Atomkraftwerk Hinkley Point C – Klage veröffentlicht, Projekt unrentabel, Investoren springen ab

Energie

GLOBAL 2000: Klage der Republik Österreich ein weiterer Sargnagel für die nukleare Renaissance

Heute wurde auf der Homepage des Europäischen Gerichtshofes die Kurzfassung der Klage Österreichs gegen die Subventionierung des AKW-Projektes Hinkley Point C veröffentlicht. Laut Meinung Österreichs ist die Förderung über 35 Jahre sowie Kredit-Garantien über weitere 24 Milliarden Euro (17 Milliarden Pfund) wettbewerbsverzerrend und illegal.

"Wir sehen bereits jetzt Auswirkungen der Klage auf den Willen von Investoren, dutzende Milliarden Euro in dieses wirtschaftlich, energiepolitisch und sicherheitstechnisch schwachsinnige Projekt zu stecken," so Dr. Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Ein positiver Ausgang der österreichischen Klage hätte nämlich tiefgreifende Folgen für die Investoren Électricité de France (EDF), AREVA und die zwei beteiligten staatlichen chinesischen Atom-Firmen.

„Die wirtschaftlichen Risiken (vor allem für den Investor EDF) bei einer juristischen Niederlage sind gigantisch", so Uhrig. Nachdem bereits die Staats-Fonds von Kuwait und Katar, die Saudi Electric Company und Hermes Investment Fund abgewunken hatten, fiel auch noch der Reaktorbauer AREVA wegen finanzieller Probleme als Investor aus. Auch die beiden chinesischen Firmen wollen ihre Beteiligung von 50% auf 30% beschränken. [Quelle: Global 2000]

Hinkley Point Klage der Republik Österreich
Hinkley Point-Beschwerde GLOBAL 2000 und ÖKOBÜRO auf der Homepage der Vereinten Nationen
Hintergrundpapier Hinkley Point