Bericht des Potsdamer Instituts: Klimawandel schneller als bisher angenommen
Klima & Energie
Einem neuen Forschungsbericht des Potsdamer-Instituts für Klimaforschung zufolge - dem „Copenhagen Diagnosis” - verläuft der Klimawandel noch schneller als erwartet. Ein Temperaturanstieg von bis zu sieben Grad ist möglich.In dem Bericht kommen 26 Wissenschaftler - die meisten davon Autoren früherer Berichte des Weltklimarates IPCC - zu dem Schluss, dass einige Aspekte des Klimawandels früher und stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. Die globale Durchschnittstemperatur könnte bis zum Jahr 2100 ohne deutliche Verminderungen der Treibhausgasemissionen, um bis zu sieben Grad Celsius ansteigen. Aus dem Bericht geht weiters hervor, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und anschließend schnell vermindert werden müssen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können. Um das Klimasystem zu stabilisieren, müssen die Emissionen von Kohlendioxid und anderen langlebigen Treibhausgasen noch in diesem Jahrhundert fast auf Null gesenkt werden, berichten die Autoren.
„Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen. Sie müssen die ganze Wahrheit über die globale Erwärmung und die damit verbundenen nie dagewesenen Risiken kennen.“
So Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.
Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden
Pressemitteilung PIK Potsdam
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