BMLFUW: Nationales Beratungsgremium für Human-Biomonitoring
Die Österreichische Human-Biomonitoring Plattform unter der Leitung des Umweltbundesamtes wird offizielles Beratungsgremium des Ministers bei Fragen an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Gesundheit.
Neue Erkenntnisse liefert dabei die Methode des Human-Biomonitoring, mit der die Schadstoffbelastung eines Menschen oder einer Bevölkerungsgruppe erfasst wird. Dazu werden biologische Materialien wie Blut, Harn, Muttermilch, Speichel, Haare oder Gewebeproben auf Schadstoffe oder deren Abbauprodukte chemisch analysiert.
„Human-Biomonitoring ist von meinem Haus in den letzten Jahren massiv vorangebracht worden - Österreich hat sich hier in der EU eine Spitzenposition erarbeitet“, betont Umweltminister Andrä Rupprechter. „Es ist deshalb nur ein logischer Schritt, die Human-Biomonitoring Plattform des Umweltbundesamtes aufzuwerten und zu einem offiziellen Beratungsgremium der österreichischen Umweltpolitik zu machen.“
Die Österreichische Plattform für Human-Biomonitoring wurde im September 2007 von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Verwaltung gegründet. Sie zielt darauf ab, Human-Biomonitoring in Österreich als Methode zur Förderung von Gesundheits- und Umweltschutz zu etablieren und nationale Präventionsziele zu unterstützen. Die Plattform wird von Maria Uhl, Toxikologin und Schadstoff-Expertin im Umweltbundesamt, geleitet.
Die Österreichische Human-Biomonitoring Plattform wird durch eine konstituierende Sitzung am 19. September zum offiziellen Beratungsgremium für gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung in Österreich. In dieser Funktion soll sie außerdem eine möglichst rege Beteiligung österreichischer Forschungseinrichtungen an der europäischen Initiative HBM4EU sicherstellen. Mit dieser Initiative will die Europäische Kommission die Human-Biomonitoring Aktivitäten in Europa ausweiten und vernetzen und diese Methode als Werkzeug der europäischen Umwelt- und Gesundheitspolitik verankern.
Die Mitglieder setzen sich aus ExpertInnen des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, des österreichischen Bundesinstituts für Gesundheit (Gesundheit Österreich GmbH) der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, der Landessanitätsdirektionen, der Ärztekammer der Universitäten und des Umweltbundesamtes zusammen.
Umweltbundesamt Pressemitteilung