20 Jahre Nationalpark Donau-Auen: Schutzgebiet wird erstmals erweitert

Seit mittlerweile 20 Jahren schützt der Nationalpark Donau-Auen die letzte große zusammenhängende Aulandschaft Mitteleuropas. Er zählt gemeinsam mit den weiteren Nationalparks zu Österreichs wertvollsten Naturschätzen. Am 20. Oktober 2016 wurde die Zukunftsstrategie und Weiterentwicklung des Nationalparks präsentiert. Das Schutzgebiet wächst um 277 Hektar.

Durch einen Vertragsabschluss mit dem privaten Grundbesitzer Abensperg-Traun werden 260 Hektar der Petroneller Au in den Nationalpark einbezogen, voll entschädigt und der Verwaltung des Nationalparks unterstellt. Für weitere 140 Hektar wurde ein Kooperationsvertrag für eine forstliche Außernutzungsstellung vereinbart.
Unter allen potentiellen Erweiterungsgebieten wird nun mit der Petroneller Au jenes, das für die Nationalparkverwaltung höchste Priorität hatte, eingegliedert. Hier bestehen die besten Voraussetzungen für eine standorttypische Auwaldentwicklung, informiert das Umweltministerium (BMLFUW) in einer Pressemitteilung. Aufgrund der Verträge wird es auf der gesamten Fläche zu einer natürlichen Bewaldung kommen.


Gleichzeitig bringt die Stadt Wien 17 Hektar neue Nationalparkfläche in Fischamend ein. Das Gebiet liegt direkt im Anschluss an das Revier Mannswörth, welches von der MA 49 verwaltet wird. Diese Flächen in Niederösterreich stellen zusammen mit der Lobau Wiens Beitrag zum Nationalpark Donau-Auen dar. Hier besteht eine weltweite Besonderheit, denn nur wenige Bundeshauptstädte verfügen über einen Nationalpark.

Am 27. Oktober 1996 wurde am Schlossberg Hainburg zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein Staatsvertrag zur Errichtung und Erhaltung eines Nationalpark Donau-Auen unterzeichnet. Mit einer anfänglichen Größe von 9.300 Hektar sollte der Nationalpark laut Vertrag letztendlich alle Augebiete entlang der Donau zwischen Wien und der Staatsgrenze umfassen.


BMLFUW Pressemitteilung