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EU-News

28.07.2015

Wasser

Umweltdachverband fordert mehr Mittel für Gewässerschutz

Enorme Sanierungsanstrengungen an Österreichs Gewässern seien notwendig, wenn alle Gewässer bis spätestens 2027 in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden sollen, wie dies die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgibt. Darauf weist der Umweltdachverband (UWD) in einer Pressemitteilung hin, und fordert gleichzeitig von Finanzminister Schelling mehr Mittel für den österreichischen Gewässerschutz.

Am 21. Juli ging die Begutachtung des zweiten Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans zu Ende. Allerdings würde die Finanzierung dieser Sanierungsmaßnahmen für die kommenden Jahre nach Auslaufen des Umweltförderungsgesetzes (UFG) Ende 2015 noch wackeln, kritisiert der UWD. Noch immer gäbe es keine Mittelzusage für Sanierungsmaßnahmen.


Seit 2009 standen Mittel aus dem Umweltförderungsgesetz im Ausmaß von 140 Millionen Euro zur Verfügung, die Investitionen im Wert von 400 Millionen Euro auslösen konnten. Die Fortsetzung dieser Mittel gilt nach wie vor als nicht gesichert, „obwohl in der zweiten Planungsperiode 2015–2021 die Umsetzung von Maßnahmen durch Gemeinden und Verbände, die auf diese Förderungen angewiesen sind, im Vordergrund stehen muss. Denn der Zustand der heimischen Fließgewässer ist weiterhin besorgniserregend: Nur 37 % aller Gewässer befinden sich aktuell in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand“. Das entspricht einer Verbesserung des Gewässerzustandes gegenüber 2009 um lediglich drei Prozentpunkte, kritisiert der UWD.


Die geforderten Mittel werden laut Angaben des UWD neben der Weiterführung der Maßnahmen zur Durchgängigkeit der Gewässer vor allem für lebensraumverbessernde (morphologische) Maßnahmen benötigt. „Denn allein 30 % des Gewässernetzes gelten in Folge von Uferbegradigungen, Sohlstabilisierung und ähnlichen menschlichen Eingriffen im Zuge von Hochwasserschutz und Energiegewinnung aus Wasserkraft als strukturell stark verändert.“

 Umweltdachverband Pressemitteilung


28.07.2015

Wasser

Umweltdachverband: Niederösterreich übernimmt österreichweit Vorreiterrolle im Gewässerschutz

Mit dem am 15. Juli 2015 präsentierten fließgewässerbezogenen Regionalprogramm setzt Niederösterreich einen Meilenstein im österreichischen Gewässerschutz, lobt der Umweltdachverband (UWD) in einer Pressemitteilung. „Nicht nur werden im Regionalprogramm jene Gewässerstrecken ausgewiesen, die frei von jeglicher zusätzlicher Wasserkraftnutzung bleiben sollen – darunter ökologisch höchst wertvolle Strecken am Kamp, an der Ybbs, der Erlauf oder der Schwarza –, das niederösterreichische Regionalprogramm lehnt auch flächendeckend Ausnahmen vom Verschlechterungsverbot nach EU-Wasserrahmenrichtlinie ab.“ Das würde bedeuten, „dass der Bau neuer Kraftwerksanlagen, aber auch sonstige Wassernutzungen nur noch dann bewilligt werden können, wenn der gute ökologische Zustand erhalten bleibt.“

Positiv sei zudem, so der Umweltdachverband, „dass das Regionalprogramm nicht nur auf den Kriterien nach dem Österreichischen Wasserkatalog (BMLFUW 2012) fußt, sondern etwa auch zusätzliche naturschutzfachliche Kriterien wie Amphibien, Reptilien, Vögel, Auen und revitalisierte Strecken, Kriterien aus dem Bereich der Fischerei sowie Kriterien, welche die Wechselwirkungen der Gewässerstrecken mit dem Landschaftsbild und dem naturnahen Tourismus bzw. der landschaftsschonenden Erholung betreffen, berücksichtigt.“

