B4Life: Neue EU-Initiative zum Schutz der biologischen Vielfalt

Natur & Biodiversität

Eine neue Leitinitiative der EU-Kommission soll die ärmsten Länder dabei unterstützt, ihre Ökosysteme zu schützen, die Kriminalität im Zusammenhang mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten zu bekämpfen und eine „grüne Wirtschaft“ zu entwickeln.

B4Life wird zunächst aus dem thematischen EU-Programm „Globale öffentliche Güter und Herausforderungen“ (GPGC) sowie aus Mittelzuweisungen für die regionale und nationale Zusammenarbeit finanziert, wobei sich die Mittelausstattung der Initiative für den Zeitraum 2014-2020 voraussichtlich auf bis zu 800 Millionen Euro belaufen wird, informiert die EU-Kommission.

B4Life konzentriert sich auf die am wenigsten entwickelten Länder und auf Länder mit „Hotspots“ der biologischen Vielfalt, d. h. Orten, an denen die Ökosysteme und Ökosystemleistungen am wertvollsten, aber auch am stärksten gefährdet sind.

Die Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen durch ökologische Wirtschaftsmethoden seien eine Chance für Wachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verringerung der Armut, was dazu beitragen soll, die Entwicklungsagenda der EU voranzubringen, schreibt die EU-Kommission in ihrer Pressemitteilung.

B4Life umfasst drei Schwerpunktbereiche: die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen inklusive Bekämpfung der Korruption und die Verbesserung der Transparenz; die Erhaltung gesunder Ökosysteme zur Sicherstellung der Ernährungssicherheit und die Entwicklung ökologischer Lösungen im Hinblick auf eine grüne Wirtschaft.

Neben diesen drei Schwerpunktbereichen umfasst B4Life laut Angaben der Kommission auch ein besonderes „Wildlife Crisis Window“ (Krisenzentrum für den Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten), das mit der Bekämpfung des zunehmenden illegalen Handels mit gefährdeten Arten, insbesondere in Afrika, beauftragt ist. Die Bedrohung der Artenvielfalt, Wilderei und der illegale Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen schaden der lokalen Wirtschaft und beeinträchtigen die nationale Sicherheit. Es gäbe jüngste Anhaltspunkte dafür, dass jetzt auch Rebellenmilizen und möglicherweise terroristische Gruppen Elefanten und Nashörner töten, um sich zu finanzieren, informiert die Kommission.

EU-Kommission Pressemitteilung DE
EU-Kommission Pressemitteilung EN