EU-News
15.05.2013
Industrie, Wirtschaft & Finanzen
Deutsche Welle: Spielen Konzerne ein „Hungerroulette“?
„Spielen Konzerne ein Hungerroulette?“, fragt der deutsche Auslandsrundfunk „Deutsche Welle“ in einem aktuellen Artikel vom 13. Mai 2013.
Die Hilfsorganisation Oxfam protestiert seit Jahren gegen Spekulationen mit Lebensmitteln. Banken und Versicherungskonzerne seien mit ihren Geschäften für die Preisschwankungen bei Lebensmitteln mitverantwortlich, so der Vorwurf.
„Etwa elf Milliarden Euro sollen auf dem deutschen Markt in spekulative Finanzprodukte mit Bezug zu Lebensmitteln angelegt worden sein, davon etwa 6,2 Milliarden über den Versicherungskonzern Allianz“, berichtet die „Deutsche Welle“.
Oxfam hat eine Studie mit dem Titel „Hungerroulette: Wie viel deutsche Finanzinstitute durch Nahrungsmittelspekulation einnehmen“ veröffentlicht.
„Mehr als 116 Millionen Euro haben deutsche Finanzinstitute 2012 allein durch die Verwaltung von Investmentfonds eingenommen, die mit Nahrungsmitteln spekulieren. Eine unrühmliche Marktführerschaft haben dabei Allianz und Deutsche Bank. Sie kontrollieren zusammen 40 Rohstofffonds, die es Kapitalanlegern ermöglichen, auf Nahrungsmittelpreise zu wetten“, schreibt Oxfam im Begleittext zur Studie, die auf der Webseite der Hilfsorganisation als Download in deutscher Sprache gratis zur Verfügung steht.
„Dieses Hintergrundpapier zeigt auf, welche Einnahmen deutsche Finanzinstitute allein aus der Verwaltung von Agrarrohstofffonds und verbundenen Dienstleistungen erzielen und gibt einen Überblick über Umfang und aktuelle Entwicklungen des Geschäfts mit der Nahrungsmittelspekulation in Deutschland.“
08.05.2013
Energie, Wirtschaft & Finanzen
EIB-Kredit über 140 Millionen für Windpark Bruck/NÖ
Die Europäische Investitionsbank (EIB) gewährt für die Finanzierung mehrerer Windparks in Niederösterreich (Deutsch-Altenburg, Petronell Carnuntum, Höflein, Rohrau, Bruck an der Leitha, Hof und Seibersdorf) einen Kredit von 140 Millionen Euro. Die Gesamtleistung dieser Windparks soll 150 Megawatt (MW) betragen.
Erneuerbare Energien sind einer der Finanzierungsschwerpunkte der EIB in Österreich, wo sie seit 2011 für Projekte im Windsektor eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung gestellt hat.
13.02.2013
Wirtschaft & Finanzen
Nahrungsmittel-Spekulationen: Kritik an Deutscher Bank und Allianz Versicherung
„Deutsche Bank und Allianz haben entschieden, die spekulativen Geschäfte mit Agrarrohstoffen fortzusetzen. Die international agierenden Finanzinstitute behaupten, es bestünde kein Zusammenhang zwischen Investitionen an Agrarterminbörsen und dem weltweiten Hunger“, kritisiert die deutsche Hilfsorganisation Oxfam in einer Pressemitteilung.
Zahlreiche Untersuchungen würden belegen, so Oxfam, dass bestimmte spekulative Rohstoffderivate mit hoher Wahrscheinlichkeit eine negative Wirkung auf die Preisstabilität und das ordentliche Funktionieren der Agrar-Terminbörsen haben.
Auch ExpertInnen sind dieser Ansicht, so zum Beispiel der UN-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, und der Chefvolkswirt der UNCTAD (UN-Organisation für Handel und Entwicklung), Heiner Flassbeck.
Oxfam analysierte im Mai 2012 in einer Studie die milliardenschweren Fonds der beiden Geldinstitute und die von ihnen ausgehende Gefahr für die Stabilität der Nahrungsmittelpreise und damit die Verstärkung des Hungerrisikos für in Armut lebende Menschen.
