die zweitgrößte anthropogene Treibhausgasquelle. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler in einer im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlichten Studie unter der Leitung der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen“, berichtet die Internetplattform „Klimaretter“.

„Für die Studie haben die Wissenschaftler drei verschiedene Datensätze ausgewertet: Während die Emissionen aus Entwaldung seit einiger Zeit rückläufig sind, zeigt der Trend bei den Emissionen aus der Landwirtschaft klar nach oben. Im Jahr 2012 war die Entwaldung für den Ausstoß von 4,8 Gigatonnen CO2-Äquivalent verantwortlich, die Landwirtschaft dagegen für 5,4 Gigatonnen – bei einem Gesamtausstoß von rund 54 Gigatonnen im Jahr 2012. Insgesamt sind die Emissionen der Landwirtschaft seit 1990 um 13 Prozent angestiegen. Das führen die Forscher vor allem auf den wachsenden Fleischhunger der Welt zurück. Die Wissenschaftler fordern deshalb, den landwirtschaftlichen Sektor bei den UN-Klimaverhandlungen stärker zu berücksichtigen.“

 Klimaretter: Landwirtschaft ist zweitgrößter Emittent
 Global Change Biology: Zusammenfassung Studie (Englisch)



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Factsheets

DNR-Factsheet Biosprit
Richtlinie zur Änderung der Erneuerbare-Energie- und Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU-Kommission zur Minimierung der negativen Auswirkungen der Biokraftstoffe.
 Download Factsheet "DNR-Factsheet Biosprit " (pdf, 489 Kb)
Das 7. Umweltaktionsprogramm
Dieses Factsheet informiert Sie über die zentralen Themen des 7. Umweltaktionsprogrammes mit Links zu den Dokumenten.
 Download Factsheet "Das 7. Umweltaktionsprogramm" (pdf, 414 Kb)
Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)
Das Factsheet des Deutschen Naturschutzrings beinhaltet wichtige Informationen und Quellen sowie AnsprechpartnerInnen im Bezug auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
 Download Factsheet "Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)" (pdf, 86 Kb)
Was ist das EU Umweltzeichen und nach welchen Kriterien wird es vergeben?
Dieses Factsheet des European Environmental Bureaus (en) informiert rund um das EU Eco-Label. Es geht unter anderem den Fragen nach: Welche Kriterien müssen eingehalten werden? Wie bekommt eine Produkt diese Auszeichnung? Worin besteht der Unterschied zu anderen Biogütesiegeln?
 Download Factsheet "Was ist das EU Umweltzeichen und nach welchen Kriterien wird es vergeben?" (pdf, 123 Kb)

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EUropa-Info

TTIP & Umwelt
Seit Juni 2013 verhandeln die USA und die EU über die Entstehung eines gemeinsamen Binnenmarktes. In dieser Ausgabe wird vesucht, die Komplexität und Vielschichtigkeit des Transatlantischen Handelsabkommens aus der Sicht von ExpertInnen, WissenschafterInnen und PolitikerInnen zu durchleuchten, um den LeserInnen ein wenig Aufklärung über TTIP anzubieten.
 Download PDF
Ernährung & Umwelt
Produktion und Verarbeitung, Vermarktung und Konsum - das sind die Themenschwerpunkte dieser neuen Spezialausgabe zu Ernährung und die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit.
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Umwelt & Geld
Interessante Beiträge über grüne Veranlagungen und grüne Investitionspolitik zeigen Wege auf, wie in Zukunft Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Produktion und Gesellschaft forciert werden kann.
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EU-Förderungen für die Umwelt
Diese Ausgabe befasst sich mit den verschiedenen EU-Förderprogrammen für Natur und Umwelt. Ein Leitfaden mit allen wichtigen Kontaktadressen und Linktipps.
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Klimawandel & Sicherheit
Die Sicherheit der Lebensgrundlagen aller Menschen sollte uns ein großes Anliegen sein, denn die Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebenssituation anderer Menschen werden uns in Zukunft beschäftigen, dies machen die Beiträge unser Autorinnen und Autoren deutlich.
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Dossiers

Genetically modified organisms GMOs: possibility for the Member States to restrict or prohibit the cultivation of GMOs in their territory. Amending Directive 2001/18/EC 1998/0072(COD)
Stand des Gesetzgebungsverfahrens

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Veranstaltungen

International Scientific Conference: Our Common Future Under Climate Change

Datum: 07.07.2015 - 10.07.2015
Ort: 75007 Paris/F, UNESCO Headquarter, 7 Place de Fontenoy
Veranstalter: Conference CFCC-2015, Université Pierre et Marie Curie (UPMC), F-75252 Paris
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3rd International Conference "Agriculture and Food"

Datum: 01.06.2015 - 05.06.2015
Ort: 8000 Burgas/BUL, Elenite Holiday Village
Veranstalter: International Scientific Events, Burgas, BUL-8000
 Details anzeigen
ETIAtalks Podiumsdiskussion "TTIP and GMOs: Resource Recolution or Unnecessary Evil?"

Datum: 30.04.2015 - 30.04.2015
Ort: 1040 Wien/A, Diplomatische Akademie Wien
Veranstalter: ETIA Environmental Technology and International Affairs
 Details anzeigen

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Links

 BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Das "Lebensministerium" informiert über Land, Forst, Umwelt und Wasser ebenso wie Lebensmittel, Bundesgärten und die Spanische Reitschule
 CIPRA International
Internationale Alpenschutzkommission (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) - zur Erhaltung von Natur- und Kulturerbe im Alpenraum
 Die LINKE.Ökologische Plattform
Deutsche Plattform für eine ökologische, nachhaltige Zukunft
 EEA - Europäische Umweltagentur
Europas Tor zur Umweltinformation
 EEB - European Environmental Bureau
Dachverband für Umweltorganisationen in Europa mit Sitz in Brüssel
 ENDS Europe Daily
Europe´s Environmental News Service: täglicher Nachrichtendienst für umweltrelevante Themen - mit Schwerpunkt Europäische Union (kostenpflichtig)
 EU-Infothek
EU-Infothek ist eine unabhängige private Initiative ohne politischen Hintergrund. Sie macht durch regelmäßige Informationen die Förderungspolitik transparent und durchleuchtet Projekte kritisch. Ein Team von erfahrenen Journalisten sammelt Informationen, führt Interviews und stellt Recherchen an, um der interessierten Öffentlichkeit einen objektiven, und sachlichen Über- und Einblick in das weite Land der Förderungspolitik zu geben.
 EU-Koordination des DNR
EU-Umweltnachrichten und wöchentlicher Newsletter vom Deutschen Naturschutzring DNR
 IUCN
IUCN, the International Union for Conservation of Nature, helps the world find pragmatic solutions to our most pressing environment and development challenges.
 Ökosoziales Forum Österreich
... weist den Weg in die Ökosoziale Marktwirtschaft
 Umweltdachverband
Lobby, Netzwerk und Servicestelle für Natur- und Umweltschutz mit 34 Mitgliedsorganisationen
 Umweltseiten Lebensministerium
Direkter Einstieg zu den Umweltseiten im BMLFUW

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