 Umweltdachverband Pressemitteilung


28.07.2015

Wasser

Umweltbundesamt-Studie: Antifouling-Wirkstoffe in Gewässern

Erstmals hat das Umweltbundesamt die Belastung von Hafengewässern durch Antifouling-Wirkstoffe erhoben. Diese werden als Biozide in Schutzanstrichen für Boote verwendet und können Flora und Fauna der Gewässer gefährden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Antifouling-Produkten in Binnengewässern kritisch zu prüfen ist“, sagt Sabine Cladrowa, Leiterin der Abteilung Chemikalien und Biozide im Umweltbundesamt. Die Umweltbundesamt-ExpertInnen konnten persistente Biozide häufiger nachweisen. Diese reichern sich dauerhaft in Ökosystemen an. „Falls überhaupt notwendig, sind kurzlebige Biozide aus ökologischer Sicht zu bevorzugen“, so Cladrowa.

Biozide Antifouling-Wirkstoffe unterliegen der EU Biozidprodukte-Verordnung und dem österreichischen Biozidprodukte-Gesetz. Das Projekt wurde im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien durchgeführt. Insgesamt wurden zwölf Messstellen bei Yachthäfen, Schifffahrtshäfen und Werften am Neusiedler- Boden-, Traun- und Wörthersee sowie an March, Donau und Alter Donau eingerichtet.

Die Probenahmen erfolgten im Frühjahr und Herbst 2014, vor und nach Ende der Bootssaison. Die Umweltbundesamt-ExpertInnen konnten Konzentrationen der Antifouling-Wirkstoffe Cybutryn, DCOIT, Tolylfluanid und Dichlofluanid – die beiden letzteren indirekt durch die Entdeckung ihrer Metaboliten – nachweisen. Die Messstellen an Donau und March waren deutlich weniger belastet als jene an den Binnengewässern.

Antifoulings werden als Schutzanstriche verwendet, die den Bewuchs und das Wachstum von –Mikroorganismen, Algen und kleinerer Tiere - an Booten und im Wasser eingesetzter Bauten verhindern. Sie sind Farben beigemischt, aus denen sie sich auswaschen, wodurch der Bewuchs gehemmt wird. Antifouling-Anstriche sind in der Regel jährlich aufzufrischen. Wie Untersuchungen aus Deutschland zeigen, können freigesetzte Antifouling-Wirkstoffe aus den meist offenen Sportboothäfen in direkt angrenzende Seen und Flussabschnitten gelangen, bei reduzierter Fließgeschwindigkeit können sich diese Wirkstoffe auch außerhalb der Marinas anreichern.

 Umweltbundesamt Pressemitteilung
 Fallstudie Antifouling-Wirkstoffe in Gewässern


15.07.2015

Wasser

EuRH: Abwasserbehandlungsanlagen im Donaueinzugsgebiet sind oft überdimensioniert und auf Dauer nicht tragfähig

Der Europäische Rechnungshof (EuRH) hat am 13. Juli 2015 einen Sonderbericht veröffentlicht, der wichtige Empfehlungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit der kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen im Donaueinzugsgebiet enthält.

„Zwar hatten die EU-Ausgabenprogramme einen wesentlichen Anteil an den Fortschritten, die in der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien und der Slowakei im Hinblick auf die Erreichung wichtiger Ziele der EU-Wasserpolitik erzielt wurden, doch gab es in allen Ländern Verzögerungen bei der Einhaltung der Vorschriften und der Inanspruchnahme der verfügbaren EU-Gelder. Obwohl das Abwasser in den Anlagen dieser Länder im Allgemeinen angemessen behandelt wurde, war der Umgang mit Klärschlamm und Regenüberläufen mitunter unzulänglich. Ein Drittel der Anlagen ist überdimensioniert und potenziell auf Dauer nicht tragfähig", kritisiert der Europäische Rechnungshof.

