Bericht: Wirtschaftswachstum sorgt für Umwelt- und Klimaschäden
11. Juli 19
Steigendes Wirtschaftswachstum hat Auswirkungen wie weniger Arbeitslose und bessere Gesundheit, sorgt aber auch für steigenden Material-, Energie- und Flächenverbrauch. Auch darum könnte die EU ihre Klima- und Energieziele für 2020 verfehlen, wie ein neuer Bericht des europäischen Statistikamts Eurostat zeigt.
Der Bericht wurde unter der Leitung des Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement der Wirtschaftsuni (WU) Wien erstellt und analysiert auf Basis offizieller europäischer Statistiken, wie weit die EU in den vergangenen fünf bis 15 Jahren Fortschritte in den Bereichen der 17 UNO-Nachhaltigkeitsziele erzielt hat.
Während es in den letzten fünf Jahren deutliche Steigerungen in den Bereichen Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Armutsbekämpfung und Gesundheit gab, wurden kaum Erfolge im Umwelt- und Klimaschutz erzielt. Der Material- und Energieverbrauch der EU ist seit 2014 kontinuierlich gestiegen. Das hat auch zu einem neuen Höchstwert bei der Energieabhängigkeit der EU geführt, wovon vor allem Russland profitiert. Insgesamt haben die Treibhausgasemissionen der EU seit 2014 leicht zugenommen, auch bei Flächenversiegelung und Biodiversitätsverlust zeigen sich dramatische Entwicklungen.
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