Verschiedene andere deutsche Geldinstitute hätten im vergangenen Jahr Fonds mit Grundnahrungsmitteln aus ihrem Angebot gestrichen, berichtet Oxfam. Die Deutsche Bank und die Allianz Versicherung wollen aber weiterhin Investitionen in spekulative Agrarrohstofffonds anbieten.
„Damit bestehen Allianz und Deutsche Bank auf dem Geschäft mit dem Hunger. Mit mehr als zehn Milliarden Euro, die sie in spekulativen Rohstofffonds verwalten, gehören sie zu den weltweit Größten in der Branche. Beide verweisen in ihrer Argumentation immer auf das Interesse der Kunden – also der Investoren – und verschweigen geflissentlich ihr finanzielles Eigeninteresse“, kritisiert Oxfam.
28.11.2012
Landwirtschaft, Wirtschaft & Finanzen
EU-Haushaltsgipfel gescheitert
Die europäischen Staats- und Regierungschefs konnten sich nicht auf die Ausrichtung des EU-Budgets bis 2020 einigen und brachen die Verhandlungen am 23. November 2012 ergebnislos ab. Im Februar soll es einen neuen Gipfel zu dem Thema geben.
Bei den Verhandlungen ging es kaum um die inhaltliche Schwerpunktsetzung innerhalb des Haushalts - stattdessen stand alleine die Gesamthöhe des Budgets im Vordergrund.
Das European Environmental Bureau (EEB) forderte vor dem Start der Verhandlungen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem WWF, Friends of the Earth Europe, BirdLife Europe, ARC 2020, und der IFOAM EU Group eine „fairere und grünere Gemeinsame Agrarpolitik“.
Die europäischen Umweltverbände kritisierten die einseitige Ausrichtung der Debatte auf das Budget und zeigten sich anschließend teilweise erleichtert, dass sich die Sparer zumindest nicht durchsetzen konnten. Die NGOs hatten den Kompromissvorschlag des Ratspräsidenten Herman Van Rompuy vor dem Gipfel vor allem wegen der Verwässerungen im Agrarbereich scharf kritisiert.
Der WWF bezeichnete die Verhandlungen als "unwürdiges Geschacher", das EU-Skepsis schüre. Wenn es nicht gelinge, die Gelder für eine wirklich nachhaltige Entwicklung Europas einzusetzen, werde der Sinn eines EU-Haushalts völlig verfehlt. [DNR, i.h.]
31.10.2012
Landwirtschaft, Wirtschaft & Finanzen
Lebensmittel in Österreich: Zahlen – Daten – Fakten 2011
Das Lebensministerium hat den Bericht „Lebensmittel in Österreich: Zahlen – Daten – Fakten 2011“ veröffentlicht, der wirtschaftliche Aktivitäten entlang der Lebensmittelkette in Österreich abbildet.
Produktionsdaten der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung, Daten des Lebensmitteleinzelhandels und des Außenhandels in Menge und Wert werden darin angeführt und die Veränderung zum Vorjahr dargestellt. Erzeugerpreisindex, Verbraucherpreisindex, Selbstversorgungsgrad sowie Pro-Kopf-Verbrauch ergänzen die Daten. Wo möglich, wurden Daten zur Bioproduktion getrennt ausgewiesen.
Der Bericht enthält auch Angaben über den Konsum. Die monatlichen Ausgaben für Lebensmittel pro Person betragen in Österreich durchschnittlich 352 Euro, davon werden 23 Prozent für Fleisch ausgegeben. An zweiter Stelle stehen Brot & Getreideprodukte (21 %), gefolgt von Milchprodukten und Eiern (13 %) und Gemüse (10 %). Für Süßwaren geben die ÖsterreicherInnen monatlich genau so viel aus wie für Obst, nämlich 8 Prozent ihres Lebensmittelbudgets.
Der Bericht steht als Download auf der Webseite des Lebensministeriums zur Verfügung.