Die Prüfer gelangten unter anderem zu dem Schluss, dass die finanzielle Tragfähigkeit der von der EU kofinanzierten Infrastruktur oftmals fragwürdig war. In 90 Prozent der Fälle waren die den Nutzern berechneten Abwassergebühren zu niedrig. Dadurch konnten die Kosten der Anlagen nicht vollständig gedeckt werden, und das allgemein anerkannte Erschwinglichkeitsniveau von 4 Prozent des Haushaltseinkommens wurde unterschritten. Außerdem stellten die Prüfer fest, dass Angaben darüber fehlten, ob die Infrastruktureigentümer ausreichende finanzielle Rücklagen für eine angemessene Instandhaltung und die letztendlich nötige Erneuerung der Anlagen gebildet hatten.

Das Donaueinzugsgebiet ist Europas größtes Einzugsgebiet, an dem 19 Länder Anteil haben. Es ist durch Wasserverschmutzung aus verschiedenen Quellen gefährdet. Der Beitrag der EU zu Abwasserbehandlungsprojekten in den vier Mitgliedstaaten belief sich in den Programmplanungszeiträumen 2000-2006 und 2007-2013 auf 7,9 Milliarden Euro.

In diesem Sonderbericht (Nr. 2/2015) mit dem Titel "EU-Finanzierung kommunaler Abwasserbehandlungsanlagen im Donaueinzugsgebiet: Die Mitgliedstaaten benötigen im Hinblick auf die Verwirklichung der Ziele der EU-Abwasserpolitik weitere Unterstützung" wird die Wirksamkeit der Ausgaben des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Kohäsionsfonds für die Abwasserbehandlung bewertet, mit denen die Mitgliedstaaten im Hinblick auf das Erreichen der Ziele der EU-Abwasserpolitik unterstützt wurden.

Der Sonderbericht der EuRH steht als Download auf der Webseite des Europäischen Rechnungshofes in englischer Sprache zur Verfügung.

 EuRH Pressemitteilung
 EuRH-Sonderbericht 2/2015 (Englisch)


08.07.2015

Wasser

Wasserwirtschaft: Neue Förderungsrichtlinien

Bei der Kommissionssitzung Wasserwirtschaft am 30. Juni 2015 wurde die lange vorbereitete Novelle zu Förderungen der Siedlungswasserwirtschaft beschlossen. Zudem konnten insgesamt 551 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung mit einem Förderwert von knapp 30 Millionen Euro genehmigt werden, berichtet das Umweltministerium in einer Pressemitteilung.

Schwerpunkt der Novelle ist die Förderung von Sanierungsmaßnahmen. Die genau geregelten Förderungen sollen für sozial verträgliche Gebühren sorgen und umfangreiche Investitionen in der Bauwirtschaft auslösen.

In der Gewässerökologie wurden im Rahmen der Sitzung insgesamt neun Projekte mit einer Bundesförderung von etwa fünf Millionen Euro bewilligt. Im Bereich Hochwasserschutz wurden 78 Projekte mit einer Bundesförderung von rund 57 Millionen Euro zur Genehmigung vorgeschlagen. Davon wird bei neun Vorhaben über eine Million Euro investiert. Mit dem Hochwasserschutz an der Drau in Osttirol für 12,9 Millionen Euro und dem Rückhaltebecken Krems-Au an der oberösterreichischen Krems für 30 Millionen Euro kam es zum Startschuss für zwei Großprojekte.

 BMLFUW Pressemitteilung


08.07.2015

Wasser

Umweltdachverband: Neue Studie bringt Vorschläge für die Einhebung von Wassergebühren

Der Umweltdachverband hat in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz und der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien im Rahmen eines ÖNB Jubiläumsfonds-Projekts eine Studie erstellt, die den Ergebnissen eines Vorgängerprojektes folgend die konkrete Einführung von EU-rechtskonformen Wassergebühren untersucht hat.

"Mit den Arbeiten aus unserer Studie haben wir die Grundlage für die Implementierung einer modernen, die Umwelt- und Ressourcenkosten berücksichtigenden Wassergebührenpolitik geschaffen", sagt Beate Geretschläger von der JKU Linz, Mitautorin des juristischen Teils der Studie.

Bislang werden bei der Wasserpreisgestaltung Umwelt- und Ressourcenkosten wenig bis gar nicht berücksichtigt. "Dabei läge darin ein hohes Potenzial. Einerseits würden Wassergebühren in Landwirtschaft, Tourismus und E-Wirtschaft zu einem sorgsameren Umgang mit der Ressource führen und wenig rentable Anlagen damit einfach nicht errichtet", sagt Stephan Lutter von der WU Wien, einer der Verfasser des umweltökonomischen Teils der Studie. "Andererseits ist auch klar, dass durch die Einführung von entsprechenden Gebühren Einnahmen kreiert würden, die für öffentliche Interessen – im Idealfall zweckgebunden für den Wasserschutz – einsetzbar wären", sagt Lutter.

Die Studie, die in Kürze im MANZ-Verlag erscheinen wird, belegt, dass eine Anwendung der Wassergebührenpolitik gefordert ist, weil sie Anreize setzt die Wasserressourcen effizienter zu nutzen. Sie zeigt außerdem auch auf, wie eine solche Wassergebührenpolitik konkret umgesetzt werden könnte.

"Nur die kommunale Wasserver- und Abwasserentsorgung sind in Österreich mit Gebühren belegt und treffen damit in erster Linie die Haushalte, während andere Sektoren, wie Tourismus, Industrie und E-Wirtschaft das Wasser gratis nutzen können und damit auch noch Geld verdienen. Es kann nicht länger angehen, dass Wassernutzung im Bereich des Tourismus etwa für den Betrieb von Schneekanonen, in der Industrie durch die Nutzung der thermischen Kapazität des Wassers, zum Beispiel zur Kühlung, oder in der Energieproduktion durch die Wasserkraft, gratis ist. Das ist Luxus auf Kosten der Allgemeinheit, der nicht mehr länger verantwortbar ist, und zudem eine umweltschädliche Subvention, die nicht länger bestehen darf", sagt Franz Maier, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbands.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten und Argumente der Studie steht auf der Webseite des Umweltdachverbandes als Download zur Verfügung.

 Umweltdachverband Pressemitteilung


27.05.2015

Wasser

Umweltdachverband: Kraftwerk Innervillgraten darf nicht gebaut werden

Das Kleinwasserkraftwerksprojekt in einem der letzten noch unberührten Bergdörfer Tirols, in Innervillgraten, steht offensichtlich wegen Verfahrensmängeln und Fristabläufen jetzt endgültig vor dem Aus, berichtet der Umweltdachverband. "Ein Neuantrag des selben Projektes wäre aufgrund des Kriterienkatalogs Wasserkraft und der Bestimmungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) nicht möglich. Das bedeutet das endgültige Aus für dieses Kleinwasserkraftwerk, das nicht nur unwirtschaftlich gewesen wäre, sondern insbesondere das Ökosystem der betroffenen Bäche massiv beeinträchtigt hätte", erklärt Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

Proschek-Hauptmann nimmt dabei Bezug auf das am 22. Mai 2015 in Innsbruck von lokalen AkteurInnen und NGOs präsentierte Rechtsgutachten, welches aufzeigt, dass der Naturschutzbescheid für das Kraftwerksvorhaben Innervillgraten nunmehr erloschen ist.

