Bolsonaro: Germanwatch fordert Gegenstrategien von EU und Deutschland
31. Okt 18
Brasilien wird in Zukunft von einem rechtspopulistischen Präsidenten regiert. Neben seinen antidemokratischen Aussagen ist seine Wahl auch aus Sicht von Klima und Umweltschutz fatal. Umweltorganisationen fordern daher die EU zum Handeln auf.
Kaum ein Land ist so wichtig für das Weltklima wie Brasilien. Schließlich befindet sich auf seinem Territorium der Großteil des Amazonas-Regenwaldes und damit die größte Treibhausgassenke der Welt. Und Bolsonaro hält Klimaschutz für überflüssig und will die Abholzung des Amazonas beschleunigen.
"Die Wahl Bolsonaros stellt für das Bemühen, den Klimawandel einzudämmen, die größte neue Gefahr dar", schreibt das Fachmagazin Climate Home News in einem Leitartikel der gesamten Redaktion. "Was hier geschieht, betrifft den gesamten Planeten."
Als eine der ersten Organisationen in Europa hat sich nun Germanwatch zu Wort gemeldet und fordert Deutschland und die EU zum Handeln auf. Es wäre „eine Tragödie“, wenn Bolsonaro, seine Ankündigungen in die Tat umsetzt so Klaus Milke von Germanwatch. "Deutschland und die EU sind nun gefordert", so Milke. "Sie müssen Bolsonaro mit einer klugen Strategie und neuen Allianzen begegnen."