Othmar Karas


Foto: © Pressefoto

Logo NeueVolkspartei neu tuerkis RGB6

Umweltcheck - 5 Fragen

1. Was sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Es wird drei ganz große Herausforderungen geben:

Erstens die Umsetzung und Erreichung der Klimaschutzziele: Bis 2030 haben sich die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet die Treibhausgasemissionen in der EU um 40 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Dafür sind große Anstrengungen nötig, die in den nächsten fünf Jahren ganz oben auf der Agenda stehen.

Zweitens die Durchsetzung des Umweltschutzes außerhalb Europas: Wir müssen uns als EU dringend darum kümmern, dass unsere hohen Umweltschutzstandards auch in Nicht-EU-Ländern zunehmend Fuß fassen. Denn alleine können wir das Weltklima nicht retten. In diesem Bereich erwarte ich von der kommenden Europäischen Kommission dringend geeignete Initiativen und Maßnahmen. Wir müssen Umweltschutz ganzheitlich denken. Wir sehen uns oftmals damit konfrontiert, dass unsere hohen europäischen Umweltschutzstandards dazu führen, dass Produktion oder Ressourcenbeschaffung aus der EU outgesourct werden und Umweltschutzstandards in Drittstaaten noch viel weniger eingehalten werden.

Drittens die Wasserrahmen-Richtlinie: Die Europäische Kommission führt derzeit eine Überprüfung der bestehenden Wasserrahmen-Richtlinie und verwandter Richtlinien durch. Der Umstand, dass viele Mitgliedstaaten es bisher nicht geschafft haben, ihre Gewässer in einen guten Zustand zu bringen, darf nicht dazu führen, die Umweltschutzziele zu senken.


2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?

Globalisierung, Digitalisierung, Umweltschutz, Klimawandel sowie die Weiterentwicklung der Außen- und Sicherheitspolitik werden die nächsten Jahre dominieren:

 Die EU ist die einzige Möglichkeit für unseren Kontinent die Globalisierung mitzugestalten: Wir haben nur dann eine Chance Einfluss zu nehmen, wenn sich Europa gemeinsam für globale Standards und Handelsabkommen einsetzt. Dafür müssen wir als Europäer kämpfen - zum Schutz von Menschen und Umwelt. Nur so können wir unsere Wirtschaft, unsere Lebensmittel und Sozialstandards schützen.

 Europa muss globaler Vorreiter im Umwelt und Klimaschutz sein: Es gibt keine Alternative im zur gemeinsamen Anstrengung im Bereich des Klimawandels. Die Millenniums-, und Klimaziele müssen entschlossener als bisher durchgesetzt werden. Dies ist auch eine Chance europäische Umwelttechnologien weltweit zu positionieren, internationale Standards zu setzen und wirtschaftlich davon zu profitieren. Die Reduzierung des CO2-Austosses und des Plastikmülls müssen weiter vorangetrieben werden.

 Europa muss auch die digitale Revolution anführen: Die vierte industrielle Revolution - künstliche Intelligenz, Robotisierung, Internet der Dinge, 3D-Druck - hat schon längst begonnen. Sie verändert bereits unser Leben unsere Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft ähnlich stark wie bei der Einführung der Elektrizität. Europa muss sich an die Spitze der technologischen Entwicklung stellen. Dafür braucht es mutige Investitionen und ein ebenso mutiges Überdenken unserer Arbeits-, Bildungs-, Forschungs-, und Innovationspolitik.

 Die EU muss zum Sprecher des Kontinents in der Welt werden: Dafür müssen wir unsere Kräfte bündeln. Eine gemeinsame Außen-, Sicherheits-, und Verteidigungspolitik sind Voraussetzungen um ein ´Global Player´ zu sein. Denn die Kräfte, die versuchen Europa zu spalten, werden mehr. Gegenüber aufstrebenden Weltregionen wie China, Indien und Lateinamerika schrumpft Europas Anteil an der Bevölkerung und der Weltwirtschaft jeden Tag.


3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen?

Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien

Wir stehen vor einer Richtungswahl. Eine Wahl zwischen jenen, die die Gemeinschaft schwächen und zerstören wollen und jenen, die die EU im Interesse Österreichs stärken und handlungsfähiger machen wollen. Ich stehe für mehr Miteinander und die Übernahme von Verantwortung statt einer Spaltung Europas und Schuldzuweisungen. Tiefere Zusammenarbeit ist die geeignete Antwort auf Nationalismus, Populismus und Egoismus. Nur so kann die EU zum Sprecher des Kontinents in der Welt werden. Nur das gemeinsame Lösen von Problemen kann das Vertrauen der Bevölkerung in die EU stärken.


4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Viele Gesetzesinitiativen der derzeitigen Kommission unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker spiegeln die Ideen der 17 Nachhaltigkeitsziele bereits wider. Aber es gibt noch viel zu tun. Die UN-Agenda 2030 und ihre 17 Nachhaltigkeitsziele sollen der Kompass für die nächste EU-Kommission sein. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Europäische Kommission gemeinsam und koordiniert bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen.


5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?
                                                         


NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne 

NICHT TEILGENOMMEN   -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden

Kontakt: Brüssel

Parlement européen                         
Bât. Altiero Spinelli                       
08F143                                           
60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60          
B-1047 Bruxelles/Brussel                  
Tel. +32 (0)2/28-45627                       
Fax +32 (0)2/28-49627                      
Email: othmar.karas@europarl.europa.eu

Webseite EP

Website Othmar Karas

Straßburg

Parlement européen
Bât. Louise Weiss
T09067
1, avenue du Président Robert Schuman
CS 91024
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel. +33 (0)388 1 75627
Fax +33 (0)388 1 79627

Postanschrift

European Parliament
Rue Wiertz
Altiero Spinelli 08F143
1047 Brussels