Economic Transition Team des EEB

Wir freuen uns, drei EEB Mitarbeiter*innen für die wirtschaftliche Transformation, das Economic Transition Team, vorstellen zu dürfen.

„Das EEB setzt sich zunehmend jenseits des Wachstumsparadigmas für Umweltgerechtigkeit ein. Wir wollen ökonomische und ökologische Gerechtigkeit für alle. In unserer Abteilung für globale Politik und Nachhaltigkeit wuchs aus einem Samen über die Jahre ein kräftiges Bäumchen mit drei starken Ästen und ganz vielen Blättern. Wir nennen es das „Economic Transition Team“ oder einfach das „ET-Team“ und dieses besteht aus:

Nick Meynen, Leitender Politikbeauftragter für Umwelt- und Wirtschaftsgerechtigkeit, hat diese Arbeitsgruppe gegründet und weiterentwickelt. Er ist vor sieben Jahren dem EEB-Team beigetreten und hat sich damit beschäftigt, es auszubauen, wobei er sein Hauptaugenmerk darauf legte, sich auf ökologische und soziale Ziele jenseits von Wirtschaftswachstum zu fokussieren. Er ist auch Autor. Sein Buch "Frontlines" wurde von Tim Jackson, Naomi Klein und zumindest einigen der jungen Klimaaktivisten der Welt herzlich begrüßt.

Katy Wiese, Politikbeauftragte für wirtschaftliche Transformation, trat im März 2019 bei, befindet sich jedoch nach wie vor auf der Karriereleiter. Sie vertritt das EEB in einem großen Klimamodellierungsprojekt (LOCOMOTION) und bei einem Bericht über die Rolle von Arbeit in der Postwachstumswirtschaft (angekündigt für November). Die ausgebildete Wirtschafts- und Umweltwissenschaftlerin aus Deutschland ist Veganerin, Feministin, Umweltschützerin, Läuferin und kämpft für die Gleichstellung von Frau und Mann in der Gesellschaft.

Diego Marin, Assistent für Umweltgerechtigkeit, trat im Sommer dem ET-Team bei, um Aufgaben im EnvJustice-Projekt (Environmental Justice) mit dem „EJAtlas“ zu übernehmen. Sein Engagement für die Umwelt kam erstmalig zum Vorschein, als er von Bergbau betroffene Gemeinden in seiner Heimat Peru besuchte. Er setzt sich auch für Grassroot-Bewegungen ein, die dem Bergbau innerhalb und außerhalb der EU Widerstand leisten.

Wir sind der Meinung, dass unser derzeitiges Wirtschaftssystem den Menschen und dem Planeten gleichermaßen schadet. Deshalb bringen wir Umweltschutz basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Politik ein, weil jemand sagen muss, dass das ewige Wachstum des BIP oder des Welthandelsvolumens weder möglich noch „grün“ sein kann. Unser Ausgangspunkt ist dabei nicht ob das derzeit politisch machbar ist, sondern der Stand der Wissenschaft.

Überextraktion, Überkonsum einer Minderheit, Unternehmensgewinnung, unverhältnismäßige Verteilung des Wohlstands und patriarchalische Werte und Institutionen sind miteinander verbunden. Wir arbeiten daher mit den systemischen Veränderungsstimmen in Jugend, Gewerkschaft, Entwicklung, Gesundheit, Frauen und anderen Organisationen.

 

Was wir bisher geschafft haben

2018 haben wir die erste Postwachstumskonferenz des Europäischen Parlaments co-organisiert, einen akademischen Brief in eine populäre Petition verwandelt und mit  EEB-Mitgliedern an Medien gearbeitet und daran, die Message an Vizepräsident Frans Timmermans weiterzuleiten. Im Jahr 2019 löste der decoupling debunked (Entkopplung entlarvt) Bericht, den wir gestartet hatten, eine politische Debatte über die Vorzüge des „grünen Wachstums“ aus, und kurz vor Weihnachten, wurde in den Schlussfolgerungen des Rates auf unsere Empfehlung für eine Wohlfahrtswirtschaft verwiesen. Im Jahr 2020 haben wir Umweltrassismus und systematische Diskriminierung der größten ethnischen Minderheit der EU aufgedeckt, mit GPS-Direktorin Patrizia Heidegger und Katy Wiese als Autorinnen.

Und erst vor wenigen Wochen hat das akademisch-aktivistische Projekt EnvJustice eine neue Karte auf dem EJAtlas veröffentlicht, die zeigt, wie schlecht konzipierter Naturschutz zu Umgehungen und Konflikten in Indien führt.

 

Ausblick auf die Zukunft:

  1. Ein Bericht über die Arbeit in der Postwachstumswirtschaft, in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Jugendforum, Gewerkschaften (ETUI) und Wissenschaftlern (Tim Jackson), der weit über die übliche Perspektive „grüner Arbeitsplätze“ hinausgeht
  2. Ein Bericht mit Oxfam Deutschland über die systematischen Probleme unseres Wirtschaftssystems
  3. Ein Buch über die Pandemie, den Umweltkollaps und wie man Risiken beider reduziert
  4. Ein Strategiepapier + ein offener Brief als Antwort auf die Überprüfung der wirtschaftspolitischen Steuerung 2020

 

Das ET Team freut sich über eine E-Mail: nick.meynen@eeb.org (Englisch) oder katharina.wiese@eeb.org