Aus "A+++" wird wieder "A"
Energie
Die EU-Kommission hat am 15. Juli 2015 einen Vorschlag zur Kennzeichnung der Energieeffizienz bei Elektrogeräten vorgelegt. Umweltverbände begrüßen die Wiedereinführung der Skala von A bis G.Mit dem Vorschlag einer Neuskalierung reagiert die Kommission auf die Mindesteffizienzstandards der Ökodesign-Richtlinie. Neu produzierte Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler werden zurzeit nur noch mit der niedrigsten Effizienzklasse "A+" verkauft. Andere Klassen für bestimmte Neugeräte sind hingegen nicht mehr zugelassen. Das will die Kommission mit der Neuskalierung "A-G" ändern.
Außerdem möchte die EU-Kommission eine elektronische Datenbank für neue energieeffiziente Produkte einführen. Die Produktregistrierung der Hersteller in einer Online-Datenbank erleichtere den nationalen Marktüberwachungsbehörden die Kontrolle von Geräten, die nicht den Mindesteffizienzstandards entsprechen. Diese Datenbank soll zudem KundInnen und HändlerInnen zugänglich sein.
Für Robert Pörschmann, Energieexperte beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), führt die Wiedereinführung der Skala von A bis G zu mehr Klarheit und Verständlichkeit: "Die Kunden können die sparsamsten Produkte künftig einfacher erkennen und den Kauf von Stromfressern vermeiden. Von der Industrie erwarten wir nun einen Wettlauf um die sparsamsten Geräte."
Der Vorschlag der Kommission wird dem EU-Parlament und dem Rat übermittelt. Nach Annahme durch die beiden Mitgesetzgeber – eine Einigung wird voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen – wird der Verordnungsvorschlag innerhalb von fünf Jahren in den Mitgliedsländern umzusetzen sein. [Quelle, DNR]
Quelle, DNR: Aus "A+++" wird wieder "A"
Pressemitteilung der EU-Kommission
Aktuelle Effizienzklassen nach Produktgruppen