31.10.2012
Klima, Wirtschaft & Finanzen, Energie
Klimaretter: 50 Milliarden Dollar in Flammen
„Nach wie vor wird das bei der Erdölförderung anfallende Erdgas einfach abgefackelt“, schreibt die Internetplattform „Klimaretter“ in einem Bericht über die Verbrennung der Erdgase, die bei der Förderung oder Raffination von Erdöl anfallen. „Zwar bemüht sich die Weltbank um eine Reduktion dieses Energie- und Klimafrevels. Aber weil in den USA Erdgas enorm billig geworden ist, stieg die abgebrannte Menge zuletzt wieder an.“
Schätzungen zufolge würden jährlich weltweit zwischen 150 und 170 Milliarden Kubikmeter Kohlenwasserstoffgemische auf diese Weise verbrannt, berichtet „Klimaretter“. Diese Erdgasmenge entspricht dem Jahresverbrauch von Deutschland und Italien zusammen. Der Wert dieser Erdgasmenge liegt laut Berechnungen der Weltbank bei 50 Milliarden Dollar.
Grund für diese enorme Verschwendung sei unter anderem, dass viele Ölfelder in weit abgelegenen Gegenden liegen und der Bau von Gaspipelines über mehrere Tausend Kilometer den Ölkonzernen zu teuer wäre. Aus diesem Grund, so „Klimaretter“, würde das Erdgas einfach verbrannt werden. Das sei billiger.
12.09.2012
Wirtschaft & Finanzen
Diskussionsveranstaltung: Jobmaschine Green Jobs?
Die Arbeiterkammer (AK) Wien veranstaltet am 2. Oktober im AK Bildungszentrum eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Jobmaschine Green Jobs? Mehr und bessere Arbeitsplätze durch Umweltschutz?“
Eine neue AK-Studie zu diesem Thema zeigt, wo die meisten Green Jobs zu finden sind und wie die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten dieser Branche tatsächlich aussehen. „Mehr Müll und ein höherer Energieverbrauch bedeuten auch mehr Green Jobs. Wie umweltfreundlich ist die Schaffung von mehr Green Jobs? In welchen Umwelt-Bereichen werden wirklich gute, neue Jobs geschaffen?“ Bei der Veranstaltung werden diese Fragen aufgegriffen und diskutiert.
Das vollständige Programm zu dieser Veranstaltung finden Sie auf der Webseite der Arbeiterkammer Wien, um Anmeldung bis zum 25. Septebmer 2012 wird ersucht.
22.08.2012
Wirtschaft & Finanzen
Themenheft „Grüne Ökonomie – Was uns die Natur wert ist“
Die Heinrich Böll Stiftung nimmt in der neuesten Ausgabe ihrer Zeitschrift „Böll.Thema“ einen wichtigen und besonders umstrittenen Aspekt der Grünen Ökonomie unter die Lupe: die ökonomische Bewertung von Natur. „Schützen wir sie, indem wir ihr einen monetären Wert geben? Welche marktbasierten Ansätze und Instrumente sind sinnvoll und welche nicht? Und wer ist in die Entscheidungen im Natur- und Ökosystemschutz eingebunden?“
Diese und andere Fragen werden in dem Heft von einer Reihe von AutorInnen erörtert.
„Böll.Thema“ spürt neuen Trends nach und richtet den Blick insbesondere auf die von den Vereinten Nationen offensiv betriebene Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB), die international sehr kontrovers diskutiert wird.
Das Themenheft steht online als PDF-Download zur Verfügung.
25.07.2012
Wirtschaft & Finanzen
„Move Your Money“: US-Kampagne gegen Großbanken
Die nicht enden wollenden Skandale der Finanzwelt standen am Anfang dieses Projektes, das von der amerikanischen Journalistin und Herausgeberin der „Huffington Post“, Ariana Huffington, initiiert wurde. KonsumentInnen sollen dazu motiviert werden, ihre Bankkonten bei Großbanken aufzulösen und neue Konten bei kleinen Banken zu eröffnen.
Seit dem Start des Projektes haben laut Angaben von „Move Your Money“ rund zehn Millionen KundInnen ihre Konten bei amerikanischen Großbanken geschlossen.
Die Kampagne wurde mittlerweile auf andere Länder ausgeweitet, auch in Großbritannien ist „Move Your Money“ jetzt aktiv. Rund eine halbe Million BritInnen sind seit dem Start der Kampagne im Februar 2012 bereits dem Beispiel der AmerikanerInnen gefolgt.
11.07.2012
Wirtschaft & Finanzen
Umweltrecht: Seminare für Unternehmen
Das Umweltbundesamt bietet auch heuer wieder in Kooperation mit der TÜV Nord Akademie eine Reihe von Seminaren zum Thema Umweltrecht für Firmen an.
Vortragende sind neben Fritz Kroiss vom Umweltbundesamt erfahrene ExpertInnen des Lebensministeriums, der Finanzprokuratur und des Wiener Magistrats.
Angeboten werden Seminare zu Umwelthaftung und Umweltstrafrecht in Unternehmen, zur neuen Industrie-Emissionsrichtlinie der EU, sowie zum Genehmigungsverfahren nach der Gewerbeordnung und dem UVP-Gesetz.
Weitere Informationen zu den einzelnen Seminaren und den Terminen finden Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes.
Factsheets
Was ist eine allgemeine Finanztransaktionssteuer und wie könnte sie eingehoben werden? Das Factsheet erläutert den Stand der Diskussion.
Dieses Factsheet des European Environmental Bureaus (en) informiert rund um das EU Eco-Label. Es geht unter anderem den Fragen nach: Welche Kriterien müssen eingehalten werden? Wie bekommt eine Produkt diese Auszeichnung? Worin besteht der Unterschied zu anderen Biogütesiegeln?
Kaum jemanden lässt die EU kalt, wobei die Emotionen vor allem in der Frage der Finanzierung hochschaukeln. Wieviel Geld wird von der EU verwaltet und wofür wird es ausgegeben?
EUropa-Info
Umwelt & ProdukteDas EU-Umweltbüro geht in der neuesten Ausgabe seines Magazins EUropa-Info nicht nur der Herstellung von Produkten nach, sondern betrachtet auch den gesamten Life Cycle-Prozess diverser Waren - von der Erzeugung über den Gebrauch bis zum Recycling anhand von Beispielen. Es werden die Begriffe Cradle-to-Cradle, Wheel-to-Wheel oder IPP näher erläutert und es wird berichtet, wie derzeit daran gearbeitet wird, einen "nachhaltigen Lebenszyklus" zu kreiieren.
Elektromobilität & UmweltElektromobilität ist zur Zeit in aller Munde. Einzelne Szenarien in Österreich und in Europa prophezeien eine durchaus wachstumsfähige Zukunft. Diese Ausgabe bietet interessante Beiträge über das Potential, die Machbarkeit und Vorteile des Einsatzes von Elektrofahrzeugen.
Umwelt & GeldInteressante Beiträge über grüne Veranlagungen und grüne Investitionspolitik zeigen Wege auf, wie in Zukunft Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Produktion und Gesellschaft forciert werden kann.
Dossiers
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Stand des Gesetzgebungsverfahrens
Procedure completed Veröffentlichung Amtsblatt
Procedure completed Veröffentlichung Amtsblatt
Veröffentlichung Amtsblatt
Veranstaltungen
Datum: 16.10.2013 - 17.10.2013
Ort: 1 Warsaw/PL, Warszawskie Centrum EXPO
Veranstalter: REECO Poland, PL-00-716 Warszawa
Datum: 03.10.2013 - 03.10.2013
Ort: 0 Brussels/B
Veranstalter: Forum Europe, Cardiff CF10 1BE UK
Integration Challenges for Sustainabiltiy
Datum: 18.09.2013 - 21.09.2013
Ort: 1010 Wien/A, Technische Universität Wien
Veranstalter: Technische Universität Wien, 1010 Wien
Datum: 14.06.2013 - 14.06.2013
Ort: 7270 Davos/CH, Congress Centre
Veranstalter: Conference Secretariat; CH-9014 St. Gallen
Datum: 12.06.2013 - 12.06.2013
Ort: 1040 Wien/A, Theresianumgasse 16-18
Veranstalter: AK Wien, A-1040 Wien
Datum: 04.06.2013 - 07.06.2013
Ort: 1070 Brussels/B, EGG Conference Center
Veranstalter: Registration Office
Datum: 03.06.2013 - 05.06.2013
Ort: 0 Havana/Cuba
Veranstalter: WWEA Head Office, D-53113 Bonn
Datum: 23.05.2013 - 23.05.2013
Ort: 1120 Wien/A, Karl-Renner-Institut, Europasaal
Veranstalter: Karl-Renner-Institut, A-1120 Wien
Datum: 23.05.2013 - 23.05.2013
Ort: 1090 Wien/A, Kommunalkredit Public Consulting
Veranstalter: Umweltbundesamt GmbH, A-1090 Wien
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