Karin Feldinger


Foto: © Hannelore Kirchner

NEOSEU Gamon3

Umweltcheck - 5 Fragen

1. Was sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Der Klimawandel ist ohne Frage eine riesige Herausforderung, welcher nur auf internationaler Ebene sinnvoll bekämpft werden kann. Hier muss Österreich, aber auch die EU insgesamt eine Vorreiterrolle einnehmen und den Weg hin zu einer dekarbonisierten Zukunft einleiten. Das ist auch eine Chance: Weniger Luftverschmutzung, weniger Importabhängigkeit, neue nachhaltige Unternehmen usw. Wichtig wäre es hier – in Österreich und Europa – für eine Kostenwahrheit beim CO2 zu sorgen und bei gleichzeitiger Entlastung des Faktors Arbeit die Entwicklung nachhaltiger Unternehmen zu fördern. Der Ausbau des europäischen Bahnnetzes sowie der Interkonnektivität der Stromnetze sind ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von CO2 Emissionen.

Das Artensterben in Europa und weltweit ist ebenfalls ein wichtiges Zukunftsthema. Damit verbunden muss die Gemeinsame Agrarpolitik und Förderstruktur in Richtung Nachhaltigkeit, Biodiversitätsschutz und Emissionsreduktion reformiert werden.

Es muss langfristig auch eine Entwicklung hin zu einer stärker an Rohstoff und Produkt- und Rohstoffkreisläufen orientieren Wirtschaft stattfinden, welche Abfallmengen und Rohstoffverbrauch reduziert und lokale Arbeitskräfte schafft.

 

2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?

Umweltpolitisch ist es ähnlich wie in Europa:

  • Der Klimawandel muss bekämpft und die Dekarboniserung der Wirtschaft vorangetrieben werden
  • Der Biodiversitätsverlust muss aufgehalten werden
  • Schritte zur Reduktion der Abfallmengen und des Rohstoffverbrauches, hin zu einer nachhaltigeren, weniger Rohstoffintensiven Wirtschaft müssen gesetzt werden
  • Landwirtschaft muss fair und nachhaltig gestaltet werden
  • Umwelt und Klimaschutz müssen als Win-win für Menschen und Wirtschaft verstanden werden:

Ich selbst habe als Unternehmerin im Biolebensmittel Bereich gearbeitet. Gerade für kleine und innovative österreichische Unternehmen ergeben sich wirtschaftlich neue Möglichkeiten und gleichzeitig leisten diese einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und der Reduktion von Abfall.

3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen?

Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien

Wir NEOS wollen ein stärker integriertes, auf Prinzipen des Liberalismus, der Fairness und Nachhaltigkeit aufgebautes vereintes Europa. Nur so kann man globale Herausforderungen wie den Klimawandel und den Interessen von China, den USA und Russland effektiv begegnen und die Interessen der Europäischen Bürger_innen wahren.


4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Selbstverständlich. Wir lehnen die Weltsicht von Trump, Putin etc. der Welt als Nullsummenspiel ab, und glauben, dass globale Herausforderungen nur kooperativ und fair nachhaltig gelöst werden können – und, dass alle von den Lösungen profitieren können. So verhält es sich auch beim bei der Umwelt: Die Erde, die Umwelt und auch die Menschheit ist ein globales System, und Natur- und Klimaschutz sowie eine nachhaltige, faire und offene Wirtschaftsordnung bringt Nutzen für alle gleichermaßen.

5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?

NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden

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