Natur und Biodiversität  

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EU-News

17.12.2014

Nachhaltigkeit und Ressourcen, Natur und Biodiversität

EU-Kommission genehmigt Österreichs Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums

Die Europäische Kommission hat am Freitag, 12. Dezember 2014, für Österreich, Polen und Dänemark die ersten drei von insgesamt 118 Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum (EPLR) genehmigt, deren Ziel darin besteht, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft zu verbessern, Landschaften zu erhalten, das Klima zu schützen und das wirtschaftliche und soziale Gefüge ländlicher Gemeinschaften in der Zeit bis 2020 zu stärken. Für die 118 Mehrjahresprogramme, die auf nationaler oder regionaler Ebene durchgeführt werden, stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Zeitraum 2014-2020 zusätzlich zu den Fördergeldern aus nationalen, regionalen und privaten Quellen EU-Mittel in Höhe von insgesamt 96,6 Milliarden Euro bereit.

In dem österreichischen Programm ist festgelegt, wofür Österreich die öffentlichen Gelder in Höhe von 7,7 Milliarden Euro im Zeitraum 2014-2020 vorrangig verwenden will. Die 3,94 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt werden ergänzt durch 3,76 Milliarden Euro aus nationaler Kofinanzierung sowie durch weitere 111 Millionen Euro aus nationalen Fördermitteln.

71 % der Mittel sind für eine bessere Naturpflege und für eine umweltfreundliche Landwirtschaft vorgesehen. 80 % der Ackerflächen sollen für Agrarumweltmaßnahmen, ökologischen Landbau oder als Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen genutzt werden. Rund 600.000 Schulungen sollen Innovationen bewirken und zu einer nachhaltigen Landwirtschaft führen. In die Struktur von 20.000 Betrieben soll ebenso investiert werden wie in die ländliche Infrastruktur.
Ein als Download verfügbares Datenblatt informiert darüber, wie Österreich die Herausforderungen und Zielsetzungen angehen will. Die Tabelle im Anhang gibt Aufschluss über Prioritäten, Schwerpunktbereiche und spezifische Ziele sowie über die jeweils zugewiesenen Mittel.

 EU-Kommission Pressemitteilung
 EU-Kommission MEMO – Factsheet österreichisches Programm


17.12.2014

Natur und Biodiversität, Tierschutz

Zimbabwe: Legale Elefanten-Wilderei für chinesische Zoos

Der Kampf um den Schutz gefährdeter Arten wird in Zukunft durch die Nachfrage von chinesischen Zoos und die Verantwortungslosigkeit der Behörden in Zimbabwe noch weiter erschwert. Die Zoos würden Elefanten-Jungtiere, die in Zimbabwe brutal von ihren Müttern getrennt und eingefangen werden, nach China exportieren lassen, schreibt die britische Tageszeitung „Guardian“ in einer Reportage.

Im Auftrag der chinesischen Zoos sei auch ein ehemaliger CITES-Mitarbeiter tätig, schreibt der „Guardian“, nämlich der Australier Hank Jenkin. Dieser ist ein ehemaliger hochrangiger CITES-Mitarbeiter, zu dessen früheren Aufgaben der Schutz der Elefanten zählte. Er würde jetzt als Konsulent für chinesische Zoos arbeiten.

Die Behörden in Zimbabwe verteidigen den Export der Elefanten als „nicht illegal“. Auch Präsident Mugabe hätte Schuld an diesem Skandal, schreibt der „Guardian“. Er hätte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Tierwelt Zimbabwes Gewinn abwerfen müsse. „Wir haben kein Interesse an den Wildtieren, wir wollen Geld“, zitiert der „Guardian“ Präsident Mugabe.

 The Guardian: The barbaric capture of baby elephants for zoos in China shocks the world


10.12.2014

Nachhaltigkeit und Ressourcen, Natur und Biodiversität

EEB feiert 40-jähriges Bestehen

Das European Environmental Bureau (EEB) feierte Anfang Dezember 2014 in Brüssel sein 40-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Konferenz am 1. und 2. Dezember diskutierten PolitikerInnen, UmweltexpertInnen, WissenschafterInnen und andere Stakeholder über die Herausforderungen im Umweltschutz in den kommenden Jahren.

