AirProbe-App und WideNoise-App überwachen Umweltqualität

Verkehr & Luft & Industrie

Eine neue App für Smartphones – AirProbe – erlaubt in Verbindung mit einer kleinen Sensorbox die Messung von Ozon, Ruß und anderen Schadstoffen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen.

Eine ähnliche App – WideNoise – wurde für Lärmbelästigungen entwickelt. Die erhobenen Daten stehen allen BürgerInnen, Behörden und WissenschafterInnen zur Verfügung, sodass sie sich ein besseres Bild von ihrer Umwelt machen können.

Beide Apps wurden im Rahmen des EU-Projektes EVERYWARE entwickelt, das Fördermittel aus dem Siebten EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung erhält.

Die Apps bieten auch soziale Spiele für den Austausch von Informationen und Eindrücken sowie interaktive Karten. Die AirProbe-App funktioniert in Verbindung mit einer kleinen batteriebetriebenen Sensorbox, die leicht in einem Rucksack oder einem Fahrradkorb mitgeführt werden kann, und sich mit einem Mobiltelefon über Bluetooth verbindet. Nach dem Einsaugen der Luft schickt die Box die gemessenen Werte für Ozon, Ruß und andere Schadstoffe an einen zentralen Server, der wiederum Angaben zu den schadstoffbelasteten Gebieten der Stadt versendet sowie vor Zeiten mit der höchsten Luftverschmutzung warnt.

Der schleichende Tod durch Luftverschmutzung ist eine der häufigsten Todesursachen in Europa. Schätzungen zufolge verstarben laut Angaben der EU-Kommission im Jahr 2010 in der EU mehr als 400.000 Menschen vorzeitig aufgrund der Luftverschmutzung. Auf die schlechte Luftqualität sind ferner steigende Krankheitskosten, sinkende Produktivität der Wirtschaft sowie Schäden an Ackerkulturen und Gebäuden zurückzuführen.

EU-Kommission Pressemitteilung