Bienensterblichkeit: EU-Ombudsmann startet nach Beschwerde der österreichischen Volksanwaltschaft eine Untersuchung der EU-Kommission
Natur & Biodiversität
Das rasante Bienensterben in der EU ist mittlerweile ein großes Problem und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gilt als einer der Gründe für die erhöhte Bienensterblichkeit.Die EU-Kommission hat eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln, die sogenannten Neonicotinoide, zugelassen. Die Verordnung, mit der diese Zulassung geregelt wird, sieht eine Überprüfungsmöglichkeit für die Zulassung von Substanzen vor, wenn „neue wissenschaftliche Erkenntnisse Grund zur Annahme geben, dass sie die Zulassungs-Kriterien nicht länger erfüllen, weil sie zum Beispiel Gesundheitsschäden bei Tieren auslösen“.
Die österreichische Volksanwaltschaft hat jetzt diesbezüglich eine Beschwerde beim Ombudsmann der EU eingereicht, der in Folge eine Untersuchung der EU-Kommission eingeleitet hat. Die österreichische Volksanwaltschaft weist darauf hin, dass Beobachtungen von BienenzüchterInnen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vermuten lassen, dass bestimme Neonicotionide in den vergangenen Jahren zu einer erhöhten Bienensterblichkeit geführt haben.
Der EU-Kommission wird vorgeworfen, verabsäumt zu haben, das Problem der Bienensterblichkeit im Zusammenhang mit Neonicotinoiden angemessen zu behandeln.
Informationen über die eröffnete Untersuchung gegen die EU-Kommission stehen online auf der Webseite des EU-Ombudsmannes zur Verfügung.
Ombudsmann Pressemitteilung
Informationen über die eingeleitete Untersuchung (en)