Die Pläne der neuen EU-Kommission zur Reduzierung der Bedeutung der Umweltpolitik im Rahmen der EU haben der Tätigkeit des EEB neue Urgenz und Bedeutung verliehen. Jeremy Wates, Generalsekretär der EEB, kritisiert diesen Ansatz. „Der Fokus der neuen Juncker-Kommission auf ein überaltertes Wirtschaftsmodell, das sich nur auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum konzentriert, gefährdet die Umwelt und dadurch auch die Zukunft der kommenden Generationen. Nachhaltiger Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind direkt miteinander verbunden und gehen Hand in Hand mit Umweltschutzmaßnahmen.“

An der Konferenz des EEB nahmen viele namhafte PolitikerInnen als Vortragende teil, unter anderem der neue Umweltkommissar Karmenu Vella, der UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner, die dänische Umweltministerin Kirsten Brosbøl, EEA Exekutivdirektor Hans Bruyninckx, OECD-Umweltdirektor Simon Upton und die ehemaligen EU-Kommissare Connie Hedegaard and Janez Potočnik.

Das EEB hat anlässlich seines 40-jährigen Bestehens eine Sonderpublikation herausgegeben, in der die Arbeit des EEB dargestellt wird. „F40rty Years. Celebrating 40 years of environmental action“ steht als Download auf der Webseite des EEB zur Verfügung.

 EEB Pressemitteilung – Anniversary (Englisch)
 EEB: 40th Anniversary – Special Publication (Englisch)


10.12.2014

Landwirtschaft, Natur und Biodiversität

BMLFUW: Reorganisation auf Dienststellen ausgeweitet

Nach der Restrukturierung der Zentralstelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) folgt jetzt die Reorganisation der nachgelagerten Dienststellen. Bundesminister Andrä Rupprechter hat weitere Schritte angekündigt, um auch diese Dienststellen weiterzuentwickeln. Die AMA macht dabei den Anfang. „Die Restrukturierungsmaßnahmen in unserem Ressort ermöglichten Einsparungen von bis zu fünf Millionen Euro“, sagt Rupprechter.

Die Agrarmarkt Austria (AMA) spielt als Zahlstelle für die Auszahlung von EU-Mitteln eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Wichtig sei es, so Rupprechter, dass die Verwaltungskosten so gering wie möglich gehalten werden.

Die strukturellen Änderungen bei der AMA treten mit 1. Jänner 2015 in Kraft. Dazu werden einzelne Abteilungen zusammengeführt und bestimmte Aufgaben in einer neuen Stabstelle gebündelt.

 BMLFUW Pressemitteilung


03.12.2014

Natur und Biodiversität, Umweltrecht

Oberösterreich: 16 Natura 2000-Gebiete wurden nachnominiert

Die oberösterreichischen Landesregierung hat am 1. Dezember 2014 insgesamt 16 Natura 2000-Gebiete nachnominiert. Der Umweltdachverband begrüßt diese Maßnahme als ersten Schritt in die richtige Richtung.

„Ich sehe das auch als Signal für andere Bundesländer, die diesbezüglich noch säumig sind, endlich zu handeln. Immerhin hat die EU-Kommission die Republik Österreich wegen ihres unvollständigen Natura 2000-Netzwerks bereits gemahnt“, sagt Franz Maier, neuer ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.



Nominiert werden unter anderem folgende Gebiete: Machland Nord, Unteres Steyr- und Ennstal, Bäche in den Steyr- und Ennstaler Voralpen, Schluchtwälder der Steyr- und Ennstaler Voralpen, Eferdinger Becken, Leitenbach, Naturschutzgebiet Gerlhamer Moor sowie Wiesengebiete im Mühlviertel.

Diesem Ausweisungsschritt müssen allerdings noch weitere folgen, fordert der Umweltdachverband, da die Ausweisungen bis dato flächenmäßig noch unzureichend seien. So würden in dieser ersten Nachnominierungstranche nach wie vor Waldgebiete für Luchse oder Fledermäuse fehlen sowie wichtige Flächen für Bürstlingsrasen und Bergmähwiesen. Eines der hochwertigsten Naturgebiete in Oberösterreich, das Warscheneck, wurde ebenfalls noch nicht als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen. 



Bereits im März 2015 soll der Ausweisungsstand in Österreich bewertet werden. VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur, der österreichischen Behörden, der Wissenschaft und der NGOs werden die Nachnominierungsvorschläge nochmals fachlich überprüfen und entscheiden, ob die Schutzgüter im österreichischen Natura 2000-Netzwerk ausreichend repräsentiert sind.

 Umweltdachverband Pressemitteilung


26.11.2014

Natur und Biodiversität, Umweltrecht, Wasser

Umweltdachverband: Tiroler Naturschutzgesetz-Novelle hebelt Umwelt- und Naturschutz zugunsten von Vorhaben der Energiewende aus

Das Fazit zur vorliegenden Novelle des Tiroler Naturschutzgesetzes, welche auf die rechtliche Legitimierung zur verstärkten Nutzung der Wasserkraft abzielt, fällt ernüchternd aus, kritisiert der Umweltdachverband in einer Pressemitteilung: „Wir lehnen die in der Novelle vorgesehenen, überschießenden Begünstigungen von Vorhaben unter dem Deckmantel der Energiewende, vor allem im Bereich der Wasserkraft, dezidiert ab, da diese weder energiepolitisch sinnvoll, noch mit den Vorgaben der Natura 2000-Richtlinien vereinbar sind“, sagt Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

Die derzeit im Tiroler Oberland geplanten Projekte – darunter die Großkraftwerke Kaunertal und Kühtai – würden zu erheblichen Beeinträchtigungen für Lebensräume von Vögeln und anderen Arten von europäischer Bedeutung führen und damit die Schutzbestimmungen der Fauna-Flora-Habitat- sowie der Vogelschutz-Richtlinie (Natura 2000) unterlaufen, so der Umweltdachverband. Zudem soll auch der Schutzstatus von Ruhegebieten zugunsten der Errichtung dieser Großkraftwerke stark aufgeweicht werden.

Außerdem wurden die Parteistellungrechte von Umwelt-NGOs wurden nach wie vor nicht in der Novelle verankert, obwohl die EU-Kommission bereits im Juli diesen Jahres ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der fehlenden Beschwerderechte von NGOs in Umweltverfahren gegen die Republik Österreich eröffnet hat, da dies gegen die Aarhus-Konvention und gegen europarechtliche Verpflichtungen verstößt.

Zur Erreichung einer autarken Stromversorgung im gesamten Landesgebiet bis 2030 soll das Regierungsübereinkommen den weiteren Ausbau der Wasserkraft legitimieren. Dabei produzierten laut Energiebilanz Tirol der Statistik Austria die Tiroler Wasserkraftwerke bereits 2012 mehr Energie für die Stromversorgung als das Land verbraucht. Dazu kommt, so der Umweltdachverband, dass rund 75 % des bestehenden Wasserkraftpotenzials Österreichs bereits ausgeschöpft sind. Ein weiterer Ausbau würde also weder zu den in der „Novelle formulierten Autarkiezielen beitragen noch Klimaschutz noch Energieimportabhängigkeit wesentlich beeinflussen.“

Aus Sicht des Umweltdachverbandes konterkarieren die geplanten Projekte die Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie bzw. des 1. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans – und das, obwohl die Wasserkraftnutzung hauptverantwortlich für den schlechten ökologischen Zustand der heimischen Flüsse ist. „Das übergeordnete öffentliche Interesse für die Ausnahme vom Verschlechterungsverbot ist mit dem Motiv des Beitrags der neuen Projekte zum Erreichen der Energieziele nicht nachvollziehbar begründet, die Prüfung von energiewirtschaftlichen Alternativen fehlt“, kritisiert der Umweltdachverband.

