Artenschutzkonferenz in Doha: Eitelkeit siegt über Vernunft

Natur & Biodiversität

Bei der Artenschutzkonferenz in Doha/Katar wird derzeit über die Aufnahme von gefährdeten Tieren in die Anhänge des Washingtoner Artenschutzübereinkommens abgestimmt.

Den gefährdeten Blauflossenthunfisch auf die Liste stark gefährdeter Arten im Anhang I zu setzen - dies würde einem internationalen Handelsverbot entsprechen - wurde bereits abgelehnt. Jetzt gab es im Kampf gegen einen Verlust der biologischen Vielfalt einen weiteren Rückschlag. Bei der Abstimmung für ein Handelsverbot von roten und rosa Korallen, 31 unterschiedliche Gattungen von Korallen, kam keine zweidrittel Mehrheit zustande. Damit steht fest, dass Korallen lieber am Hals als im Meer gesehen werden.

David Allison von Oceana, eine Umweltorganisation die sich für den Schutz der Ozeane einsetzt, kritisiert den Ausgang der Abstimmung. Er sieht in der negativen Abstimmung ein weiteres Beispiel des Versagens von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) zum Schutz von gefährdeten Arten.

Bericht der New York Times