Außenministerrat diskutiert irisches "Nein" zum Lissabon-Vertrag
Nach dem irischen „Nein“ zum Vertrag von Lissabon vom 12.6.2008 befindet sich die EU keinesfalls in einer Krise. Dies beeilten sich die AußenministerInnen der EU-Mitgliedstaaten beim Außennministerrat am 16.6.2008 zu versichern. Italiens Außenminister Frattini brachte auf den Punkt, was die EU keinesfalls will: eine lange Reflexionsphase, erneute Verhandlungen oder ein Ende des Ratifizierungsprozesses.Ernsthaft erwogen werden das bereits vielfach „angedrohte“ Europa der zwei Geschwindigkeiten, ein Inkrafttreten des Vertrags in 26 Staaten mit Sonderstatus für Irland oder eine erneute Abstimmung in Irland.
„Schnelle Lösungen, um den Vertrag zu retten“ gibt es aber nicht, bisher hat man sich noch nicht auf ein weiteres Vorgehen geeinigt.