 Umweltdachverband Pressemitteilung


12.11.2014

Natur und Biodiversität

Umweltdachverband Jahrestagung: 30 Jahre nach Hainburg – was jetzt?

Die Jahrestagung des Umweltdachverbandes findet am 28. November 2014 in der Kulturfabrik Hainburg statt. Im Rahmen der Tagung soll nicht nur ein historischer Rückblick auf die Besetzung de Au im Rahmen der Proteste gegen das Kraftwerk Hainburg im Dezember 1984 geworfen werden, sondern auch die Handlungsfelder und Herausforderungen für eine zukunftsfähige Umweltpolitik festgelegt werden.

Dazu diskutieren ExpertInnen, UmweltaktivistInnen und PolitikerInnen die aktuellen Handlungsaufträge. Ein Empfang mit regionalen Köstlichkeiten und umfangreichem Rahmenprogramm wird den Abend ausklingen lassen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, wegen begrenzter Teilnahmeplätze ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 21. November 2014 vorgesehen. Das Programm der Jahrestagung steht als Download auf der Webseite des Umweltdachverbandes zur Verfügung.

 Umweltdachverband Pressemitteilung
 Programm Jahrestagung 2014


05.11.2014

Nachhaltigkeit und Ressourcen, Natur und Biodiversität

„vielfaltleben-Champion“: Engagierteste NaturschützerInnen ausgezeichnet

Im Rahmen der vielfaltleben-Kampagne des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) wurde gemeinsam mit dem Gemeindebund und den Naturschutzbund der vielfaltleben-Champion für das Jahr 2014 ausgezeichnet.

Der vielfaltleben-Champion ist eine Auszeichnung der Kampagne vielfaltleben für besondere Verdienste um die Artenvielfalt auf lokaler Ebene. Der Preis wurde 2010 – im Internationalen Jahr der Biodiversität – zum ersten Mal verliehen. Alle zwei Jahre wird seither der Preis von BMLFUW, dem Gemeindebund und dem Naturschutzbund ausgeschrieben.

Die Oberösterreicherin Waltraud Müller ist für ihr besonderes Engagement für den Erhalt der österreichischen Artenvielfalt zur Siegerin gewählt worden. Die ausgebildete Natur- und Landschaftsführerin sowie Kräuterpädagogin führt ehrenamtlich den größten Kräutergarten Österreichs. Darüber hinaus reaktivierte sie eine aufgelassene Kleinlandwirtschaft und führt diese nun als Biobetrieb.

Ein Sonderpreis ging an Wolf Kunnert aus Mittersill in Salzburg für seinen intensiven Einsatz für Moore in den Alpen, allen voran jene im Pinzgau. Karl Mitterer aus Tattendorf in Niederösterreich wurde mit einem Sonderpreis für seine Vielfaltsflächen und die damit verbundene Arbeit für Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung ausgezeichnet. Für die Anlage von mehr als 50 Amphibienlaichgewässern sowie umfangreiche Informationstätigkeit über den Wert der Amphibien erhielt Martin Pfeil aus Peilstein in Oberösterreich den dritten Sonderpreis.

 Naturschutzbund Pressemitteilung


22.10.2014

Natur und Biodiversität

Biodiversitäts-Strategie: Österreich 2020+ definiert nationale Ziele für den Erhalt der Artenvielfalt

„Biologische Vielfalt zählt zu den grundlegenden Bausteinen für ein lebenswertes Österreich. Biodiversität ist wie der Klimaschutz ein Gemeinschaftsprojekt, für das alle an einem Strang ziehen müssen“, sagte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Präsentation der neuen Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+ anlässlich der Konferenz zur Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen in Korea.



Die Strategie zielt auf den Schutz der natürlichen Vielfalt ab und soll den Verlust an Arten, genetischer Vielfalt und Lebensräumen wirksam einbremsen. Sie wurde in einem zweijährigen Dialogprozess erarbeitet und kürzlich im Ministerrat vorgelegt. Die neue Strategie soll sowohl zur Umsetzung der EU Biodiversitäts-Ziele 2020 als auch zur Erreichung der globalen Biodiversitäts-Ziele beitragen.




