Natur und Biodiversität  

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EU-News

27.05.2015

Natur und Biodiversität

EU-Bericht: Zustand der Natur – Schutzmaßnahmen brauchen bessere Umsetzung

Die Mehrheit der Vogelarten ist in einem guten Zustand und viele Tier- und Pflanzenarten erholen sich. Allerdings sind noch größere Anstrengungen nötig, um den Zustand von Europas Natur maßgeblich zu verbessern. Das geht aus dem im Mai 2015 veröffentlichten Bericht zum Zustand der Natur der EU-Kommission hervor.

Laut Bericht haben mehr als die Hälfte der Vogelarten einen sicheren Schutzstatus. Fast ein Viertel der anderen Arten, die unter der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, entwickeln sich positiv. 60 Prozent hingegen entwickeln sich negativ. Habitate weisen insgesamt einen schlechteren Schutzstandard auf als Arten - nur bei 16 Prozent wurde der Schutzstatus positiv bewertet. Die höchste Bedrohung für Lebensräume geht laut Bericht von durch Menschen verursachten Veränderungen der Gebiete aus, wie beispielsweise landwirtschaftlichen Nutzungspraktiken.

Umweltverbände sehen in dem Report den Beweis, dass Schutzmaßnahmen erfolgreich sind, wenn sie ambitioniert umgesetzt werden, und kritisieren vor allem deren mangelhafte Durchführung. "Der Bericht zeigt einmal mehr, dass Umweltgesetzgebung funktioniert, wenn sie ernsthaft umgesetzt wird, und dass sie mehr denn je gebraucht wird", sagte Pieter de Pous vom European Environmental Bureau (EEB).

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rief EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf, die Bemühungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Europa zu intensivieren. "Um Lebensqualität, natürliche Ressourcen und Artenvielfalt wirksam zu sichern, braucht es in Deutschland und in ganz Europa ein Sofortprogramm, das bis 2020 konkrete Artenschutzerfolge bewirkt", forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Der Bericht ist ein erster Teil der Prüfung der EU-Naturschutzrichtlinien der EU-Kommission. Derzeit läuft dazu auch eine Konsultation der Kommission. Diese hat von Juncker den Auftrag erhalten, im Zuge des REFIT-Programms die Wirksamkeit, Effizienz, Kohärenz und Relevanz der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie für die EU-Mitgliedstaaten zu überprüfen und eventuell sogar zu verschmelzen. Deswegen startete vor Kurzem ein Bündnis aus 100 europäischen Umweltschutzverbänden eine Online-Kampagne unter dem Motto „NatureAlert“ zum Erhalt der Richtlinien. Auf der Website www.naturealert.eu können BürgerInnen Stimmen für einen starken Naturschutz in Europa abgeben. [ih, Quelle, DNR]

 Quelle, DNR: Schutzmaßnahmen brauchen bessere Umsetzung
 EU-Kommission Pressemitteilung
 Stellungnahme EEB
 Stellungnahme BUND
 Nature Alert Kampagne


13.05.2015

Natur und Biodiversität, Tierschutz, Umweltrecht

Machen Sie mit bei der europaweiten Kampagne gegen eine Aufweichung des EU-Naturschutzrechts!

Zwei weltweit wegweisende Regelungen für den Natur- und Artenschutz in der Europäischen Union stehen bis zum 24. Juli auf dem Prüfstand der europäischen Öffentlichkeit: 1979 bzw. 1992 erlassen, um die biologische Vielfalt Europas zu bewahren, sollen die beiden wichtigsten EU-Rechtsgrundlagen für den Natur- und Artenschutz, die Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, einen „Fitness-Check“ durchlaufen – mit möglicherweise fatalen Folgen für bedrohte Arten und Lebensräume von EU-Bedeutung, auch in Österreich.

„Wir befürchten, dass die Erfolge des Naturschutzes rückgängig gemacht werden und künftig Eingriffe in Schutzgebiete wieder leichter möglich sind“, warnen die VertreterInnen von WWF, Umweltdachverband, Österreichischer Alpenverein, BirdLife und Naturschutzbund Österreich heute in Wien.

Die Organisationen rufen alle ÖsterreicherInnen dazu auf, sich in den kommenden Wochen online an der EU-Konsultation zu beteiligen und sich gegen die Aufweichung des Naturschutzrechts in den EU-Ländern zu engagieren.

Fest steht, dass sich der Zustand der Lebensräume und Arten in den letzten Jahren in vielen Gebieten verschlechtert statt verbessert hat – im Durchschnitt sind 60 Prozent der Arten und 77 Prozent der Habitate von gesamteuropäischer Bedeutung immer noch bedroht. „Wir befürchten, dass durch eine Aufweichung der EU-Naturschutzrichtlinien Arten wie Biber, Wolf und Kaiseradler, die beinahe ausgestorben waren und sich endlich erholt haben, ihren strengen Schutzstatus verlieren. Die Überprüfung der Naturschutzrichtlinien darf nicht als Vorwand dafür dienen, die Gesetze, die alle 28 EU-Staaten zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume verpflichten, aufzuweichen“, erklärt Beate Striebel, stellvertretende Geschäftsführerin des WWF Österreich.

„Für den Umweltdachverband sind die beiden Naturschutzrichtlinien der EU eine bedeutende Errungenschaft im Einsatz für hohe europäische Naturschutzstandards. Trotz teils schleppender Umsetzung von Natura 2000 in Österreich zeigen die europäischen Naturschutzrichtlinien Erfolge und Wirkung“, erklärt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. Allgemein gesehen schneidet Österreich insbesondere bei der Umsetzung der Naturschutzrichtlinien aber schlecht ab, was u. a. auch die zahlreichen (teilweise noch) anhängigen Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich beweisen. Als kontraproduktiv bezüglich einer effektiven Umsetzung haben sich die uneinheitliche Vorgehensweise und mangelnde Abstimmung der Bundesländer ausgewirkt. Die schnellstmögliche Umsetzung des gesamten Natura 2000-Netzwerkes in Österreich muss deshalb jetzt oberste Priorität haben. Nicht zuletzt auch, um die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie 2020 und der neuen österreichischen Biodiversitätsstrategie 2020+ zu erreichen. „Mit etwas gutem Willen kann die österreichische Natura 2000-Gebietskulisse innerhalb eines Jahres stehen. Und dann gilt es, mit Programmen und Projekten gemeinsam mit der Land- und Forstwirtschaft mit Hochdruck an der Erhaltung und Verbesserung der Schutzgüter zu arbeiten. Dies ist viel wichtiger als eine mehr als fragwürdige Überarbeitung des EU-Naturschutzrechts“, so Maier.

Der Österreichische Alpenverein, als Naturschutzorganisation, aber auch als größter Grundeigentümer im Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern betont seit langem, dass Natura 2000 sowohl wirtschaftlich als auch sozial positive Effekte in den Regionen haben kann und für die Erhaltung des Schutzguts trotz allfälliger Nutzung sorgt. „So hat etwa eine Studie gezeigt, dass durch das Natura 2000-Gebiet Karwendel eine regionale Wertschöpfung von 3,3 Millionen Euro und Beschäftigungseffekte von 86 Personenjahren entstanden ist“, betont Liliana Dagostin, Leiterin der Abteilung Raumplanung-Naturschutz des Österreichischen Alpenvereins.

Obwohl es bei der Umsetzung der Vogelschutz-Richtlinie in Österreich teils noch eklatante Mängel gibt, hat sich diese bereits jetzt sehr positiv ausgewirkt: Die Populationen der Brutvögel, die durch den Anhang I der Richtlinie geschützt sind, haben sich deutlich besser entwickelt als die der nicht geschützten Vögel. Dazu zählen z. B. der Seeadler oder auch der Kaiseradler, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen wurden. „Gäbe es kein EU-Naturschutzrecht, wäre der Triel, der nur mehr an zwei Brutstätten in Österreich zu finden ist, schon ausgestorben. Auch international gefährdete Arten wie der Wanderfalke, die Weißkopfruderente oder der Krauskopfpelikan konnten vor dem Aussterben bewahrt werden. Die rasche Komplettierung des europäischen Schutzgebietsnetzwerks ist essenziell, denn: Zugvögel und andere Tiere sowie Pflanzen kennen keine Staatsgrenzen – je dichter die Vernetzung, desto besser der Schutz unserer wertvollen Fauna und Flora“, stellt Christof Kuhn von BirdLife Österreich fest.

„Förderinstrumente der EU, die zur Umsetzung der Naturschutz-Richtlinien dienen, haben bereits etliche Projekte, besonders in Natura 2000-Gebieten, ermöglicht. Alleine durch LIFE-Mittel sind seit 1996 159 Mio. Euro in den Naturschutz geflossen. Rund 70 Mio. Euro (44 %) der Mittel wurden von der EU kofinanziert, rund 89 Mio. Euro (56 %) stammen aus nationalen Mitteln. Die Mehrheit der über LIFE geförderten Projekte wurde für die Erhaltung natürlicher Lebensräume an Fließgewässern und Wäldern aufgewendet. Etwa ein Fünftel der Projekte war dem Schutz von Mooren gewidmet. Etliche Einzelprojekte zum Schutz besonderer Tierarten wie Bartgeier, Fischotter oder Huchen sind Erfolgsgeschichten für den Naturschutz. Die gute Kooperation von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Wasserbau, Wildbach- und Lawinenverbauung, Fischerei oder Tourismus trug wesentlich zum Gelingen dieser Projekte bei“, sagt Walter Hödl, Vizepräsident des Naturschutzbundes Österreich.

„Wir fordern die Bundesländer auf, sich in dieser Sache zu positionieren und sich auch gegenüber der EU-Kommission klar und mit Engagement für ein Weiterbestehen des Natura 2000-Regelsystems einzusetzen. Es braucht Mittel und Ernsthaftigkeit für die Umsetzung von Natura 2000 anstelle der Aufweichung eines funktionierenden und sinnvollen Regelwerkes“, so die NGOs abschließend.

 Umweltdachverband: Pressemitteilung
 Onlinekonsultation
 Der Standard: EU unterzieht Naturschutz einem Fitness-Check


06.05.2015

Natur und Biodiversität

Malta erlaubt weiterhin den Abschuss von Zugvögeln

Malta ist das einzige EU-Mitgliedsland, das den Abschuss von Vögeln im Frühjahr per Ausnahmegenehmigung erlaubt. Doch die Unterstützung für die Jagd schwindet. Bei einem Referendum im April stimmte nur eine hauchdünne Mehrheit der Malteser dafür.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) wertet das Ergebnis der Volksabstimmung zur Frühjahrsjagd auf Zugvögel in Malta als Zeichen, dass die Jagdlobby in dem Mittelmeerstaat an Boden verliert. Danach hat sich eine hauchdünne Mehrheit von 50,4% aller Wahlberechtigten für die Beibehaltung der Frühjahrsjagd auf Zugvögel ausgesprochen. Bei hoher Wahlbeteiligung hatten nur 2200 Stimmen gefehlt, um der Initiative einer Koalition aus Nichtregierungsorganisationen zum Erfolg zu verhelfen, die ein Ende der nationalen Ausnahmeregelung forderte, die maltesischen Jäger den Abschuss von Turteltauben und Wachteln während des Frühjahrzuges nach Europa erlaubt.

Den Ausschlag hätte laut NABU die Unterstützung der Regierungspartei für die Fortführung der Jagd gegeben, die gleichzeitig versprach, in Zukunft härter gegen den weit verbreiteten illegalen Abschuss geschützter Arten vorzugehen. Der NABU lehnt die Jagd auf Vögel im Frühjahr strikt ab, weil dabei die Elternvögel geschossen werden, die den Winter bereits überlebt haben und in wenigen Wochen zur Brut schreiten würden.

