BMK: Biodiversitätsfonds legt Schwerpunkt auf neue Naturschutzgebiete

Damit soll die herausragende Artenvielfalt in unserem Land mehr Flächen zur freien Entfaltung bekommen. Finanzielle Unterstützung für das Projekt kommt auch aus dem EU-Aufbauplan. Die Förderung richtet sich an Länder, Gemeinden und bestehende Schutzgebiete. Wichtig für die neuen Flächen ist, dass dort auch besonders schutzwürdige Lebensräume und Arten vorkommen. Bei einem Besuch im Nationalpark Kalkalpen haben sich Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und die Vorsitzende der Biodiversitätsfonds-Kommission Astrid Rössler von der hervorragenden Arbeit in den österreichischen Nationalparks überzeugt. Aktuell sind in Österreich rund 29 Prozent der Landesfläche in unterschiedlichen Kategorien mit unterschiedlich strengen Schutzauflagen geschützt. Dabei bilden die heimischen Schutzgebiete faszinierende Bandbreite an Lebensräumen ab. Von hochalpinen Berggegenden bis zu den Salzlacken im Steppengebiet rund um den Neusiedlersee. Die österreichische Artenvielfalt ist ein wichtiger Naturschatz des Landes – und die neue Förderung soll einen noch umfassenderen Schutz gewährleisten. Der österreichische Biodiversitätsfonds wurde im Jahr 2021 eingerichtet und unterstützt den Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Er wird unterstützt mit finanziellen Mitteln aus dem EU-Aufbaufonds RRF. Erstmals fördert er nun gezielt neue Schutzgebiete. Die Förderung startet Anfang Mai, Einreichungen sind bis Ende September möglich. Unterstützt werden dabei unterschiedliche Kategorien von Schutzgebieten: Von Biosphärenparks über Naturparks bis zu Wildnisgebieten und Nationalparks.

Hintergrundinformationen

Gefördert werden Projekte zur Errichtung neuer sowie zur Erweiterung bestehender geschützter Flächen, deren Management und Vernetzung. Damit soll ein Beitrag zum Erreichen der internationalen Artenvielfaltsziele geleistet werden. Die Förderung soll auch dabei helfen, den Anteil an streng geschützten Flächen (Wildnisgebiete und Nationalparks) von aktuell rund drei Prozent zu erhöhen. Die Förderung ist mit 27 Millionen Euro dotiert, entsprechende Projekte können von 6. Mai bis 30. September 2024 eingereicht werden. Gefördert werden Kosten für Kauf, Pacht oder Vertragsnaturschutz der Fläche. Voraussetzung ist jedenfalls eine mindestens 30-jährige Vertragslaufzeit. Die Projekte müssen bis Ende 2025 umgesetzt sein, um eine schnelle Wirksamkeit zu erhöhen. Bis dahin muss das Gebiet einen offiziellen Schutzstatus erreicht haben. Die Schutzwürdigkeit des Gebietes muss nachgewiesen werden – etwa durch das Vorkommen von streng geschützten Arten. Auch Lebensraumvernetzungskorridore können eingereicht werden.

Biodiversitätsfonds legt Schwerpunkt auf neue Naturschutzgebiete