Sarah Wiener


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Umweltcheck - 5 Fragen

1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?  

Die größte Herausforderung unserer Generation ist die vom Menschen verursachte Klimaveränderung. Versagen wir bei der Bekämpfung der Klimakrise, dann setzen wir die Zukunft des Planeten aufs Spiel und das unserer Kinder und Enkeln. 

  • Europa muss beim Klimaschutz Vorreiterin werden und das Pariser Abkommen vollständig umsetzen. Es wird einen enormen Kraftakt brauchen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. 
  • Die Klimakrise ist auch eine Bedrohung für die Land- und Forstwirtschaft. Wir müssen auf eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft setzen. Sie ist die Basis für gesunde Lebensmittel und intakte Ökosysteme.
  • Länder wie die USA oder Argentinien betreiben eine umweltschädliche Agrarindustrie samt Einsatz von Gentechnik. Wir brauchen klare und verpflichtende unionsweite Kennzeichnungsregeln für alle Gentechnik-Produkte – auch bei Futtermitteln.
  • Wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen gehen durch Ackergifte, Überdüngung, Monokulturen, intensive Landnutzung und fehlende Wildnis verloren. Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft muss drastisch reduziert werden. Die giftigsten Pestizide müssen sofort verboten werden – darunter auch alle Neonikotinoide, denn sie schaden unseren Insekten, wie etwa den Bienen, massiv. 

2. Und was sind die größten globalen Herausforderungen in den nächsten 5 Jahren?  

  • Den Klimakollaps verhindern und dem kranken System mit gigantischen Tierfabriken und tonnenweisem Gift in den Böden ein Ende setzen. 
  • mehr soziale Gerechtigkeit für alle und Gleichheit zwischen Frauen und Männern herstellen. Kein Mensch darf diskriminiert werden. 
  • Solidarität mit den ärmsten Ländern der Erde leben, die am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen sind. 

Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam in einer ökologisch-sozialen Friedensrepublik Europa meistern. 

 

3. Wohin soll Ihrer Meinung nach die Reise Europas gehen? 


Weißbuch zur Zukunft Europas: Fünf Szenarien

Es ist höchste Zeit, dass sich die EU zu einer ökologischen und sozialen supranationalen Demokratie weiterentwickelt, in der alle Entscheidungen transparent von gewählten und politisch verantwortlichen Vertreterinnen und Vertretern im Europäischen Parlament getroffen werden. Europa sollte in punkto Umwelt- und Klimaschutz sowie bei sozialer Gerechtigkeit die Führungsrolle unter den Global Playern übernehmen. 

 

4. Müssen die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Grundlage für die Prioritäten der nächsten EU-Kommission werden?

Die SDGs hätten schon längst als Grundlage  in alle wichtigen Bereiche der EU inklusive der nächsten EU-Kommission integriert werden müssen. Bei der UN Agenda 2030 geht es um einen gesamtheitlichen Ansatz, der alle Lebensbereiche betrifft: Was kann die EU und die nächste EU Kommission tun, damit ein gutes Leben für alle möglich ist und die Erde geschützt werden kann?

Hier schließt sich der Kreis: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind DIE Themen, die höchste Priorität haben sollten.

 

5. Weiters möchten wir gerne von Ihnen wissen, ob Sie bereits an folgenden EU-weiten Umweltkampagnen teilgenommen haben?

NICHT TEILGENOMMEN   -   #Protect Water – Fitnesscheck Wasserrahmenrichtlinie       

NICHT TEILGENOMMEN   -   Konsultation zur Zukunft Europas

NICHT TEILGENOMMEN   -   Europäische Woche der Abfallvermeidung  

NICHT TEILGENOMMEN   -   Nature Alert Kampagne

NICHT TEILGENOMMEN   -   Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden