Betrug im Fischfang: jährlich 10 Milliarden Euro Schaden

Natur & Biodiversität

EU will illegalen Fischfang mit neuen Technologien bekämpfen.

Die EU schätzt, dass bereits rund 70% des Fischbestandes durch Überfischung ausgeschöpft oder überfischt wurde. In den Gewässern der EU werden rund 90% der Fischarten überfischt. Der illegale Fischfang hätte, so die Kommission in einer Presseaussendung, große Mitschuld an diesem Zustand.

Im Jahr 2010 betrug der Schaden durch illegalen Fischfang 10-20 Milliarden Euro, davon würden Fische im Wert von mindestens 1,1 Milliarden Euro aus anderen Ländern in die EU importiert. Ein weiteres Problem sei, dass viele Fische falsch deklariert werden und die KonsumentInnen beim Kauf betrogen werden.

Die EU will den Betrug im Fischfang jetzt mit neuen Technologien bekämpfen, in einem Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission (JRC) mit dem Titel „Deterring illegal activities in the fisheries sector“ werden die neuen Technologien, die auf Genetik, Genomik, Chemie und Forensik beruhen, vorgestellt. Diese sollen die Rückverfolgbarkeit „vom Meer bis auf den Teller“ erleichtern.

EU-Pressemitteilung
EU-Bericht: Deterring illegal activities in the fisheries sector.(en)