 Umweltdachverband Pressemitteilung


13.05.2015

Chemie & Nanotechnologie, Konsumentenschutz, Wasser

Mikroplastikkonferenz in Brüssel: Europäische Antworten gefordert

Mikroplastik ist eine Bedrohung für die Umwelt, die nicht an nationalen Grenzen halt macht. Es findet sich in Konsumgütern wie Zahnpasta und Duschgels, entsteht aber auch bei der Zersetzung von anderen Plastikgütern, wie z. B. Kunstfasern, Autoreifen und Plastiktaschen, und wird über Abwasser, Flüsse und Luft in der Umwelt verteilt.

Daher fordert eine Initiative, an der das österreichische Umweltministerium maßgeblich beteiligt ist, ein koordiniertes Vorgehen der EU zur Vermeidung von Mikroplastik-Verschmutzung. Diese Woche trafen sich VertreterInnen von Industrie, europäischer Umweltagenturen, der EU-Kommission und NGOs bei der ersten Mikroplastik.Konferenz in Brüssel, um konkrete Schritte zu diskutieren.

VertreterInnen mehrerer Umweltagenturen, darunter Karl Kienzl vom österreichischen Umweltbundesamt (UBA), präsentierten die neuesten Studien zu Mikroplastik-Verschmutzung. Während Einigkeit über das enorme Ausmaß des Problems herrscht, besteht im Detail noch großer Forschungsbedarf. So beschäftigt sich etwa der Großteil der bisherigen Untersuchungen mit Verschmutzung in maritimen Gewässern, während über jene in Böden und Flüssen noch wenig bekannt ist.

Außerdem sind die Daten einzelner Studien aufgrund der methodischen Unterschiede der Untersuchungen bisher kaum vergleichbar. Als entscheidender Punkt wurde daher eine europaweite Harmonisierung der Messstandards gefordert.

Als Maßnahmen zur Bekämpfung von Mikroplastik-Verschmutzung wurde neben effizientem Recycling vor allem auch die Vermeidung von Plastik, insbesondere in Gegenständen zum einmaligen Gebrauch, diskutiert. Uneinigkeit bestand über die Erreichung dieser Ziele. Während VertreterInnen der Industrie freiwillige Selbstverpflichtungen als ausreichend sahen und die Verantwortung der VerbraucherInnen betonten, verlangten NGOs wie „Seas at Risk“ rechtlich verpflichtende Vorgaben zur Reduktion der Produktion von Plastikgütern.

Auf der Konferenz bekannten sich unter anderem EU-Umweltkommissar Karmenu Vella und der österreichische Umweltminister Andrä Rupprechter klar zu dem Ziel der Vermeidung von Mikroplastik-Verschmutzung. Kommissar Vella kündigte an, dass der für den Herbst erwartete neue Vorschlag der Kommission zur Kreislaufwirtschaft (‚Circular Economy Package‘) auch „ehrgeizige Ziele“ für das Recycling von Plastikgütern enthalten werde.

Außerdem stellte das Europäische Netzwerk der Leiter der Umweltschutzagenturen (EPA) die Einrichtung einer Arbeitsgruppe in Aussicht, die möglichst viele Stakeholder aus Politik, Industrie und Zivilgesellschaft zusammenbringen soll. Ein Beschluss über die Errichtung der Arbeitsgruppe soll bei der EPA-Konferenz im September erfolgen.

Ende des Jahres wird eine weitere Konferenz zum Thema Mikroplastik in Meeren im Rahmen der Konvention zum Schutz der Nord-Ostsee (OSPAR) abgehalten werden.

 Umweltministerium: Pressemitteilung
 OSPAR: Marin Litter Regional Action Plan
 EPA


15.04.2015

Wasser

Umweltdachverband-Seminar: Maßnahmen im Zuge des 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans

Der Umweltdachverband lädt zu einem Seminar über den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan ein.

