Biodiversität: Mensch bedroht sich selbst

29. März 18

Die Biodiversität nimmt in allen Regionen der Welt ab, wodurch zunehmend die Lebensgrundlage von Menschen gefährdet wird. Das ist das Fazit der sechsten Vollversammlung des UN-Biodiversitätsrats IPBES, die letzte Woche in Medellín (Kolumbien) stattfand. Die dort veröffentlichten Berichte, an denen mehr als 550 ExpertInnen aus über 100 Ländern arbeiteten, verdeutlichen, dass durch die Zerstörung der Ökosysteme nicht nur Tier- und Pflanzenarten verschwinden, sondern, dass auch die Lebensgrundlage von 3,2 Milliarden Menschen verloren geht. Verschärft durch den Klimawandel gefährdet das Arten- und Pflanzensterben nicht nur die Nahrungssicherheit, sondern führt auch zu Massenflucht und Konflikten.

Hauptgründe für die Abnahme der Biodiversität sind die Einschränkung der Lebensräume und die Übernutzung natürlicher Ressourcen durch den Menschen. Mit den Berichten über die dramatischen Entwicklungen in der Artenvielfalt schlagen die WissenschaftlerInnen Alarm und fordern ein Ende des „Massensterbens“: „Verschlechterung der Böden, Verlust der Artenvielfalt und Klimawandel sind drei Gesichter einer zentralen Herausforderung“, sagte IPBES-Chef Robert Watson. „Wir können es uns nicht leisten, sie isoliert anzugehen. Sie erfordern höchste Priorität und müssen zusammen gelöst werden.“

 

Klimaretter.info: UN: Klimawandel gefährdet Vielfalt

Die Tagezeitung: Artenschutz für den Homo sapiens