185 ermordete Umweltaktivisten 2015

Im Jahr 2015 wurden 185 Umweltaktivisten ermordet, berichtet die Internet-Plattform „klimaretter.info“. Die Zahlen stammen aus einem Bericht der britischen Organisation Global Witness. Damit hat sich die Zahl der Opfer im Vergleich mit dem Jahr 2014 mehr als verdoppelt, und den bisher höchsten Stand seit Beginn der Datensammlung im Jahr 2002 erreicht.

Brasilien führt dabei mit 50 ermordeten Umweltschützern und Menschen, die gegen Land Grabbing eintraten, die Liste der Staaten an, berichtet „klimaretter.info“. Der Kampf für den Amazonas-Regenwald sei dort laut Global Witness zunehmend ein Kampf gegen kriminelle Banden, welche die lokale Bevölkerung auf Geheiß von Holzunternehmen terrorisierten.

An zweiter und dritter Stelle stehen die Philippinen mit 33 Morden und Kolumbien mit 26 ermordeten Aktivisten. Weltweit sind dabei Ureinwohner am stärksten von den Morden betroffen: 40 Prozent der Opfer waren 2015 Indigene.

Die meisten Menschen – 42 – mussten laut dem Bericht wegen ihres Widerstands gegen Bergbauprojekte sterben. Weitere Gründe waren der Kampf gegen die Agrarindustrie, gegen Staudämme und die Abholzung von Wäldern.

 

klimaretter.info: 185 ermordete Umweltaktivisten 2015

Global Witness Bericht