Atomkraftwerk Hinkley Point: Finanzdirektor tritt zurück
Energie
Thomas Piquemal, Finanzdirektor des Konzerns EDF, ist aus Protest gegen die bevorstehende Projektbewilligung des geplanten britischen Atomkraftwerkes Hinkley Point zurückgetreten, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“. Laut Berichterstattung des „Guardian“ wollte der Aufsichtsrat von EDF „innerhalb von Wochen“ grünes Licht für den Baustart dieses umstrittenen Atomkraftwerkes geben.Laut „Guardian“ befürchtete Piquemal die Existenzgefährdung des bereits schwer verschuldeten Konzerns EDF, falls mit dem Bau des „teuersten Kraftwerkes der Welt“ begonnen werden sollte. Auch andere Aufsichtsratsmitglieder von EDF würden den Bau des Atomkraftwerkes als zu teuer und als existenzgefährdend für EDF bezeichnen. EDF befindet sich zu 85% im Besitz des französischen Staates.
Zwei in Bau befindliche Atomkraftwerke vom gleichen Typ wie das in Hinkley Point geplante Kraftwerk haben ihre derzeitige Bauphase bereits mehrere Jahre überschritten und das Budget bei diesen Projekten wurde bereits um mehrere Milliarden Euro überzogen, berichtet der „Guardian“.
The Guardian: Hinkley Point C nuclear project in crisis as EDF finance director resigns