„Im zweiten Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (2. NGP), der Ende Dezember 2015 verordnet werden wird, werden die zu erreichenden Erhaltungs- und Sanierungsziele für die heimischen Gewässer sowie die Maßnahmen, mit denen diese Ziele zu erreichen sind, festgelegt. Diese Maßnahmen dienen der Erhaltung bzw. Erreichung eines guten chemischen und ökologischen Zustandes bzw. Potenzials der Gewässer und somit der Erreichung der durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgegebenen Ziele bis 2021 bzw. längstens 2027.“

Die vierte Seminarreihe „Maßnahmen im Zuge des 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans“ bietet Raum für die Präsentation und Diskussion der in den einzelnen Bundesländern geplanten Gewässersanierungsmaßnahmen in der Periode 2015 – 2021, und versteht sich gleichzeitig als Beitrag zur Unterstützung des Stellungnahmeprozesses zum Entwurf des 2. NGP im ersten Halbjahr 2015.

Die Seminare sind eine Veranstaltungsreihe des Umweltdachverbandes und des Österreichischen Fischereiverbandes in Zusammenarbeit mit dem BMLFUW im Rahmen des LE-Projektes „Gemeingut Wasser im Spannungsfeld der Interessen: Umsetzung des NGP. Wir informieren SIE – SIE bilden sich Ihre Meinung“.

Die Seminare finden an vier Terminen im Mai in ganz Österreich statt. Die Teilnahme an den Seminaren ist kostenlos.

 Umweltdachverband


18.03.2015

Wasser

BMLFUW: 10 Punkte-Maßnahmenprogramm gegen Plastik in Gewässern

„Plastik in unseren Gewässern ist ein Problem – egal ob in Meeren, Flüssen oder Seen. Das gehen wir aktiv an“, sagte Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Präsentation zweier Studien über die Qualität des Wassers in der Donau am 12. März 2015 in Wien.

Die europaweit einzigartige Untersuchung „Plastik in der Donau“ zeigt, dass jährlich zirka 40 Tonnen Plastik über die Donau aus Österreich abtransportiert werden. Der Großteil stammt aus „diffusen“ Quellen. „Jetzt haben wir aussagekräftige Daten auf dem Tisch. Mit einem 10-Punkte-Maßnahmenprogramm setze ich mich auf europäischer und nationaler Ebene für saubere Gewässer ein. So brauchen wir beispielsweise europaweit einheitliche Messstandards und Grenzwerte genauso wie die Weiterführung des Messprogramms an ausgewählten Flüssen“, sagte Minister Rupprechter. Gemeinsam mit der Kunststoffindustrie hat das BMLFUW die „Zero Pellets Loss Initiative“ ins Leben gerufen. Geplant sind technologische Verbesserungen, um Umweltbelastungen weiter zu reduzieren.

Bei der Studie wurden das Vorkommen von kleinen Kunststoffpartikeln in der Donau untersucht, Informationen über mögliche Eintragspfade gesammelt und Auswirkungen auf Ökosysteme geprüft. Die Arbeiten erfolgten unter Federführung des Umweltbundesamtes gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur und der ViaDonau im Auftrag des BMLFUW und der Bundesländer OÖ, NÖ und Wien.

Im September 2013 fand die weltweit größte wissenschaftliche Flussexpedition mit den bisher umfangreichsten Untersuchungen der gesamten Donau statt. Ein internationales Team aus 20 WissenschafterInnen hat sechs Wochen lang 2.400 km Donaustrecke an 68 Probenstellen in 14 Donauländern untersucht. 800 einzelne Parameter wurden dabei unter die Lupe genommen und neue Methoden getestet. Festgestellt wurde ein erfreulich hohes Maß an biologischer Vielfalt mit insgesamt 1300 Arten, darunter 67 Fischarten. Nährstoffbelastungen durch Stickstoff und Phosphor sind gesunken, mehrere 100 neuaufkommende Substanzen wurden dokumentiert, zumeist in extrem niedrigen Konzentrationen. Verbesserungswürdig sind Lebensraumstrukturen, die Wandermöglichkeiten für Fische, Überflutungsräume und die Anbindung der Auen.

