Georg Mayer


Vilimsky FPOe4

Umweltcheck - 5 Fragen

1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Die letzten fünf Jahre haben wir uns auf EU-Ebene intensiv mit umweltpolitischen Fragen beschäftigt, vor allem der klimapolitische Aspekt war stets omnipräsent. Ich glaube dass wir uns auch in den nächsten fünf Jahren intensiv mit der Klimapolitik auf EU-Ebene beschäftigen werden, insbesondere was die Frage von Emissionen oder erneuerbaren Energien angeht. Ich würde mir dahingehend wünschen, dass man stets eine sachliche und realitätsnahe Diskussion zu diesen Themen führt und keine Jahrespläne schmiedet, die am Ende einfach nicht einzuhalten sind. Der Balanceakt ist stets ein schwieriger. Emissionsfreiheit kann ebenso heißen, dass man Atomreaktoren ausbaut oder gar fördert, wie wir es zum Beispiel beim Pariser Abkommen gesehen haben, in das die Atomlobby maßgeblich eingegriffen hat. Genau diese unbedachte Politik wollen wir verhindern. Des Weiteren bin ich der festen Überzeugung, dass es ein Umdenken in Sachen Tierschutz braucht - insbesondere Tierschutzstandards zum Beispiel bei Lebendtiertransporten. Auch werden wir uns weiterhin für ein Verbot von genetisch veränderten Pflanzen einsetzen und die Förderung natürlicher regionaler Produkte anstreben.

 

2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?

Meines Erachtens wird aus umweltpolitischer Sicht sicherlich die Nachhaltigkeit eines der dominierenden Themen sein. Es muss ein gut funktionierendes Gleichgewicht zwischen effizienter Nachhaltigkeit und gut funktionierender Wirtschaftlichkeit vorherrschen. Leider ist die EU hier ins Hintertreffen geraten, weil sie zwar ambitionierte Ziele verfolgt, aber die Effizienz dieser Ambitionen oft fragwürdig ist. Ich denke da etwa an die Förderung der E-Mobilität, die den Menschen als Alternative zu Verbrennungsmotoren präsentiert wird. Dabei erleben wir, dass in Afrika unter widrigsten Bedingungen Kobaltminen ausgebeutet werden und dabei weder Rücksicht auf Menschen oder Umwelt genommen wird. Die größte Herausforderung sehe ich aber vor allem in der Migrationspolitik, die auch im globalen Sinne die EU besonders betreffen wird, da unter anderem der Bevölkerungszuwachs in den afrikanischen Ländern noch mehr Menschen nach Europa aufbrechen wird lassen. Daher wollen wir einen effizienten Außengrenzschutz, entsprechenden Auffangzentren und sinnvolle Lösungsansätze vor Ort.  

 

3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen?


Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien

Wir haben uns für das Szenario  4, “Weniger aber Effizienter” ausgesprochen. Die EU kann nur dann effizient handeln, wenn  sie sich auf ihre Kernkompetenzen, wie internationaler Handel, Transport oder Umweltpolitik konzentriert. Wir sind gegen die Idee eines europöischen Superstaats und setzten uns für den Erhalt der Vielfältigkeit und Souveränität der Nationalstaaten ein. 

 

4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Diese Ziele sind sehr ambitioniert und, was den umweltpolitischen Aspekt anbelangt, wünschenswert. Ich bin der Ansicht, dass sich die EU mit ihren Nationalstaaten auf jene Punkte der SDGs konzentrieren sollten, die vor allem die Migrationsentwicklungen von Afrika nach Europa eindämmen. Dass wären zum Beispiel der Kampf gegen Hunger und Trinkwassermangel und vor allem Bildung.

 

5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?                                                        

NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne 

TEILGENOMMEN                  -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden

 

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