Zu einem generellen Verbot der Frühjahrsjagd haben sich auch die Mitgliedstaaten der EU mit der Vogelschutzrichtlinie verpflichtet. Nur im Ausnahmefall kann ein Mitgliedsstaat wie Malta die Jagd auf Zugvögel auf dem Frühjahrszug erlauben. Dazu muss sichergestellt sein, dass nur geringe Mengen bestimmter Arten unter streng kontrollierten Bedingungen geschossen werden. Ein jährlicher Bericht über die Einhaltung dieser Bedingungen muss der EU-Kommission vorgelegt werden.

Bei 11.000 offiziell im Frühjahr zu schießenden Turteltauben kann jedoch von "geringen Mengen" keineswegs die Rede sein, kritisiert der NABU. "Da zudem die Kontrolle der Abschusszahlen nicht funktioniert, muss darüber hinaus damit gerechnet werden, dass in Wirklichkeit wesentlich mehr Turteltauben geschossen werden."

Der NABU sieht daher die strengen Ausnahmebedingungen der Vogelschutzrichtlinie in diesem Fall nicht erfüllt, und fordert deshalb EU-Umweltkommissar Karmenu Vella auf, "die von Malta beanspruchte Ausnahmeregelung zu kassieren, da sie EU-Recht widerspricht".

 NABU: Malta weiterhin gefährlich für Zugvögel


29.04.2015

Natur und Biodiversität

EU-Parlament stimmt für neue Waldstrategie

Über ein Drittel der Landfläche Europas ist Wald, 3,5 Millionen Menschen arbeiten in Industrien, für die Holz gebraucht wird, und 46,8 % der erneuerbaren Energie wird aus Holz gewonnen. Das Plenum des EU-Parlaments stimmte gestern, Dienstag, über eine neue EU-Waldstrategie ab. Diese wurde mit 566 Stimmen angenommen, es gab 66 Gegenstimmen und 45 Enthaltungen.

Das Parlament betont in seiner Position, dass der Forstwirtschaft in europäischen Strategien mehr Bedeutung zugemessen werden müsse. Energie- sowie Umweltpolitik wirkten sich auf Waldflächen aus. Die neue Strategie soll auch Lösungsansätze für grenzüberschreitende Herausforderungen wie Waldfeuer, Klimawandel, Naturkatastrophen und die Invasion fremder Arten bieten. Außerdem soll es weniger Bürokratie für Waldbesitzer und Forstwirte geben.

 EU-Parlament Pressemitteilung
 Infografik zur neuen EU-Waldstrategie


22.04.2015

Natur und Biodiversität

BMLFUW-Workshop für LIFE+-Anträge

LIFE+ ist das Umweltfinanzierungsinstrument der Europäischen Union. Die Ausschreibung für dieses Jahr soll am 1. Juni 2015 erfolgen. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) lädt daher zu einem Workshop für potentielle AntragstellerInnen ein.

Der Workshop findet am 16. Juni 2015 im Bundesministerium in Wien statt. Der Versand der Einladungen mit dem genauen Programm erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Ansprechpartnerin für diesen Workshop des BMLFUW ist DI.in Dr.in Margareta Stubenrauch.

 BMLFUW: Informationen zu LIFE+


22.04.2015

Natur und Biodiversität

Natura-2000-Award: Österreichisches Projekt unter den Finalisten – jetzt abstimmen

Ein österreichisches Projekt ist unter den Finalisten für den diesjährigen Natura-2000-Award. Bis zum 6. Mai 2015 können sich EU-BürgerInnen noch an der Abstimmung beteiligen. Der Umweltdachverband bittet um zahlreiche Beteiligung an der Abstimmung.