Österreich zählt mit mehr als 60.000 Arten zu den artenreichsten Ländern Europas.
 Davon kommen zirka 166 Pflanzen und 575 Tierarten weltweit nur in Österreich vor.

 27 Prozent der Landesfläche sind in verschiedenen Kategorien geschützt. Drei Prozent sind Nationalparkfläche und gehören damit zu den Gebieten die den strengsten Bestimmungen unterliegen. Die BMLFUW Initiative „vielfaltleben“ wurde im Internationalen Jahr der Biodiversität zur besten Kampagne Europas gewählt.





In der Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+ sind fünf Handlungsfelder mit zwölf Zielen formuliert, die bis 2020 umgesetzt werden sollen. So ist unter anderem vorgesehen, dass auf zwei Prozent der Fläche Österreichs eine natürliche Entwicklung stattfinden kann. 15 Prozent der verschlechterten Ökosysteme sollen verbessert bzw. wiederhergestellt sein.



Die Strategie zielt insbesondere auch darauf ab, die vielen mit der Landwirtschaft verbundenen traditionellen Wirtschaftsweisen in Österreich zu erhalten, um Beispiel die Wanderimkerei. Die Zahl der Bienenvölker soll auf 400.000 steigen.
 Ein weiteres Ziel ist es, den Gesamtbestand der seltenen Nutztierrassen in Österreich zu erhalten bzw. zu erhöhen.



 BMLFUW Pressemitteilung


22.10.2014

Natur und Biodiversität, Tierschutz

EU-Kommission fordert Malta auf, die Finkenjagd einzustellen

Die Europäische EU-Kommission hat die Regierung Maltas aufgefordert, die Wiederaufnahme der traditionellen Finkenjagd zu stoppen. Malta hat beschlossen ab 2014 in Abweichung von der EU-Vogelschutzrichtlinie den Lebendfang von sieben Wildfinkenarten wieder zuzulassen. Diese Praxis ist nach den EU-Vorschriften zum Schutz wildlebender Vögel verboten.

Die Mitgliedstaaten dürfen nur dann von den strengen Schutzvorschriften abweichen, wenn es keine anderen zufriedenstellenden Lösungen zur Bestandserhaltung gibt und die Bedingungen für solche Abweichungen eingehalten werden. Da es aber im vorliegenden Fall keine Rechtfertigung für dieses Vorgehen gibt, hat die Kommission ein erstes Mahnschreiben an Malta gerichtet, in dem die Regierung aufgefordert wird, die einschlägigen EU-Vorschriften einzuhalten und innerhalb eines Monats zu bestätigen, dass der Aufforderung entsprochen wurde.

In Europa geht der Bestand zahlreicher wildlebender Vogelarten zurück, und in bestimmten Fällen ist der Rückgang besonders ausgeprägt. Dies beeinträchtigt das biologische Gleichgewicht und ist eine ernsthafte Gefahr für die natürliche Umwelt.

Im Beitrittsvertrag wurde Malta eine Übergangsregelung zur allmählichen Einstellung der Finkenjagd eingeräumt, wobei die Zeit berücksichtigt wurde, die für die Einführung eines Programms zur Zucht in Gefangenschaft notwendig war. Die Übergangsregelung lief 2008 aus.

Im vorliegenden Fall geht es um den Lebendfang folgender sieben Finkenarten: Buchfink, Hänfling, Stieglitz, Grünfink, Kernbeißer, Girlitz und Zeisig.

 EU-Kommission Pressemitteilung



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Factsheets

DNR-Factsheet Biosprit
Richtlinie zur Änderung der Erneuerbare-Energie- und Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU-Kommission zur Minimierung der negativen Auswirkungen der Biokraftstoffe.
 Download Factsheet "DNR-Factsheet Biosprit " (pdf, 489 Kb)
Das 7. Umweltaktionsprogramm
Dieses Factsheet informiert Sie über die zentralen Themen des 7. Umweltaktionsprogrammes mit Links zu den Dokumenten.
 Download Factsheet "Das 7. Umweltaktionsprogramm" (pdf, 414 Kb)
Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)
Das Factsheet des Deutschen Naturschutzrings beinhaltet wichtige Informationen und Quellen sowie AnsprechpartnerInnen im Bezug auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
 Download Factsheet "Übersicht über die EU Agrarpolitik ab 2011(DNR Factsheet)" (pdf, 86 Kb)

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EUropa-Info

TTIP & Umwelt
Seit Juni 2013 verhandeln die USA und die EU über die Entstehung eines gemeinsamen Binnenmarktes. In dieser Ausgabe wird vesucht, die Komplexität und Vielschichtigkeit des Transatlantischen Handelsabkommens aus der Sicht von ExpertInnen, WissenschafterInnen und PolitikerInnen zu durchleuchten, um den LeserInnen ein wenig Aufklärung über TTIP anzubieten.
 Download PDF
Wasser: Umwelt und Ressourcenkosten
Die EU-Mitgliedsstaaten müssen auf Basis des Verursacherprinzips bei der Bepreisung von Wasserdienstleistungen auch Umwelt- und Ressourcenkosten berücksichtigen. Bei der Auslegung des Artikels 9 gehen die Meinungen jedoch auseinander. In dieser Ausgabe beleuchten ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachrichtungen dieses überaus brisante Thema.
 Download PDF
Ernährung & Umwelt
Produktion und Verarbeitung, Vermarktung und Konsum - das sind die Themenschwerpunkte dieser neuen Spezialausgabe zu Ernährung und die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit.
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Wald & Umwelt
Wälder haben viele Funktionen. Sie dienen einserseits als Erholungsraum, sind wichtige Bewahrer von Biodiversität und sind andererseits Lieferant für Wirtschaft und Industrie. Anlässlich des Jahres der Wälder behandelt diese Ausgabe verschiedene Spektren rund um die Ressource Wald.

 Download PDF
Umwelt & Geld
Interessante Beiträge über grüne Veranlagungen und grüne Investitionspolitik zeigen Wege auf, wie in Zukunft Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Produktion und Gesellschaft forciert werden kann.
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Biodiversität
2010 war das Jahr der Biodiversität. Was wurde erreicht und was ist noch zu tun? Unsere AutorInnen aus dem In- und Ausland gehen diesen Fragen nach.
 Download PDF
EU-Förderungen für die Umwelt
Diese Ausgabe befasst sich mit den verschiedenen EU-Förderprogrammen für Natur und Umwelt. Ein Leitfaden mit allen wichtigen Kontaktadressen und Linktipps.
 Download PDF
Klimawandel & Sicherheit
Die Sicherheit der Lebensgrundlagen aller Menschen sollte uns ein großes Anliegen sein, denn die Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebenssituation anderer Menschen werden uns in Zukunft beschäftigen, dies machen die Beiträge unser Autorinnen und Autoren deutlich.
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Dossiers

Obligations of operators who place timber and timber products on the market
Veröffentlichung Amtsblatt
Genetically modified organisms GMOs: possibility for the Member States to restrict or prohibit the cultivation of GMOs in their territory. Amending Directive 2001/18/EC 1998/0072(COD)
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Protection of species of wild fauna and flora by regulating trade therein. Recast. Repealing Regulation (EC) No 338/97 1991/0370(SYN)
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Access to Genetic Resources and the Fair and Equitable Sharing of Benefits Arising from their Utilization (Nagoya Protocol): Union implementation and ratification. See also 2012/0279(NLE)
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Prevention and management of the introduction and spread of invasive alien species
Stand des Gesetzgebungsverfahrens

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Veranstaltungen

Workshop: NATURA2000.WALD: Rechtliche Aspekte und Finanzierung

Datum: 26.01.2015 - 26.01.2015
Ort: 1190 Wien/A, Oktogon am Himmel
Veranstalter: Kuratorium Wald, A-1080 Wien
 Details anzeigen

