Berufungsgericht in Ecuador bestätigt Strafe gegen Chevron wegen Umweltverschmutzung und verdoppelt die Höhe der Strafe
Natur & Biodiversität
Chevron muß jetzt 18,2 Milliarden Dollar Strafe zahlen statt “nur” 8,6 Milliarden, da sich das Unternehmen bis heute nicht für die Umweltverschmutzung entschuldigt hat.Das Appelationsgericht in Ecuador bestätigte das Urteil der Erstinstanz gegen Chevron, das im Februar 2011 gefällt wurde. Der amerikanische Ölkonzern wurde damals für schuldig befunden, jahrelang giftige Stoffe in die Flüsse des Landes abgeleitet zu haben. Dem Konzern wird vorgeworfen, damit ganze Ernten vernichtet und den Tod von Tieren verursacht zu haben. Auch die Krebsraten in der Gegend stiegen an. Chevron gehört heute dem amerikanischen Konzern Texaco.
Die Klage wurde im Jahr 2003 in Ecuador eingebracht, nachdem ein rund 10-jähriges Verfahren in den USA damit endete, dass sich das Gericht als nicht zuständig erklärte und den Fall an die ecuadorianischen Behörden überwies. In erster Instanz wurde Chevron zu einer Strafzahlung von 8,6 Milliarden Dollar verurteilt und zur Übernahme der Anwaltskosten der Kläger in der Höhe von rund 900 Millionen Dollar.
Chevron ging in Berufung und erlitt jetzt vor dem Berufungsgericht eine gewaltige Niederlage. Die Höhe der Strafe wurde mehr als verdoppelt, der Konzern muss jetzt 18,2 Milliarden Dollar Entschädigung zahlen. Da Chevron sich bis heute nicht öffentlich entschuldigt hat, wurde die Höhe der Strafe hinaufgesetzt, berichtet BBC News.
BBC: Ecuador appeals court rules against Chebron in oil case (en)
BBC News: Chevron fined for Amazon pollution by Ecuador court (en)