Artenverlust bedroht globale Lebensmittelproduktion
28. Feb 19
Die weltweite Lebensmittelproduktion ist durch die schwindende Artenvielfalt bedroht. Das geht aus einem neuen Bericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hervor.
Laut FAO gebe es „immer mehr Belege dafür, dass die Biodiversität weltweit abnimmt“. Diese Entwicklung stelle eine starke Bedrohung für die Lebensmittelproduktion dar und lasse sich auch nicht einfach rückgängig machen. „Einmal ausgestorben, können Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, die entscheidend für unsere Nahrung sind, nicht mehr wiederbelebt werden“, stellte die FAO fest. Höhere Artenvielfalt mache die Landwirtschaft unter anderem resistenter gegen Schocks wie Krankheiten, Schädlinge und Folgen der Klimakrise.
Die Ursachen des Rückgangs der Artenvielfalt seien vielfältig, allerdings sind praktisch alle Gründe auf den Menschen zurückzuführen. Dazu gehören unter anderem Veränderungen bei der Land- und Wassernutzung, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung und die Klimakrise.
Die FAO lobte bestehende Anstrengungen, den Artenverlust einzudämmen, forderte aber gleichzeitig ein, dass weit mehr getan werden müsse. Regierungen und die internationale Gemeinschaft seien hier gefordert. Um das Artensterben zu stoppen müssten unter anderem mehr Schutzgebiete geschaffen, zerstörte Gebiete wiederhergestellt und Landwirtschaftssubventionen überdacht werden.