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Links

 B.U.N.D. - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
eine "Bürgerbewegung" für die Natur, deutsches Mitglied von "Friends of the Earth"
 BirdLife Österreich
bundesweit tätige ornithologische Vereinigung Österreichs
 BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Das "Lebensministerium" informiert über Land, Forst, Umwelt und Wasser ebenso wie Lebensmittel, Bundesgärten und die Spanische Reitschule
 CIPRA International
Internationale Alpenschutzkommission (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) - zur Erhaltung von Natur- und Kulturerbe im Alpenraum
 Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol
regionaler Dachverband mit breiter Themenpalette
 Die LINKE.Ökologische Plattform
Deutsche Plattform für eine ökologische, nachhaltige Zukunft
 Distelverein
Zusammenschluß von Bauern/BäuerInnen, JägerInnen und NaturschützerInnen zur Förderung ländlicher Lebensräume
 DNR - Deutscher Naturschutzring
Dachverband der im Natur- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland
 DNR Info-Service
Pressemeldungen zu EU-Umweltpolitik und anderen Themen (für Umweltverbände und Fachleute nach Registrierung)
 EEA - Europäische Umweltagentur
Europas Tor zur Umweltinformation
 EEB - European Environmental Bureau
Dachverband für Umweltorganisationen in Europa mit Sitz in Brüssel
 ENDS Europe Daily
Europe´s Environmental News Service: täglicher Nachrichtendienst für umweltrelevante Themen - mit Schwerpunkt Europäische Union (kostenpflichtig)
 EU-Koordination des DNR
EU-Umweltnachrichten und wöchentlicher Newsletter vom Deutschen Naturschutzring DNR
 European Voice
Informationen rund um die wöchentlich erscheinende Zeitung; regelmäßige Umweltberichterstattung
 Global 2000
Themen wie zB Atom, Gentechnik, Klima, Pestizide, Regenwald, Verkehr oder Wasser; Mitglied von FOE International
 Greenpeace Österreich
Schwerpunkte Atom, Chemie, Gentechnik, Klima, Meer, Wald und Wale sowie ökologischer Fußabdruck
 Institut für den Donauraum und Mitteleuropa
Informationsstelle für sämtliche Belange des Donauraumes und der mitteleuropäischen Staaten
 IUCN
IUCN, the International Union for Conservation of Nature, helps the world find pragmatic solutions to our most pressing environment and development challenges.
 Kuratorium Wald
Informationen zum Thema Wald und Baum - vom Baum des Jahres bis zur Woche des Waldes
 Lexikon Waldschädigende Luftverunreinigungen und Klimawandel
Das Lexikon "Waldschädigende Luftverunreinigungen" von Stefan Smidt enthält über 4300 einschlägige Schlagworte mit Querverweisen und englischen Übersetzungen
 Naturfreunde Österreich
engagieren sich seit mehr als 100 Jahren im Natur- und Umweltschutz
 Naturschutzbund Niederösterreich
verstehen sich als Anwalt der Natur in Niederösterreich
 Naturschutzbund Österreich
setzt sich seit 1913 für Schutz und Erhaltung der österreichischen Natur und ihrer Bewohner ein
 OeAV - Österreichischer Alpenverein
mit eigenem Schwerpunkt zu alpiner Raumordnung, Naturschutz und Alpenkonvention
 Ökobüro
Koordinationsstelle österreichischer Umweltorganisationen
 respect - Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung
außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtung zu Fragen der Nachhaltigkeit im Tourismus
 Umweltbundesamt
Informationen über die Umweltsituation in Österreich, österreichisches Umweltregister, etc.
 Umweltdachverband
Lobby, Netzwerk und Servicestelle für Natur- und Umweltschutz mit 34 Mitgliedsorganisationen
 Umweltseiten Lebensministerium
Direkter Einstieg zu den Umweltseiten im BMLFUW

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