Im Projekt "Komm-Natura" erstellt ein Team aus Umweltdachverband, Suske Consulting und Büro LACON Kommunikationshilfen für Akteure in Natura 2000-Gebieten, die im Rahmen des Gebietsmanagements involviert sind. „Wir möchten mit unserer Energie und Erfahrung vor allem dazu beitragen, die alltäglichen Kommunikationsprozesse im Schutzgebietsmanagement zu erleichtern und die allgemeine Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen und Natura 2000 zu fördern.“

 Natura-2000-Award 2015: Abstimmung für die Projekte


08.04.2015

Nachhaltigkeit und Ressourcen, Natur und Biodiversität

EEB-Publikation: Metamorphosis – März 2015

Das European Environmental Bureau (EEB) hat eine neue Ausgabe der Zeitschrift Metamorphosis veröffentlicht. Die Ausagabe vom März 2015 steht auf der Webseite des EEB online zur Verfügung. Alle Artikel wurden in englischer Sprache veröffentlicht.

In der neuesten Ausgabe finden Sie Artikel über Energieeffizienz und Biokraftstoffe sowie Informationen über das Forschungsprojekt EJOLT – Umweltgerechtigkeitsatlas. Auch über neue Entwicklungen in Bezug auf das Umweltrecht wird berichtet sowie über ein Projekt zur Rettung der Wölfe in Schweden.

 EEB-Publikation: Metamorphosis – März 2015


25.03.2015

Natur und Biodiversität

Wien Marathon-Fundraising: Running for Orcas

Ein Team von LäuferInnen der Agentur Shifting Values wird am Wien Marathon 2015 ihr sportliches Engagement mit einer Fundraisingkampagne für bedrohte Orcas in Russland verbinden. Mit dem Projekt wird die wissenschaftliche Arbeit von StudentInnen des Far East Russia Orca Projects (FEROP) und ihren Schutzbemühungen für Orcas und andere Meeressäuger in Gewässern in Ostrussland unterstützt.

Die LäuferInnen nehmen für das Projekt „Running for Orcas“ am 12. April 2015 am Wien-Marathon teil, und wollen so für eine Crowdfunding-Initiative werben, bei der 2.500 Euro an Spendengeldern lukriert werden sollen. Das Geld wird zur Fortführung der unabhängigen Forschung der StudentInnen beitragen und die Anschaffung von neuer Ausrüstung ermöglichen.

Der Orca, auch bekannt als Killerwal, ist die größte Delfinart. Orcas zählen zu den am besten erforschten Meeressäugern und stehen am Ende der Nahrungskette. Wissenschaftler haben bei Orcas unterschiedliche Kulturen identifiziert, die unterschiedliche Dialekte und Nahrungsgewohnheiten, sowie Gruppenzusammensetzungen haben. Ihre Einzigartigkeit macht sie zu den idealen Botschaftern für die Einrichtung von Schutzzonen. 
Die ostrussischen Gewässer sind eine der wenigen Regionen in denen Orcas weiterhin für die Showzwecke gefangen werden. Die in den vergangenen Jahren seitens des FEROP Teams veröffentlichten wissenschaftlichen Daten werden auch genutzt, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

 Russian Orcas Projekt
 Crowdfunding-Initiative Running forOrcas
 Facebook-Seite: Running for Orcas 2015


18.03.2015

Natur und Biodiversität

BMLFUW Publikation: Biodiversitäts-Strategie Österreich2020+

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) hat eine Broschüre über die österreichische Biodiversitäts-Strategie 2020+ veröffentlicht. Diese steht als Download auf der Webseite des Ministeriums gratis zur Verfügung.

„Die Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+ formuliert in fünf Handlungsfeldern und zwölf Zielen die Schwerpunkte, an denen sich die Akteure aus Bund, Länder und Gemeinden, NGOs sowie alle anderen relevanten Stakeholder künftig orientieren sollen, um die Biodiversität und ihre Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten und zu fördern. Für den Erhalt der Biodiversität ist ein stärkeres und gemeinsames Engagement dringend nötig“, heißt es in der Einleitung der Broschüre.

