80 Prozent der Kinderspielzeuge mit gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet
Chemie & Nanotechnologie
Blei, Weichmacher oder krebserregende Farbstoffe - bei einer Untersuchung der deutschen Stiftung Warentest ist der Großteil der Spielwaren durchgefallen.Die meisten Spielsachen sind einer neuen Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge mit gefährlichen Schadstoffen belastet. In mehr als 80 Prozent der geprüften Spielwaren wurden gesundheitsgefährdende Stoffe gefunden. Viele dieser Stoffe stehen unter Verdacht, Krebs zu erzeugen, die Fortpflanzungsfähigkeit oder das Erbgut zu schädigen. Die Kinder können die Stoffe einatmen oder über direkten Haut- oder Mundkontakt aufnehmen. "Die Ergebnisse sind erschreckend und müssen Eltern beunruhigen", so Hubertus Primus von der Stiftung Warentest. Sieben von 50 getesteten Spielwaren für Kinder unter drei Jahren hätten erst gar nicht verkauft werden dürfen. Die Prüfer fanden außerdem heraus, dass das Herkunftsland des Spielzeugs keine Rolle spielt. Relevanter sind hier schon die verwendeten Materialien – bei denen Holzspielzeuge deutlich am schlechtesten abschnitten. Besorgniserregend sei auch, dass auf Prüfsiegel wenig Verlass sei, so der Untersuchungsleiter Holger Brackemann.