Atomenergie-Konferenz in Linz: Laufzeitbegrenzung für AKW gefordert

9. Mai 2019

Studien zu Atomkraftwerken zeigen, dass mit dem Alter der Reaktoren die Zwischenfälle deutlich steigen. Am Mittwoch wurde dementsprechend bei der Atomenergie-Konferenz in Linz eine EU-weite Obergrenze für AKW-Laufzeiten gefordert. 

Europas Atomkraftwerke sind durchschnittlich 34 Jahre als, Neubauten nicht mehr durchsetzbar und auch nicht mehr zu finanzieren. Aus diesem Grunde würden die Laufzeiten von bestehenden AKW ständig verlängert - auf bis zu 60 Jahre. Solche alten AKW würden jedoch immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko für ganz Europa, so der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober von den Grünen. Er lud AtomkritikerInnen und ExpertInnen aus ganz Europa zur „Nuclear Energy Conference“ in Linz geladen. 

Zwischenergebnisse zum Risikopotential alter Atommeiler sind dort als alarmierend bezeichnet worden, denn die Verfahren über Laufzeitverlängerungen seien unklar und würden keinerlei Mitspracherecht für die Nachbarstaaten beinhalten. Auf europäischer Ebene müsse daher dringend gehandelt werden - es brauche einheitliche Standards zur Begrenzung der Laufzeit auf maximal 40 Jahre, sowie transparente Genehmigungsverfahren mit Beteiligung der Nachbarregionen.
 

orf.at: EU-weite Obergrenze für AKW-Betrieb gefordert