Evelyn Regner


Foto: © Thomas Peintinger

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Umweltcheck - 5 Fragen

1. Was sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Das ist ganz klar der Klimawandel. Wir müssen die Pariser Klimaziele erreichen. Und das schaffen wir nur auf europäischer Ebene. Der Klimawandel macht nicht an der Grenze halt. Hier brauchen wir europäische und internationale Lösungen. Wir SozialdemokratInnen stehen für eine nachhaltige Umweltpolitik, die ohne Lobbyinteressen auskommt. Eine Politik, die den Schutz der Menschen und der Natur über Konzerninteressen stellt. Wir kämpfen für die rasche Einführung einer EU-weiten CO2-Steuer und der Reduzierung von Plastikmüll genauso wie ein europaweites Totalverbot von Glyphosat. Ein soziales Europa bedeutet für uns neben einer fairen Arbeit, auch eine saubere Umwelt und damit gerechte Chancen für jeden. Deswegen wollen wir die Energiewende sozial gestalten.  Österreich soll und kann in vielen Bereichen Vorbild und Vorreiter sein, so auch im Umweltbereich: Österreich bezieht seinen Strom zu rund 70% aus erneuerbarer Energie, also umweltfreundlich und ohne Atomkraft - das muss unser Ziel für ganz Europa sein.


2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?

Klima und Umweltschutz tragen zu einer gleichberechtigten Gesellschaft bei. Alle Menschen haben ein Recht auf eine intakte Umwelt. Umweltpolitik und Verteilungsfrage sind eng miteinander verbunden. Es muss uns endlich gelingen, dass alle ihren fairen Beitrag leisten. Dass sich die Konzerne endlich an die Spielregeln halten - und Steuern endlich dort bezahlt werden, wo die Gewinne erwirtschaftet werden. In Europa entgehen uns knapp 1.000 Milliarden Euro aufgrund von Steuerbetrug. Dieses Geld fehlt uns, für Beschäftigungsinitiativen für unsere Jugend, für eine nachhaltige Klimapolitik oder für die Langezeitpflege.


3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen?

Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien

Die Frage ist nicht nach einem mehr oder wenigen Europa, sondern welches Europa wir wollen. Wir wollen ein Europa, wo der Mensch wieder mehr im Mittelpunkt der Politik steht und nicht die Konzerninteressen. Wir SozialdemokratInnen stehen für ein Europa, das das Wohlstandsversprechen für alle EuropäerInnen einlöst, in dem alle ein gutes Leben führen können. Dafür müssen wir die großen Dinge anpacken: Europa wird sozial sein, oder es wird nicht sein. Wir dürfen nicht mehr länger zuschauen, dass Beschäftigte in Osteuropa die Hälfte des Lohnes bekommen als in Österreich. Deswegen kämpfen wir für europäische Mindeststandards.


4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Ja. Die UN-Agenda 2030 verfolgt einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz, der die drei Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Ökologie gleichrangig berücksichtigt, und dabei auch die Wahrung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Good Governance, Frieden und Sicherheit einfordert. Diesen Ansatz unterstützen wir SozialdemokratInnen. 


5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?                                                     

 
NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden

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