Biodiversitätsverlust: Hohes Risiko für Stabilität des globalen Finanzmarkts

2. April 20

Der Klimawandel wird beachtliche Kosten in allen Sektoren mit sich bringen. In vielen Skigebieten gehört die künstliche Beschneiung schon länger zur Regel als zur Ausnahme. Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, ereignen sich immer häufiger und verursachen oft hohe finanzielle Schäden. In der Landwirtschaft wird man nicht nur mit Ernteausfällen wegen Dürren oder vermehrtem Hagel rechnen müssen, sondern auch viel in neue Anbaumethoden und Schutzvorrichtungen investieren müssen. Allerdings besteht weiterhin ein Wissensmangel, um die finanziellen Schäden, die durch den Verlust der Biodiversität entstehen werden oder bereits entstanden sind. Durch den Klimawandel geraten vermehrt Ökosysteme aus dem Gleichgewicht, wodurch von ihnen erbrachte Leistungen (Hochwasserschutz, Bestäubung, Klimaregulierung, sauberes Wasser, fruchtbare Böden) zum Großteil oder sogar gänzlich in Zukunft wegfallen werden. Diese zu ersetzen wird eine finanzielle Mammutaufgabe und daher sollten Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden damit beginnen Finanzrisiken aus der Umweltzerstörung gründlich abzuwägen und dementsprechend zu handeln.

Der PwC Schweiz und die NGO, WWF Schweiz, bringen in einem Bericht schon jetzt Vorschläge für eine mögliche Kategorisierung der Finanzrisiken und sprechen Empfehlungen für eine Finanzregulatoren in Staaten aus.


WWF: Nature is too big to fail: