Cañete verwirft Plan für höhere EU-Klimaziele
4. Okt 18
Die EU verpasst sich doch keine höheren Klimaziele. Klimakommissar Miguel Arias Cañete gibt seinen Plan auf, wonach die CO2-Emissionen der EU bis 2030 um 45 statt wie bisher nur um 40 Prozent sinken sollten.
Erst im August hatte der Cañete die Erhöhung vorgeschlagen und damit begründet, dass die bereits beschlossenen höheren Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für mehr Energieeffizienz ohnehin dazu führen würden, dass eine Reduktion von 45 Prozent erreicht wird. So soll der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energiebedarf der EU bis 2030 auf 32 Prozent statt der bisher vorgegebenen 27 Prozent anwachsen, die Energieeffizienz soll um 32,5 statt um 30 Prozent steigen. Eine Anhebung der Ziele ist notwendig, wenn die EU ihre Politik in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen bringen will.
Nach Cañetes Plänen, hätte das 45-Prozent-Ziel beim kommenden Treffen der EU-Umweltminister am 9. Oktober beschlossen werden sollen. In der entsprechenden Beschlussvorlage taucht das neue Ziel allerdings nicht mehr auf. Die Pläne sollen auch am Widerstand Deutschlands gescheitert sein, wofür die deutsche Bundesregierung scharfe Kritik von Umweltorganisationen und Grünen einstecken musste.