 BMLFUW Pressemitteilung
 Joint Danube Survey 3



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Factsheets

Das 7. Umweltaktionsprogramm
Dieses Factsheet informiert Sie über die zentralen Themen des 7. Umweltaktionsprogrammes mit Links zu den Dokumenten.
 Download Factsheet "Das 7. Umweltaktionsprogramm" (pdf, 414 Kb)
Übersicht über die EU-Wasserpolitik 2011+ (DNR Factsheet)
Dieses Factsheet bietet eine Übersicht der Pläne im Bereich europäische Wasserpolitik für die kommenden Jahren.
 Download Factsheet "Übersicht über die EU-Wasserpolitik 2011+ (DNR Factsheet)" (pdf, 278 Kb)

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EUropa-Info

Wasser: Umwelt und Ressourcenkosten
Die EU-Mitgliedsstaaten müssen auf Basis des Verursacherprinzips bei der Bepreisung von Wasserdienstleistungen auch Umwelt- und Ressourcenkosten berücksichtigen. Bei der Auslegung des Artikels 9 gehen die Meinungen jedoch auseinander. In dieser Ausgabe beleuchten ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachrichtungen dieses überaus brisante Thema.
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Ernährung & Umwelt
Produktion und Verarbeitung, Vermarktung und Konsum - das sind die Themenschwerpunkte dieser neuen Spezialausgabe zu Ernährung und die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit.
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Veranstaltungen

ÖWAV-Kurs "Das ABC des Wasserrechts"
Wasserrecht für PlanerInnen und TechnikerInnen
Datum: 13.10.2015 - 13.10.2015
Ort: 4020 Linz/Oberösterreich; Hotel Ibis Linz City
Veranstalter: Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband
 Details anzeigen
CIPRA Jahresfachtagung 2015 "Handle für den Wandel! Damit es nicht bei Absichtserklärungen bleibt"

Datum: 25.09.2015 - 26.09.2015
Ort: 9491 Ruggel/Liechtenstein, Gemeindesaal
Veranstalter: CIPRA Liechtenstein, LI-9491 Ruggell
 Details anzeigen

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Links

 BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Das "Lebensministerium" informiert über Land, Forst, Umwelt und Wasser ebenso wie Lebensmittel, Bundesgärten und die Spanische Reitschule
 CIPRA International
Internationale Alpenschutzkommission (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) - zur Erhaltung von Natur- und Kulturerbe im Alpenraum
 Die LINKE.Ökologische Plattform
Deutsche Plattform für eine ökologische, nachhaltige Zukunft
 DNR - Deutscher Naturschutzring
Dachverband der im Natur- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland
 EEA - Europäische Umweltagentur
Europas Tor zur Umweltinformation
 EEB - European Environmental Bureau
Dachverband für Umweltorganisationen in Europa mit Sitz in Brüssel
 ENDS Europe Daily
Europe´s Environmental News Service: täglicher Nachrichtendienst für umweltrelevante Themen - mit Schwerpunkt Europäische Union (kostenpflichtig)
 Greenpeace Österreich
Schwerpunkte Atom, Chemie, Gentechnik, Klima, Meer, Wald und Wale sowie ökologischer Fußabdruck
 Institut für den Donauraum und Mitteleuropa
Informationsstelle für sämtliche Belange des Donauraumes und der mitteleuropäischen Staaten
 IUCN
IUCN, the International Union for Conservation of Nature, helps the world find pragmatic solutions to our most pressing environment and development challenges.
 Umweltbundesamt
Informationen über die Umweltsituation in Österreich, österreichisches Umweltregister, etc.
 Umweltdachverband
Lobby, Netzwerk und Servicestelle für Natur- und Umweltschutz mit 34 Mitgliedsorganisationen
 Umweltseiten Lebensministerium
Direkter Einstieg zu den Umweltseiten im BMLFUW

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