2010: Staaten subventionierten fossile Brennstoffe mit 409 Milliarden Dollar
Klima & Energie
Steigerung um 110 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2009.Trotz Klimawandel und immer größerer Ressourcenknappheit investiert die internationale Staatenwelt nach wie vor unglaubliche Summen in die Förderung fossiler Brennstoffe. Diese wurden im letzten Jahr laut Schätzungen der International Energy Agency (IEA) mit 409 Milliarden US Dollar subventioniert. Im Vergleich zum Jahr 2009 stiegen die Förderungen um 110 Milliarden Dollar an.
In einer gemeinsamen Presseaussendung der IEA und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordern die beiden Organisationen einen Stopp der Subventionspolitik für fossile Brennstoffe. Das würde zu vermehrten Investitionen in erneuerbare Energien führen und zu einer größeren Energieeffizienz.
Die Ziele, die eigentlich mit den Subventionen erreicht werden sollen, werden meist verfehlt, berichtet die Online-Plattform „Klimaretter“ in einer Analyse der Daten von 2010: „Statt Armut zu mindern und die ökonomische Entwicklung zu fördern, führten die Zahlungen zu Energieverschwendung, verzerrten die Preisbildung an den Märkten und würden die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien beeinträchtigen“.
Die OECD und IEA stellen in einer gemeinsamen Datenbank Zahlen und Fakten über die Subventionen für fossile Brennstoffe von 24 Ländern zur Verfügung. Damit werden rund 95 Prozent der gesamten Energieversorgung der OECD-Länder abgedeckt. Die Datenbank steht online zur Vefügung.
Im November wird die IEA ihren „World Energy Outlook 2011“ veröffentlichen, in dem unter anderem die Vorteile des Subventiones-Stopps für fossile Brennstoffe präsentiert werden.
Klimaretter: Die 500 Milliarden Dollar-Subventionsmaschine
OECD and IEA recommend reforming fossil-fuel subsidies to improve economy and the environment (en)
Datenbank: OECD-IEA Fossil Fuel Subsidies and Other Support (en)