3,5% der Lebensmittel enthalten Pestizidrückstände
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihren Jahresbericht 2008 über Pestizidrückstände in Lebensmittel veröffentlicht.Der Bericht liefert eine Übersicht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln, die innerhalb der Europäischen Union vertrieben werden. Er befasst sich auch mit der Frage, in welchem Ausmaß die europäischen VerbraucherInnen diesen Rückständen durch ihre Ernährung ausgesetzt sind.
Laut Bericht lagen 96,5% der analysierten Proben unter den für europäische Lebensmittel festgelegten Rückstandshöchstgehalten (MRL) von Pestiziden. 3,5% der analysierten Proben überschritten den gesetzlich festgelegten Wert, 2007 waren es noch 4,2%.
Lebensmittel die von außerhalb der Europäischen Union eingeführt wurden überschritten die Grenzwerte mit 7,6% deutlich öfter als Lebensmittel, die in der EU erzeugt wurden (2,4%).
Bei Erzeugnissen aus ökologischer Landwirtschaft wurden die Rückstandshöchstgehalte nur bei 0,9% der untersuchten Proben überschritten. 62,1% der getesteten Proben enthielten keine messbaren Pestizidrückstände,
Insgesamt wurden über 70.000 Proben von fast 200 verschiedenen Arten von Lebensmitteln auf Rückstände von 862 verschiedenen Pestiziden untersucht.
Seit dem 1. September 2008 sind die Höchstwerte für Rückstände sämtlicher Wirkstoffe, die in Pflanzenschutzmitteln verwendet werden und in die Nahrungskette gelangen können, auf EU-Ebene harmonisiert. Rückstandshöchstgehalte (kurz „MRL“, „Maximum Residue Level(s)“) sind die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln.
Weitere Informationen auf der EFSA-Homepage
Zweiter Jahresbericht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln
Rechtlicher Rahmen für Pestizidrückstände in der EU