Christian Dax


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Umweltcheck - 5 Fragen

1. Was sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Neben der Bekämpfung von Hunger und Armut, dem Erhalt des Friedens und des Wohlstands in Europa zählt das Bemühen um die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit auch im 21. Jahrhundert zu den größten politischen Herausforderungen auch für die Europäische Union. Die Erderwärmung vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe – Erdöl, Kohle und Erdgas - und die Ausdünnung der Ozonschicht sind ein globales Problem, das auch nur übernational zu lösen ist.

Wir brauchen eine ökosoziale Subventions- und Steuerpolitik
Ich setze mich daher vor allem für einen raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen im Zuge einer EU-weiten ökosozialen Steuer- und Subventionsreform ein. Nicht nur Österreich hat hier noch beträchtliches Potenzial. Es ist an der Zeit, dass wir in der EU Subventionen und Steuern vom Bereich Arbeit auf Umwelt umleiten. Umweltzerstörendes Verhalten darf nicht mehr subventioniert und gefördert werden.


2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?

  • Die Bekämpfung von Ungleichheit, Armut und Hunger, die zu globalen Migrationsströmen führen. Hier setze ich auf die Umsetzung des Globalen Pakts für sichere, geordnete und reguläre Migration, die eine breite Mehrheit der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im Dezember 2018 in Marokko beschlossen hat.
  • Die schwarz-blaue Regierung in Österreich hat nicht unterschrieben. 
  • Die Einhaltung und Erreichung der Klimaziele, wie sie bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 festgelegt wurden. Auch hier ist Österreich säumig.
  • Europa hat eine besondere Verantwortung im immer härter werdenden Konflikt zwischen den USA, China und Russland. Wir brauchen eine ausgewogene Sicherheits- und Handelspolitik, die Wohlstand und Frieden sichern und nicht gefährden.
  • Die Verteidigung demokratischer Errungenschaften gegen die zunehmenden Angriffe auf Demokratie und Freiheit durch nationalistische und autokratische Kräfte.


3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen?

Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien 

Europa ist ein Erfolgsprojekt. Allerdings wird es die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre sein, die EU- von einer Wirtschafts- und Währungsunion hin zu einer echten Sozialunion zu entwickeln.


4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Auf jeden Fall und mit aller Kraft. Europa hat hier eine Beispielsfunktion für andere Weltregionen und die muss Europa auch glaubwürdig wahrnehmen.

Aber die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele ist nicht nur eine Aufgabe der EU-Kommission, auch die einzelnen Länder und Regionen sind hier gefordert. Das Land Burgenland ist hier eine echte Vorzeigeregion. So ist das Burgenland ist europaweit die Nummer 1 bei der Nutzung erneuerbarer Energie. Im Jahr 2000 sind 3 % des Strombedarfs aus erneuerbarer Energie abgedeckt worden – heute sind es über das Jahr gerechnet rund 150 %. Diesen Wert erreicht keine Region in der Europäischen Union. Gleiches gilt für die Förderung des biologischen Landbaus. Das Burgenland hat sich der Biowende verschrieben und hat heute schon den höchsten Anteil an biologisch bewirtschafteter Fläche und will das bis zu 100 Prozent ausbauen. Auch in der Armutsbekämpfung ist Burgenland weiter als andere Regionen Europas.

5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?                                                                            

NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas 

TEILGENOMMEN                   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne 

TEILGENOMMEN                   -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden