AK: Nachhaltige Geldanlage „mehr Schein als Sein“

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

„Immer mehr Anleger wollen bei nachhaltigen Geldanlagen ein gutes Gewissen haben. Aber: Erkennt ein Anleger, was an einer Geldanlage nachhaltig ist? Ist für Anleger nachvollziehbar, was sie verspricht? Die Antwort lautet schlichtweg nein.“ Das ist das Resümee einer Analyse von als nachhaltig bezeichneten Geldanlageprodukten durch die Arbeiterkammer, die als Konsequenz mehr Transparenz fordert. „Die Anleger brauchen Klarheit bei nachhaltigen Geldanlagen“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik.

Das Forum Nachhaltige Investments bezifferte den österreichischen Nachhaltigkeitsmarkt für das Jahr 2012 auf rund 5,6 Milliarden Euro, das Wachstum Betrug zum Jahr davor 17%. International sei festzustellen, so die Arbeiterkammer, dass sich nachhaltige Investments von der Nische zum Trend entwickeln.

Grundlegendes Problem sei die Frage, wie der Begriff Nachhaltigkeit definiert wird. Die Analyse der Arbeiterkammer über Produktinformationen von Fonds zeigt große Defizite. „Wer sich genauer über die Qualität eines nachhaltigen Investmentfonds informieren will, findet kaum nachvollziehbare Angaben, weshalb in einem Fonds enthaltene Werte als nachhaltig eingestuft werden“, sagt AK-Konsumentenschützer Christian Prantner. Auch sei für Privatanleger oft nicht erkennbar, welches Gewicht den einzelnen Kriterien bei der Bewertung oder bei der endgültigen Auswahl beigemessen wird.

Arbeiterkammer: Nachhaltige Geldanlage – Mehr Schein als Sein?