Ablehnung für Vorschlag zu deutschem Kohleausstieg
20. Sept 18
Deutsche Bahn-Chef Ronald Pofalla erntet Ablehnung für seinen Vorschlag zum deutschen Kohleausstieg. Pofalla, der einer der vier Vorsitzenden der Kohlekommission ist, hatte laut dem Magazin „Der Spiegel“ vorgeschlagen, die letzten deutschen Kohlekraftwerke zwischen 2035 und 2038 vom Netz gehen zu lassen. Bis 2020 sollten 5.000 bis 7.000 Megawatt vom Netz.
Doch weder VertreterInnen von Umweltorganisationen noch jene der Wirtschaft schlossen sich Pofallas Vorschlag an. So forderte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, eine Klarstellung von den Vorsitzenden und der deutschen Bundesregierung darüber, dass die Veröffentlichungen keine Grundlage für die weitere Arbeit darstellen. Auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bezeichnete den Vorschlag als „nicht hilfreich“. Die Umweltverbände BUND, Greenpeace und der Dachverband DNR schreiben in einer gemeinsamen Erklärung, der Vorschlag sei nicht geeignet, die deutschen Klimaziele zu erreichen.
Klimareporter: Industrie und Umwelt gegen Vorschlag zum Kohleausstieg
Euractiv:
Deutschland verzögert EU-Schadstoffregeln