Blutige Handys - Filmdokumentation über den Krieg im Kongo sieht Mitschuld internationaler Konzerne

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Der Bürgerkrieg im Kongo kostete in den letzten 15 Jahren rund 5 Millionen Menschen das Leben - der Kampf um Rohstoffe für Handys ist mit Schuld daran.

Blood in the Mobile, eine Filmdokumentation des dänischen Filmemachers Frank Poulsen, will den Zusammenhang zwischen dem Bürgerkrieg im Kongo und der Produktion von Handys aufzeigen.

Der Krieg im Kongo ist auch ein Kampf um wichtige Rohstoffe. Die Dokumentation zeigt auf, dass heute keine Firma garantieren kann, dass die Rohstoffe für die Produktion ihrer Handys nicht aus illegalen Quellen stammen oder aus Konfliktregionen, da es im Moment kein funktionierendes Kontrollsystem gibt, das den Abbau dieser Rohstoffe und den weiteren Handel damit überprüft.

Die fehlende Transparenz in diesem Bereich beschäftigt auch die EU, die sogenannte Rohstoffinitiative soll die Versorgung Europas mit wichtigen Rohstoffen sichern, aber auch für Transparenz sorgen und die Produzenten in die Verantwortlichkeit nehmen.

Der Film - Blood in the Mobile - wurde mit Hilfe der EU MEDIA-Förderung realisiert und erstmals im September im dänischen Fernsehen ausgestrahlt. Ein Trailer des Films kann auf der Webseite Blood in the Mobile und auf YouTube angesehen werden.

Blood in the Mobile - inkl. Filmtrailer
EurActiv: EU vows to tackle blood minerals in raw materials plan.(en)
Mitteilung der EU-Kommission - Rohstoffinitiative