Broschüre über Lebensmittelspekulationen: „Mit Essen spielt man nicht“
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs), Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
NGOs üben Kritik an den Börsenspekulationen mit Lebensmitteln: Schuld an Armut und Hunger.„Mit Essen spielt man nicht“ – das ist der Titel einer neuen Broschüre, die gemeinsam von mehreren Konsumentenschutz- und Menschenrechtsorganisationen herausgegeben wurde. Attac, Misereor, Oxfam und WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) setzen sich gegen die Eindämmung von preistreibenden Spekulationen mit Nahrungsmitteln ein.
Finanzspekulationen haben große Mitschuld daran, dass die Preise für Lebensmittel stark in die Höhe getrieben werden. Laut Informationen der NGOs seien die Grundnahrungsmittelpreise auf den lokalen Märkten in Afrika in den letzten Jahren um 70 Prozent und in Ostasien sogar um 80 Prozent gestiegen. Das führte zu Hungersnöten und Aufständen in vielen Ländern, fast eine Milliarde Menschen würde hungern, kritisieren die NGOs.
Die Organisationen fordern eine stärkere Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte und Höchstgrenzen für zulässige Preisschwankungen sowie Grenzen für die Anzahl und den Umfang von Rohstoffwetten, die Finanzspekulanten eingehen dürfen.
Die Broschüre in deutscher Sprache steht auf der Webseite von WEED als Download zur Verfügung, ein Factsheet („Food Speculation“) in englischer Sprache gibt weitere Einblicke in die Art und den Umfang von Finanzspekulationen mit Lebensmitteln.