144 Organisationen fordern Umsetzung der Sustainable Development Goals

26.Jän 17

„Leider kennt in Österreich kaum jemand die SDGs“, sagte Helga Kromp-Kolb, bekannte BOKU-Professorin und Klimaforscherin, unlängst in einem Interview mit dem Standard. Schwer, ihr dabei zu widersprechen. Selbst in der heimischen Politik waren die Sustainable Development Goals der UN bisher kaum ein Thema, dabei bieten sie Ansätze für die gemeinsame Lösung globaler Probleme. Doch während andere Staaten schon Strategien für die Umsetzung der Ziele erarbeitet haben, ist davon in Österreich noch nichts zu sehen.

Nun haben sich 144 Organisationen aus ganz Österreich, darunter auch das EU-Umweltbüro, in einem gemeinsamen Brief an die Bundesregierung gewandt und den Entwurf einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie gefordert. Die Umsetzung der im September 2015 beschlossenen Agenda für nachhaltige Entwicklung solle demnach zur „Chefsache“ werden.

Der Brief liefert auch Vorschläge für nächste Schritte. Unter anderem sollen eine eigene Koordinationsstelle eingerichtet und der Umsetzungsplan mit jenem des Pariser Klimaabkommens verknüpft werden.

Die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung oder Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen wurden 2015 beschlossen und traten am 1. Jänner 2016 in Kraft. Die politischen Zielsetzungen folgen damit auf die Millennium Development Goals und sollen zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung der Welt auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene dienen. Zu den 17 Zielen mit insgesamt 169 Unterzielen zählen unter anderem das Beenden der Armut, Ernährungssicherheit, die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung des Klimawandels.


SDGs umsetzen – Gemeinsamer Brief von 144 Organisationen an die Bundesregierung