Alle Vöglein bleiben da? Klimaerwärmung führt zu drastischen Veränderungen des Vogelzugs

Klima & Energie

Kürzere Zugstrecken oder sogar das Ende des Vogelzugs – diese Folgen des Klimawandels konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes nun anhand genetischer Studien an Zugvögeln bestätigen.

Die Wissenschaftler untersuchten das Zugverhalten der Mönchsgrasmücken in Südwestdeutschland und konnten feststellen, dass bereits nach zwei Generationen gerichteter Selektion in einer Population von reinen Zugvögeln erste Nichtzieher zu finden waren.
Damit bestätigten sie die Theorie, dass bei fortschreitender Klimaerwärmung durch starke Selektion und Mikroevolution Zugvögel innerhalb weniger Generationen erst kürzere Strecken zurücklegen und später gar nicht mehr ziehen und damit zu so genannten Standvögeln werden können.

Der Vorteil kürzerer Flugstrecken für den einzelnen Vogel liegt auf der Hand: Die kürzere Entfernung, die er zurücklegen muss, spart ihm Energie und Zeit und er kehrt früher ins Brutgebiet zurück und kann sich die besten Brutplätze sichern.
Die Ergebnisse der Studie können jedoch nur für Zugvögel, die kurze oder mittlere Strecken von etwa 1.000 Kilometern zurücklegen, herangezogen werden.

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