60 Jahre Römische Verträge: EU-Gipfel der Erneuerung

30. März 17

Vor 60 Jahren wurde in Rom der Grundstein für die Europäische Union gelegt. Am 25. März kamen die Staats- und RegierungschefInnen der heutigen Mitgliedstaaten am selben Ort zusammen und bekräftigten mit der Unterschrift einer neuen „Erklärung von Rom“ die angestrebte Erneuerung der Gemeinschaft. Die britische Premierministerin Theresa May blieb dem Treffen angesichts des bevorstehenden Austrittsantrags für den Brexit fern.

Am 25. März 1957 wurde nicht nur die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) von sechs Staaten ins Leben gerufen, sondern mit EURATOM auch ein bis heute bestehender und umstrittener Vertrag zur Förderung der Atomenergie in Europa beschlossen. Noch heute ist die Mitgliedschaft in der EU an eine solche bei EURATOM gekoppelt, womit EU-Mitglieder durch deren finanziellen Beitrag auch Atomenergie fördern – egal ob sie diese auch nutzen oder nicht.

Ratspräsident Donald Tusk stellte in seiner Rede Verbindungen zwischen der Geschichte der EU uns seiner eigenen her. Beide seien 60 Jahre alt, „manchmal aber ist der Geburtsort wichtiger als das Alter", so der in Danzig geborene Pole. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker betonte in seiner Ansprache, dass die Erfolge der EU nicht genug anerkannt würden. So gebe es etwa derzeit in der Welt 40 bewaffnete Konflikte, allerdings keinen einzigen auf dem Gebiet der Union.

 

Ein EU-Gipfel im sonnigen Rom statt im Tal der Tränen in Brüssel