Artenvielfalt: Politik ist entscheidender Faktor!

Natur & Biodiversität

Ein kürzlich veröffentlichter “Atlas der Biodiversitätsrisiken” fasst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Artenvielfalt zusammen und liefert leicht verständliche Empfehlungen für unterschiedlichste Zielgruppen.

Der von einem internationalen Forschungsteam zusammengestellte „Atlas der Biodiversitätsrisiken“ ist der erste seiner Art. Er fasst die Hauptfaktoren zusammenfasst, die zum Verlust der Artenvielfalt auf europäischer und globaler Ebene führen. Als Hauptrisiken für die Artenvielfalt werden der globale Klima- und Landnutzungswandel und die Umweltverschmutzung identifiziert. Besonders relevant ist dabei der Verlust an Bestäubern und der Einfluss invasiver Arten, die gesondert hervorgehoben werden.

Politische Entscheidungen nehmen auf das Wohl und Wehe der Artenvielfalt entscheidenden Einfluss: Sie wirken sich direkt auf den Umgang mit Natur und Landschaft aus (z.B. Landwirtschafts-, Verkehrs- oder Infrastrukturpolitik) und beeinflussen auch relevante sozio-ökonomische Prozesse, die dem Handeln der Menschen zugrunde liegen. Politische Rahmenbedingungen und Regelungen sollten daher so gestaltet werden, dass sie Belastungen für die Artenvielfalt reduzieren.

Der Atlas kombiniert die Hauptergebnisse des großen EU-Forschungsprojektes ALARM mit den Kernergebnissen anderer Forschungsnetzwerke und wurde im Rahmen der “Grünen Woche 2010? in Brüssel vorgestellt. Insgesamt haben 366 AutorInnen aus über 180 Institutionen in 43 Ländern zu dem 280 Seiten starken Atlas beigetragen. Der Atlas richtet sich an ein breites Publikum: WissenschaftlerInnen, NaturschützerInnen, DozentInnen und LehrerInnen sowie politische EntscheidungsträgerInnen. „Letztlich werden alle, die sich um Umweltprobleme sorgen, mit dem Atlas eine starke Waffe für ihren Kampf zur Rettung der Vielfalt auf unserem Planeten finden“, meint Lyubomir Penev, einer der Herausgeber.

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ALARM