„Die Finanzierung soll durch einen breiten Mix an öffentlichen und privaten Mitteln sowie durch Inanspruchnahme der EU-Kofinanzierung erfolgen. Die Finanzierung der Umsetzung ist für den Bund durch die im Rahmen der jeweiligen Finanzrahmengesetze vorgesehenen Mittel zu bedecken.“

„Die aus VertreterInnen aller gesellschaftlichen Gruppen zusammengesetzte Nationale Biodiversitäts-Kommission wird die Umsetzung der Strategie und Erreichung ihrer Ziele begleiten und überprüfen. Die Mitglieder der Kommission berichten jährlich über die in ihrem Zuständigkeitsbereich gesetzten Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie und Erreichung ihrer Ziele. 2017 werden diese jährlichen Berichte zusammengefasst und der Kommission vorgelegt. Im Jahr 2020 sollen in einem umfassenden Evaluierungsbericht die Veränderungen gegenüber 2010 – sofern nicht andere Referenzjahre für Berichtspflichten vorgegeben sind – dargelegt werden. Allfällige Anpassungen und weitere strategische Planungen werden ab 2020 entwickelt.“

 BMLFUW Publikation: biodiversitäts-Strategie Österreich2020+


18.02.2015

Natur und Biodiversität

Naturschutzbund: Green Belt Camp sucht ehrenamtliche Helfer

Bereits zum 10. Mal veranstaltet der Naturschutzbund Oberösterreich im Sommer 2015 das Green Belt Camp Maltsch/Malše. Freiwillige, ehrenamtliche Helfer arbeiten in Rahmen dieses Camps eine Woche in der Natur für die Natur. Die Teilnehmer pflegen naturschutzfachlich äußerst wertvolle Feuchtwiesenflächen im NATURA 2000-Gebiet Maltsch und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Das diesjährige Green Belt Camp Maltsch/Malše 2015 findet vom 2.-8. August 2015 in Leopoldschlag/Oberösterreich statt. Als TeilnehmerInnen werden engagierte Naturliebhaber ab 18 Jahren aus Deutschland, Tschechien und Österreich gesucht. Aber auch Interessierte aus anderen Ländern sind herzlich willkommen.

Die Maltsch bildet 26 Kilometer lang die Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien. Elegant mäandriert hier der Fluss durch Wälder und Wiesen. Im Wasser tummeln sich viele Fische, und auch der Fischotter ist dort heimisch. Selbst die empfindliche Flussperlmuschel ist dort noch zu finden. Die Feuchtwiesen und großzügigen Überschwemmungsflächen entlang der Maltsch sind wichtiger Lebensraum für selten gewordene Wiesenbrüter wie Wachtelkönig und Braunkehlchen.

Die Verpflegung sowie das Freizeitprogramm sind für die Teilnehmer kostenlos. Die Kosten für die An- und Abreise sind selbst zu tragen. Übernachtet wird in Zelten. Bei sehr schlechtem Wetter steht ein Ausweichquartier zur Verfügung. Das Green Belt Camp Maltsch/Malše wird mit Unterstützung des Landes Oberösterreich, Abteilung Naturschutz, veranstaltet.

 Naturschutzbund Oberösterreich – Green Belt Camp



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Factsheets

DNR-Factsheet Biosprit
Richtlinie zur Änderung der Erneuerbare-Energie- und Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU-Kommission zur Minimierung der negativen Auswirkungen der Biokraftstoffe.
 Download Factsheet "DNR-Factsheet Biosprit " (pdf, 489 Kb)
Das 7. Umweltaktionsprogramm
Dieses Factsheet informiert Sie über die zentralen Themen des 7. Umweltaktionsprogrammes mit Links zu den Dokumenten.
 Download Factsheet "Das 7. Umweltaktionsprogramm" (pdf, 414 Kb)
Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)
Das Factsheet des Deutschen Naturschutzrings beinhaltet wichtige Informationen und Quellen sowie AnsprechpartnerInnen im Bezug auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
 Download Factsheet "Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)" (pdf, 86 Kb)

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EUropa-Info

TTIP & Umwelt
Seit Juni 2013 verhandeln die USA und die EU über die Entstehung eines gemeinsamen Binnenmarktes. In dieser Ausgabe wird vesucht, die Komplexität und Vielschichtigkeit des Transatlantischen Handelsabkommens aus der Sicht von ExpertInnen, WissenschafterInnen und PolitikerInnen zu durchleuchten, um den LeserInnen ein wenig Aufklärung über TTIP anzubieten.
 Download PDF
Wasser: Umwelt und Ressourcenkosten
Die EU-Mitgliedsstaaten müssen auf Basis des Verursacherprinzips bei der Bepreisung von Wasserdienstleistungen auch Umwelt- und Ressourcenkosten berücksichtigen. Bei der Auslegung des Artikels 9 gehen die Meinungen jedoch auseinander. In dieser Ausgabe beleuchten ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachrichtungen dieses überaus brisante Thema.
 Download PDF
Ernährung & Umwelt
Produktion und Verarbeitung, Vermarktung und Konsum - das sind die Themenschwerpunkte dieser neuen Spezialausgabe zu Ernährung und die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit.
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Wald & Umwelt
Wälder haben viele Funktionen. Sie dienen einserseits als Erholungsraum, sind wichtige Bewahrer von Biodiversität und sind andererseits Lieferant für Wirtschaft und Industrie. Anlässlich des Jahres der Wälder behandelt diese Ausgabe verschiedene Spektren rund um die Ressource Wald.

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Umwelt & Geld
Interessante Beiträge über grüne Veranlagungen und grüne Investitionspolitik zeigen Wege auf, wie in Zukunft Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Produktion und Gesellschaft forciert werden kann.
 Download PDF
Biodiversität
2010 war das Jahr der Biodiversität. Was wurde erreicht und was ist noch zu tun? Unsere AutorInnen aus dem In- und Ausland gehen diesen Fragen nach.
 Download PDF
EU-Förderungen für die Umwelt
Diese Ausgabe befasst sich mit den verschiedenen EU-Förderprogrammen für Natur und Umwelt. Ein Leitfaden mit allen wichtigen Kontaktadressen und Linktipps.
 Download PDF
Klimawandel & Sicherheit
Die Sicherheit der Lebensgrundlagen aller Menschen sollte uns ein großes Anliegen sein, denn die Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebenssituation anderer Menschen werden uns in Zukunft beschäftigen, dies machen die Beiträge unser Autorinnen und Autoren deutlich.
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Dossiers

Possibility for the Member States to restrict or prohibit the use of genetically modified food and feed on their territory
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Genetically modified organisms GMOs: possibility for the Member States to restrict or prohibit the cultivation of GMOs in their territory. Directive (EU) 2015/412
Veröffentlichung Amtsblatt
Protection of species of wild fauna and flora by regulating trade therein
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Access to Genetic Resources and the Fair and Equitable Sharing of Benefits Arising from their Utilization (Nagoya Protocol): Union implementation and ratification. Regulation (EU) 2014/511
Veröffentlichung Amtsblatt
Prevention and management of the introduction and spread of invasive alien species. Regulation (EU) 2014/1143
Veröffentlichung Amtsblatt

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Veranstaltungen

Green Belt Camp Maltsch/Malse 2015

Datum: 02.08.2015 - 08.08.2015
Ort: 4262 Leopoldschlag/A
Veranstalter: Naturschutzbund OÖ., A-4020 Linz
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International Scientific Conference: Our Common Future Under Climate Change

Datum: 07.07.2015 - 10.07.2015
Ort: 75007 Paris/F, UNESCO Headquarter, 7 Place de Fontenoy
Veranstalter: Conference CFCC-2015, Université Pierre et Marie Curie (UPMC), F-75252 Paris
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Österreichische Forsttagung: Naturschutz im Wald
Zwischen Naturschutz und Fremdbestimmung
Datum: 10.06.2015 - 12.06.2015
Ort: 5600 St. Johann im Pongau, Kultur- und Kongresshaus
Veranstalter: Österreichischer Forstverein, A-1010 Wien
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Nature-based solutions for climate change mitigation: from deforestation to forest restoration

Datum: 03.06.2015 - 03.06.2015
Ort: 1000 Brussels/B, Tour et Taxis
Veranstalter: IUCN, UNESCO, Fairventures
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Links

 B.U.N.D. - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
eine "Bürgerbewegung" für die Natur, deutsches Mitglied von "Friends of the Earth"
 BirdLife Österreich
bundesweit tätige ornithologische Vereinigung Österreichs
 BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Das "Lebensministerium" informiert über Land, Forst, Umwelt und Wasser ebenso wie Lebensmittel, Bundesgärten und die Spanische Reitschule
 CIPRA International
Internationale Alpenschutzkommission (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) - zur Erhaltung von Natur- und Kulturerbe im Alpenraum
 Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol
regionaler Dachverband mit breiter Themenpalette
 Die LINKE.Ökologische Plattform
Deutsche Plattform für eine ökologische, nachhaltige Zukunft
 Distelverein
Zusammenschluß von Bauern/BäuerInnen, JägerInnen und NaturschützerInnen zur Förderung ländlicher Lebensräume
 DNR - Deutscher Naturschutzring
Dachverband der im Natur- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland
 DNR Info-Service
Pressemeldungen zu EU-Umweltpolitik und anderen Themen (für Umweltverbände und Fachleute nach Registrierung)
 EEA - Europäische Umweltagentur
Europas Tor zur Umweltinformation
 EEB - European Environmental Bureau
Dachverband für Umweltorganisationen in Europa mit Sitz in Brüssel
 ENDS Europe Daily
Europe´s Environmental News Service: täglicher Nachrichtendienst für umweltrelevante Themen - mit Schwerpunkt Europäische Union (kostenpflichtig)
 EU-Koordination des DNR
EU-Umweltnachrichten und wöchentlicher Newsletter vom Deutschen Naturschutzring DNR
 European Voice
Informationen rund um die wöchentlich erscheinende Zeitung; regelmäßige Umweltberichterstattung
 Global 2000
Themen wie zB Atom, Gentechnik, Klima, Pestizide, Regenwald, Verkehr oder Wasser; Mitglied von FOE International
 Greenpeace Österreich
Schwerpunkte Atom, Chemie, Gentechnik, Klima, Meer, Wald und Wale sowie ökologischer Fußabdruck
 Institut für den Donauraum und Mitteleuropa
Informationsstelle für sämtliche Belange des Donauraumes und der mitteleuropäischen Staaten
 IUCN
IUCN, the International Union for Conservation of Nature, helps the world find pragmatic solutions to our most pressing environment and development challenges.
 Kuratorium Wald
Informationen zum Thema Wald und Baum - vom Baum des Jahres bis zur Woche des Waldes
 Lexikon Waldschädigende Luftverunreinigungen und Klimawandel
Das Lexikon "Waldschädigende Luftverunreinigungen" von Stefan Smidt enthält über 4300 einschlägige Schlagworte mit Querverweisen und englischen Übersetzungen
 Naturfreunde Österreich
engagieren sich seit mehr als 100 Jahren im Natur- und Umweltschutz
 Naturschutzbund Niederösterreich
verstehen sich als Anwalt der Natur in Niederösterreich
 Naturschutzbund Österreich
setzt sich seit 1913 für Schutz und Erhaltung der österreichischen Natur und ihrer Bewohner ein
 OeAV - Österreichischer Alpenverein
mit eigenem Schwerpunkt zu alpiner Raumordnung, Naturschutz und Alpenkonvention
 Ökobüro
Koordinationsstelle österreichischer Umweltorganisationen
 respect - Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung
außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtung zu Fragen der Nachhaltigkeit im Tourismus
 Umweltbundesamt
Informationen über die Umweltsituation in Österreich, österreichisches Umweltregister, etc.
 Umweltdachverband
Lobby, Netzwerk und Servicestelle für Natur- und Umweltschutz mit 34 Mitgliedsorganisationen
 Umweltseiten Lebensministerium
Direkter Einstieg zu den Umweltseiten im BMLFUW

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