Austrian World Summit: AktivistInnen kritisieren Klimagipfel
29. Mai 19
Am Dienstag und Mittwoch ging der Klimagipfel „Austrian World Summit“ in der Hofburg über die Bühne. Die Eröffnungsrede hielt Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sich gleich dafür entschuldigte, wegen der Regierungskrise wahrscheinlich nur kurz an dem Summit teilnehmen zu können.
Das Staatsoberhaupt unterstrich die Dringlichkeit, mit der der Klimawandel bekämpft werden muss. „Wir wissen, dass uns die Zeit davonläuft - der Klimanotstand ist längst da“, meinte Van der Bellen.
Großer Trubel herrschte in der Hofburg rund um den Auftritt von Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik binnen nur weniger Monaten eine millionenstarke „Fridays For Future“-Bewegung ins Leben gerufen hat. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass die Menschen gar nicht wüssten, in welch einer Gefahr sie sich befinden. „Sie merken vielleicht, dass etwas falsch läuft und dass es wärmer wird“, sagte sie.
Das gleichzeitig stattfindende Klimacamp bei Wien kritisierte den Wiener Gipfel: Dieser liefere nur Scheinantworten, statt echte Lösungen voranzutreiben. „Auf dem internationalen Parkett will sich Österreichs Elite heute als Vorreiterin in Fragen der Klimakrise präsentieren“, kritisiert Klima-Aktivistin Lucia Steinwender. Im letzten Jahr wurde sie bekannt, als sie dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz kurzerhand das Mikro aus der Hand nahm und selbst das Wort ergriff. Diesmal erhielt sie keinen Zutritt zur Konferenz.
„Climate Kirtag“ mit Greta Thunberg
R20-Klimakonferenz: Schwarzenegger und Thunberg riefen zu mehr "Action" auf