Artenschutzkonferenz schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt?
Natur & Biodiversität
Wie sinnvoll sind internationale Konferenzen zum Schutz der Artenvielfalt? Eine Kampagne der britischen Tageszeitung „The Guardian“ ruft die Staaten zum nationalen Schutz ihrer Tier- und Pflanzenwelt auf.Vom 18. - 29. Oktober findet in Nagoya, Japan, die 10. UN-Biodiversitätskonferenz statt. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ hat im Vorfeld dieser Konferenz eine groß angelegte Artenschutzkampagne gestartet. Das Besondere an „Biodiversity 100“ ist, dass sie die Konferenz schon im Vorhinein zum Scheitern verurteilt.
Gemeinsam mit namhaften internationalen WissenschafterInnen, NGOs, und engagierten BürgerInnen werden deshalb einhundert konkrete Artenschutzmaßnahmen erarbeitet, die dann von den Regierungen auf nationaler Ebene umgesetzt werden können.
Entschlossenes, sofortiges Handeln und konkrete, lokale Maßnahmen seien effektiver und wichtiger als internationale „Visionen“ für die ferne Zukunft. Das ist die Grundannahme von „Biodiversity 100“. Alle Ideen, die im Rahmen dieser Kampagne erarbeitet werden, ziehen deshalb einzelne Staaten zur Verantwortung.
Zu den bisher präsentierten Vorschlägen gehören zum Beispiel Maßnahmen gegen das Abschlachten der Haie zum Gewinn der Haifischflossen in Indien und Indonesien, der Schutz der Dingos in Australien und der Karibus in Kanada, sowie der Schutz der Braunbären in Frankreich und der Bisons in Polen.