Biodiversitäts-Konferenz sucht Strategien gegen Artenverlust

23. Nov 18

Derzeit findet die 14. Vertragsparteienkonferenz des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD COP 14), des Protokolls von Nagoya (COP-MOP 3) und des Protokolls von Cartagena (COP-MOP 9) statt. Die Konferenz im ägyptischen Sharm El-Sheikh läuft seit 17. und noch bis 29. November.

Das diesjährige Motto lautet "Investitionen in Biodiverstität für Menschheit und Planet Erde". Die hochrangige Konferenz der MinisterienvertreterInnen (14.-15.11.) mit ihrer Erklärung gab den Startschuss zur Konferenz.

Mit dem Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft kommt Österreich bei der CBD COP 14 eine besondere Rolle zu. In Österreich sind die Gentechnik-Agenden zwischen zwei Ministerien aufgeteilt, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Konsumentenschutz und dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Angesichts der jüngsten alarmierenden Berichte über die weltweit dramatischen Verluste an Tier- und Pflanzenarten sowie Ökosystemen forderte die Europäische Union stärkere globale Maßnahmen für die Probleme der Biodiversität. Die europäische Delegation unter der Leitung von EU-Umweltkommissar Karmenu Vella will sich dafür einsetzen, dass Maßnahmen im Bereich der Biodiversität politisch in den Vordergrund gerückt werden, damit auf der Vertragsstaatenkonferenz in China im Jahr 2020 (COP15) ehrgeizige und von allen getragene Ergebnisse erzielt werden können. Sie wird dazu aufrufen, Naturziele in die Bereiche Industrie, Bergbau, Energie und Infrastruktur zu integrieren. Für Deutschland ist Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth angereist. Er sagte: "Der Schutz der biologischen Vielfalt wird in vielen Bereichen von Politik und Wirtschaft noch zu wenig beachtet, in der Land-, Forst und Fischereiwirtschaft, der Energieerzeugung oder der Infrastrukturplanung. Auf der Konferenz in Ägypten wollen wir gemeinsam einen neuen Startpunkt setzen, um diese Herausforderung anzugehen.“

Global 2000 forderte anlässlich der COP14 eine klare Regelung für alle Partnerländer bezüglich neuer Gentechnik wie CRISPR/Cas. Diese sei eine Gefahr für die Biodiversität. "Gerade unter dem Vorsitz Österreichs, einem Land, das eine so lange Gentechnik-Freie Tradition hat, sollte die EU dafür Sorge tragen, dass Gentechnik die Biodiversität nicht unwiederbringlich zerstört“, so Heidemarie Porstner, Gentechniksprecherin der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

 

Convention on Biological Diversity

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